Gestern stellte sich im Rahmen der Recherchen eine fundamentale und bislang unbeantwortete Frage:
Wurden die Bürgerinnen und Bürger jemals direkt darüber befragt, welche Prioritäten sie beim digitalen Wandel und beim Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen setzen?
Die rechtliche Prüfung hat gezeigt, dass mit der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) ein offizielles Instrument im EU-Recht verankert ist, das genau eine solche europäische Befragung ermöglicht. Auf dieser Grundlage beginnt ab heute die konkrete Planung und die Suche nach den erforderlichen europäischen Mitstreitern.
Dieser Prozess wird von Beginn an transparent und live dokumentiert – von der Ausarbeitung der juristischen Forderungen über die europäische Netzwerkarbeit bis hin zur formalen Einreichung bei der Europäischen Kommission.
Vom Sinnbild zur konkreten Handlung
Im Jahr 2021 erschien auf dieser Plattform der Beitrag „Das Märchen von der blöden Kuh, die herausfinden wollte, wie sie glücklich werden kann“. Die Hauptfigur akzeptiert vorgegebene Rahmenbedingungen nicht unhinterfragt, sondern macht sich auf den Weg, um andere zu suchen, die dieselben systemischen Beobachtungen gemacht haben.
Heute schließt sich dieser Kreis: Was als bildhafte Erzählung begann, wird nun zu einer organisatorischen Initiative. Die nachfolgende Umfrage bildet die Datenbasis, um zu prüfen, wie viele Bürgerinnen und Bürger in Europa diese Fragen teilen und bereit sind, eine formelle Europäische Bürgerinitiative (EBI) auf den Weg zu bringen.
Die auf dieser Seite eingebundene EU-Umfrage bildet den Auftakt dieser realen Spurensuche. Sämtliche Schritte – von der Auswertung der Ergebnisse über die Ausarbeitung der Forderungen bis hin zur Suche nach internationalen Partnern für eine Europäische Bürgerinitiative – werden fortlaufend und transparent im Blog / Logbuch (Kategorie: EU Survey) dokumentiert.
1. Der Zielkonflikt (Die Sachlage)
- Fortschreitende Digitalisierung: Staatliche Initiativen und technologische Systeme steigern den physischen Bedarf an Strom, Infrastruktur, Serverkapazitäten und Rohstoffen.
- Ökologische Belastungsgrenzen: Die Zunahme des physischen Ressourcenverbrauchs steht in direktem Spannungsfeld zu den Belastungsgrenzen der Natur und dem Schutz von Ökosystemen.
- Die Kernfrage: Ist die Kopplung von gesellschaftlichem Fortschritt an eine stetige Erhöhung des physischen Ressourcenverbrauchs im Sinne der Bürgerinnen und Bürger?
2. Das Ziel (Die Europäische Bürgerinitiative)
Das Vorhaben wird als langfristiges, rechtliches Instrument eingeordnet:
- Instrument: Nutzung der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) gemäß EU-Recht.
- Zielsetzung: Erhebung der Frage nach dem Verhältnismäßigkeitsprinzip auf die offizielle Ebene der Europäischen Kommission.
- Forderungen (In Erarbeitung):
- Recht auf ein analoges Leben (freie Wahl ohne Benachteiligung).
- Absolute, gesetzliche Deckelung des Energie- und Rohstoffverbrauchs für digitale Infrastrukturen.
- Vorrang des Erhalts der natürlichen Lebensgrundlagen vor technologischem Ausbau.
Diese Forderung basiert nicht auf einer weltanschaulichen Haltung, sondern auf einer physikalischen und empirischen Realität: Es existiert bislang kein wissenschaftlicher Nachweis dafür, dass eine fortschreitende Digitalisierung vollständig von der Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen und Energie entkoppelt werden kann.
Solange technologische Infrastrukturen zwingend an den physischen Verbrauch der Erde gebunden sind, stehen Bürgerinnen und Bürger vor einer existenziellen Abwägung:
- Soll der kurzfristige Ausbau digitaler Systeme höher gewichtet werden als die langfristige Sicherung der physischen Lebensgrundlagen?
Sollte die Forschung in Zukunft Wege aufzeigen, Digitalisierung nachweislich vollkommen ressourcenneutral zu gestalten, löst sich dieser Zielkonflikt auf – bis dahin muss dem Schutz der Lebensgrundlagen der Vorrang eingeräumt werden.
3. Die Umfrage (Dauer approx. 1 Min.)
Zweck der Umfrage: Systematische Erfassung der Haltung der Bürgerinnen und Bürger in der EU (Vorbereitende Umfrage).
Warum diese Vorab-Umfrage? Um eine offizielle Europäische Bürgerinitiative (EBI) bei der EU-Kommission einzureichen, braucht es eine fundierte Datenbasis und erste Nachweise darüber, welche Anliegen den Menschen in Europa wichtig sind. Diese Vorab-Umfrage dient als sachliches Fundament, um die konkreten Forderungen der geplanten EU-Befragung präzise auszuarbeiten.
→ Hier geht es direkt zur Umfrage
4. Der Live-Prozess
Dokumentation: Alle Schritte – von der Auswertung der Ergebnisse über die Ausarbeitung der EBI-Texte bis zur Partnerakquise in 7 EU-Staaten – werden öffentlich protokolliert.
