• Renaturierungsgesetz offiziell

    Aus: https://www.consilium.europa.eu/de/policies/nature-restoration/

    Ich picke das aktuell relevanteste für mich heraus

    “ Mehrere Faktoren belasten die Ökosysteme und Populationen von Arten, darunter

    • Verschmutzung
    • Klimawandel
    • der Verlust von Lebensräumen
    • invasive Arten“

    „Ziel ist, bis 2030 EU-weit Wiederherstellungsmaßnahmen für mindestens 30 % dieser Lebensräume einzuleiten. Danach sollen weitere Anstrengungen unternommen werden, sodass sich die Maßnahmen bis 2040 auf 60 % der Lebensräume und bis 2050 auf 90 % der Lebensräume erstrecken.

    Die von den Mitgliedstaaten festzulegenden und umzusetzenden Maßnahmen sollten die Vernetzung von Lebensräumen fördern, also dafür sorgen, dass Lebensräume so weit wie möglich miteinander verbunden sind, damit sich wildlebende Tiere zwischen ihnen bewegen können.

    Bestäuber

    Wildbienen sind die bekanntesten Bestäuber. Doch tragen auch andere Insekten zur Bestäubung von Blütenpflanzen bei, was äußerst wichtig für den Anbau von Nutzpflanzen ist. Fast 5 Mrd. € der jährlichen landwirtschaftlichen Produktion der EU sind unmittelbar auf Bestäuberinsekten zurückzuführen.

    Mit den neuen Vorschriften soll der Rückgang der Bestäuber umgekehrt werden, sodass ihre Populationen bis 2030 wieder wachsen.

    Zu den Bestäubern in Europa gehören Schmetterlinge, Käfer, Bienen, Schwebfliegen, Motten und Wespen.“

    „Ausgelaugte Böden und geschädigte landwirtschaftliche Ökosysteme haben weniger Kapazitäten, Nahrungsmittel hervorzubringen. Das betrifft derzeit bis zu 73 % der landwirtschaftlichen Flächen.“

     

    „Dabei geht es insbesondere um folgende Populationen, die sich erholen und wachsen sollen:

    • Wiesenschmetterlinge
    • Feldvogelarten“

     

    „Darüber hinaus müssen die EU-Mitgliedstaaten Maßnahmen ergreifen, um

    • bis 2030 einen Anteil von 30 % und bis 2050 die Hälfte der entwässerten Torfflächen, die landwirtschaftlich genutzt werden, wiederherzustellen (für stark betroffene Länder kann ein geringerer Prozentsatz gelten)
    • den Kohlenstoffbestand in Mineralböden zu erhöhen
    • artenreiche Landschaftselemente auf landwirtschaftlichen Flächen (z. B. Hecken, Blühstreifen, Brachland, Teiche und Obstbäume) zu fördern

    Wiederherstellungsmaßnahmen sind entscheidend dafür, einer drohenden Ernährungsunsicherheit zu begegnen.“

     

    „Städtische Gebiete

    Städtische Ökosysteme machen 22 % der Landfläche der EU aus. Parks, Gärten, Bäume und Wiesen sind wichtige Lebensräume für Pflanzen, Vögel und Insekten.

    Mit den neuen Vorschriften will die EU mehr Grünflächen in Städten und Vororten schaffen. Zielvorgaben sind:

    • kein Nettoverlust an Grünflächen bis 2030 im Vergleich zu dem Jahr, in dem die Vorschriften zur Wiederherstellung der Natur in Kraft treten (es sei denn, das Stadtgebiet besteht bereits zu mehr als 45 % aus Grünflächen)
    • mehr Baumbestand in den Städten“

     

    „Flüsse

    Mit den neuen Vorschriften sollen viele der bestehenden Barrieren in den Flüssen der EU beseitigt werden, um Flussnetze besser miteinander zu verbinden.

    Da es bislang nur wenige Daten über Hindernisse in Flüssen gibt, besteht eines der Ziele der neuen Vorschriften darin, ein Verzeichnis dieser Hindernisse in der EU zu erstellen.

    Beseitigt werden sollen vor allem veraltete und ungenutzte Hindernisse.“

    Anmerkung. Aber bitte nicht so wie bei der Panke in Berlin. Da mussten Bäume gefällt werden für die Renaturierung dieses Flusses, zusätzlich wurde das ganze Bachbett ausgenommen und die dortige Vegetation quasi auf 0 zurückgeschaufelt, keine Pflanzen  mehr. Das geht sicher auch ohne zerstören zu müssen. Detailliert habe ich mich mit dem Fall nicht auseinandergesetzt,  ich habe es nur beobachtet und war dabei nicht froh. Es wurde sogar eine neue Brücke gebaut. Un für diese Zwecke wurden die Bürger daran hinderte zum einkaufen oder zu den Nachbarn zu gehen um einen Umweg von mehreren gefühlten Kilometern dann hätten laufen müssen was ein alter Mensch einfach nicht kann. Also es war unmöglich für einen älteren Menschen dann noch zum Supermarkt laufen uz können, es wurde noch nicht mal ein Provisorium hingestellt. Fassungslose Gesichter an dieser Stelle. Neubetonierung um die Brücke zu vergrössern. Warum da jetzt eine vergrösserte Brücke hingemusst hat weiss ich nicht. Da stand nur ein grosses Schild und Renaturierung und so.

     

    „Wälder

    Durch die neuen Vorschriften soll wieder mehr biologische Vielfalt in den Wäldern entstehen.

    So sind die EU-Länder gehalten, den Zustand der Wälder zu verbessern, wobei spezifische Indikatoren helfen sollen, die Gesundheit der Waldökosysteme zu messen. Gemessen werden soll unter anderem

    • die Menge an Totholz, das vielen Waldorganismen einen Lebensraum bietet und zur Bodenbildung beiträgt
    • die Anzahl der Vogelarten

    Darüber hinaus müssen die Mitgliedstaaten bis 2030 zur Anpflanzung von mindestens drei Milliarden Bäumen auf EU-Ebene beitragen.“

    Anmerkung zum Thema Anpflanzen. Ich habe dies ja in einem vergangenen Artikel schon beschrieben. Beispiel Brilon im Sauerland.
    Also da wurden neue Bäume gepflanzt. Und viel drumherum dann abgesperrt wo ich mich gefragt hatte, och die armen Tiere müssen jetzt so grosse Umwege laufen.
    Ob das was geworden ist, müsste ich einen Besuch aktuell da abstatten. Jedenfalls waren auf den unabgesperrten Flächen wirklich sehr sehr viele Babybäume im Boden wo ich mich freute.

    Und meine Frage lautet: Warum so abmühen und so hohe Kosten verursachen wenn der Wald das verschwenderisch selber macht?
    Hinzu kommen noch Streitereien wegen Wild und Jägern und den Neuanpflanzungen usw.
    Zuviele Rehe, zu wenig Rehe.
    Der Wald macht statt einen angepflanzten Baum halt 50 Babybäume. Da bleibt dann auch was übrig für die Rehe? Aber dieses Themen habe ich noch nicht durchleuchtet. Sind jetzt erstmal nur Worte.
    Bitte nicht anpflanzen sondern Flächen schützen und selber wachsen lassen. Klären ob das EU konform ist, wenn Bäume selbst die Babys machen und in die Summe 3 Mille mitgezählt werden dürfen oder ob nur angepflanzte Bäume zählen!

     

    „Beispiele für Maßnahmen zur Wiederherstellung der Natur sind unter anderem:

    • das Entfernen nicht heimischer Gewächse auf Grünland, in Feuchtgebieten und in Wäldern
    • die Wiedervernässung trockengelegter Torfmoore
    • die bessere Vernetzung von Lebensräumen
    • ein verringerter Einsatz chemischer Pestizide und Düngemittel bzw. der Verzicht darauf
    • die Förderung der Erhaltung unberührter Natur“

    „Die kleinsten Kreaturen – selbst winziger als ein Salamander – spielen eine riesige Rolle bei der Erhaltung des faszinierenden Netzes des Lebens.

    Mit der Habitat-Richtlinie schützt die EU Salamander ebenso wie Hunderte weiterer Tierarten sowie Pflanzen und Naturgebiete. Von Finnland bis Malta, von Rumänien bis Portugal hat das EU-Recht dazu beigetragen, Lebensräume und die darin vorkommenden lebenden Arten zu erhalten.“

    Yes

    Das Tretbecken im Briloner Kurpark darf fortan nicht mehr entwässert werden im Winter 🙂 In meiner frühen Kindheit dort war das Wasser, gespeist aus einer Quelle IMMER im Tretbecken. Und dann sah man dort auch die Kaulquappeneier schwimmen. Irgendwann war es plötzlich leer und ich entdeckte eine Kröte und einen Lurch die nicht mehr aus dem trockenen Tretbecken herauskamen. Sie kamen halt an den Ort zurück wo sie früher Wasser fanden.

     

    So dass erstmal aus dem ersten Link. Genaue Zielvorgaben für Deutschland lassen sich dann vielleicht aus den Fragen der CDU an die Bundesregierung ableiten.

    https://dserver.bundestag.de/btd/20/129/2012986.pdf

    Die Antworten interessieren mich auch