Essenz & Kernbotschaft des 1. Artikels

Der Text dokumentiert einen massiven, vielschichtigen Interessen- und Zielkonflikt im Kreis Lippe (Ostwestfalen-Lippe). Auf der einen Seite stehen profitorientierte bzw. finanziell unter Druck stehende Großgrundbesitzer und Investoren, auf der anderen Seite eine geschlossene Front aus Lokalpolitik, Bürgern, Naturschützern und der Tourismusbranche.

Es geht um das Spannungsfeld zwischen technokratischem Klimaschutz (Windkraftausbau) und konkretem Natur-, Arten- und Heimatschutz vor Ort.

Die Hauptakteure und ihre Argumente

1. Die Befürworter / Investoren

Wer: Der Landesverband Lippe (LVL), Stephan Prinz zur Lippe, Kasseler Städtische Werke, Lackmann Phymetric GmbH.

Vorhaben: Bau von insgesamt 33 Riesen-Windkraftanlagen (bis zu 263/280 Meter hoch) in sensiblen Wald- und Kammbereichen des Naturparks Eggegebirge / Teutoburger Wald (u.a. Gauseköte, Silberbachtal, nahe den Externsteinen).

Die Argumente:

  • Klimaschutz: Die Erderwärmung sei gefährlicher für die Artenvielfalt als die Windräder selbst. Waldgebiete seien zudem ideal, da sie weit weg von Anwohnern liegen.
  • Finanzielle Notlage (Hauptmotiv): Der LVL hat seit 2018 ein Defizit von 19 Millionen Euro angehäuft, da durch das Waldsterben das Nadelholzgeschäft weggebrochen ist. Windkraft gilt als lukrative Einnahmequelle (Zehnflacher Monatsgewinn gegenüber Waldwirtschaft), um die leeren Kassen zu füllen.

2. Die Gegner / Kritiker (Politik, Verbände, Bürger)

Wer: Stadt Horn-Bad Meinberg, BUND-Ortsgruppe Lippe-Südost, Förderverein Nationalpark Senne-Eggegebirge, Nationalparkfreunde OWL, Kulturausschuss Leopoldstal, GesUndTourismus GmbH, Yoga Vidya e.V., Aktionsbündnis Detmolder Westen.

Die Argumente:

  • Zerstörung des Ökosystems Wald: Der Waldboden wird durch tonnenschwere Betonfundamente und breite Zuwegungen dauerhaft versiegelt. Biotopverbände und Wildkorridore werden zerschnitten.
  • Bedrohung der Biodiversität: Das Gebiet ist einer der 30 wichtigsten Hotspots der Artenvielfalt in Deutschland (FFH- und Vogelschutzgebiete). Gefährdet sind u.a. Fledermäuse, Uhus, Wildtiere und seltene Pflanzen (Orchideen).
  • Konterproduktiver Klimaschutz: Der deutsche Wald ist ohnehin geschädigt und fungiert kaum noch als CO2-Senke. Ihn für Windräder weiter zu roden, treibe den Klimawandel eher voran.
  • Wirtschaftlicher Schaden für den Tourismus: Die Region lebt vom Gesundheitstourismus („Heilgarten Deutschlands“). Riesen-Windräder direkt hinter Naturdenkmälern wie den Externsteinen zerstören das Landschaftsbild und vertreiben Erholungsuchende.
  • Bruch von Raumordnungsplänen: Der frisch beschlossene Regionalplan OWL weist diese Flächen als „Bereiche zum Schutz der Natur“ (BSN) aus und schließt Windkraft dort eigentlich aus. Die Investoren nutzen rechtliche Grauzonen aus.

Dein persönlicher Einspruch & Kommentar

  • Globale vs. lokale Logik: Du kritisierst, dass Windräder kein echter Klimaschutz sind, wenn für deren Produktion andernorts (z. B. im Ausland) Kohle abgebaut wird – Luft kennt keine Grenzen.
  • Fehlende Langzeitstudien: Du bezweifelst die Behauptung der Investoren, dass Tourismus und Natur nicht leiden, da Langzeitstudien dazu wegen der Neuartigkeit der Riesen-Anlagen fehlen.
  • Haftungsrisiko & Nachhaltigkeit: Du wirfst die kritische Frage auf, wer in 70 Jahren für den Rückbau und die Entsiegelung haftet, falls die Betreiber pleitegehen. Am Ende bleibt das Risiko beim Landkreis.
  • Lösungsansatz (Bürgerinitiative): Du schlägst vor, einen lokalen „Think Tank“ zu gründen. Die Bürger sollten gemeinsam überlegen, wie der Kreis Lippe nachhaltig Geld verdienen kann (für Schulen, Kitas etc.), ohne die eigene Natur als „Szenario des Schreckens“ zu opfern.

Rechtliche / Politische Brisanz

Der Kreis Lippe hatte Anträge (z.B. Gauseköte) eigentlich abgelehnt. Das Oberverwaltungsgericht Münster signalisierte jedoch eine andere Rechtsauffassung. Der Kreis genehmigte die Anlagen schließlich zähneknirschend, um Schadensersatzforderungen in zweistelliger Millionenhöhe abzuwenden. Zudem blockieren die Windkraftpläne die historische Chance, in der Region einen dringend benötigten Nationalpark auszuweisen.

Essence & Core Message of the 1st Article

The text documents a massive, multifaceted conflict of interests and objectives in the district of Lippe (Ostwestfalen-Lippe). On one side are profit-driven or financially pressured large landowners and investors; on the other side is a united front consisting of local politics, citizens, conservationists, and the tourism industry.

It centers on the tension between technocratic climate protection (the expansion of wind energy) and concrete, local nature, species, and homeland conservation.

The Main Actors and Their Arguments

1. The Proponents / Investors

Who: The Landesverband Lippe (LVL), Stephan Prinz zur Lippe, Kasseler Städtische Werke, Lackmann Phymetric GmbH.

The Project: Construction of a total of 33 giant wind turbines (up to 263/280 meters high) in sensitive forest and ridge areas of the Eggegebirge / Teutoburg Forest Nature Park (including Gauseköte, Silberbachtal, near the Externsteine).

The Arguments:

  • Climate Protection: Global warming is argued to be more dangerous to biodiversity than the wind turbines themselves. Furthermore, forested areas are claimed to be ideal because they are far away from residential areas and do not disturb residents.
  • Financial Distress (Main Motive): The LVL has accumulated a deficit of 19 million euros since 2018, as the softwood business collapsed due to forest dieback. Wind power is seen as a lucrative source of income (yielding ten times the monthly profit compared to forestry) to fill the empty coffers.

2. The Opponents / Critics (Politics, Associations, Citizens)

Who: The City of Horn-Bad Meinberg, BUND Local Chapter Lippe-Southeast, Association for the Promotion of the Senne-Eggegebirge National Park, National Park Friends OWL, Leopoldstal Cultural Committee, GesUndTourismus GmbH, Yoga Vidya e.V., Action Alliance Detmolder Westen.

The Arguments:

  • Destruction of the Forest Ecosystem: The forest floor will be permanently sealed by concrete foundations weighing tons and by wide access roads. Habitat networks and wildlife corridors will be fragmented.
  • Threat to Biodiversity: The area is one of the 30 most important biodiversity hotspots in Germany (comprising FFH and bird sanctuaries). Threatened species include bats, eagle owls, wild animals, and rare plants (orchids).
  • Counterproductive Climate Protection: The German forest is already heavily damaged and barely functions as a CO₂ sink. Further clearing it for wind turbines would drive climate change forward rather than combat it.
  • Economic Damage to Tourism: The region depends on health tourism (known as the „Healing Garden of Germany“). Giant wind turbines right behind natural monuments like the Externsteine destroy the landscape and drive away those seeking recreation.
  • Violation of Spatial Planning: The newly adopted OWL regional plan designates these areas as „Areas for the Protection of Nature“ (BSN) and explicitly excludes wind energy there. The investors are exploiting legal gray areas.

Your Personal Objection & Commentary

  • Global vs. Local Logic: You criticize that wind turbines do not constitute genuine climate protection if coal is mined elsewhere (e.g., abroad) for their production—air knows no borders.
  • Lack of Long-Term Studies: You doubt the investors‘ claim that tourism and nature will not suffer, as long-term studies are non-existent due to the novelty of these mega-turbines.
  • Liability Risk & Sustainability: You raise the critical question of who will be liable for decommissioning and soil de-sealing in 70 years if the operators go bankrupt. In the end, the financial risk remains with the district.
  • Proposed Solution (Citizens‘ Initiative): You suggest founding a local „think tank.“ Citizens should brainstorm together on how the Lippe district can generate sustainable income (for schools, kindergartens, etc.) without sacrificing their own nature to a „horror scenario.“

Legal / Political Explosiveness

The Lippe district had initially rejected the applications (e.g., Gauseköte). However, the Higher Administrative Court of Münster indicated a different legal interpretation. The district ultimately approved the turbines through clenched teeth to avert claims for damages in the tens of millions of euros. Furthermore, these wind energy plans block the historic opportunity to designate a urgently needed National Park in the region.

 

Quelle:

17.09.25 – Projektbeginn: Keine Windräder im Naturpark Eggegebirge / Teutoburger Wald – Worum geht es?

Aus: https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/protest-windraeder-eggegebirge-teutoburgerwald-100.html Gekürzt: „22.01.2025 Protest gegen Windräder im Naturpark Eggegebirge / Teutoburger Wald“

Der Landesverband Lippe, Prinz zur Lippe und weitere Investoren planen insgesamt 33 neue Windkraftanlagen im Naturpark Eggegebirge/Teutoburger Wald. Im Artikel werden diejenigen, die das nicht wollen, so beschrieben: „Sie befürchten, dass dadurch die Natur zerstört wird und der Tourismus leidet.“

Der Landesverband Lippe will mit den Windkraftanlagen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Jörg Düning-Gast vom Landesverband betont:

„Wir brauchen Windkraft und wollen unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Klimaerwärmung ist ja viel gefährlicher für die Artenvielfalt.“

Mein Einspruch: Ein Windrad ist kein Beitrag zum Klimaschutz, da ja für die Produktion derer woanders auf der Welt Kohle abgebaut wird und Luft keine Grenzen hat.

„Ich verstehe die emotionalen Gründe gegen die Windräder, aber für uns kann es nicht um die emotionalen Gründe gehen“, so Jörg Düning-Gast weiter. Laut ihm seien Windkraftanlagen in Waldgebieten sogar besser, weil sie weit weg von Wohngebieten liegen und keine Anwohner stören. Er sagt auch, dass es keine Statistiken geben würde, die belegen, dass der Tourismus unter dem Bau von Windrädern leiden würde.

Meine Anmerkung: Es gibt noch keine Studien über beide genannten Fakten, behaupte ich jetzt mal, weil es noch zu neu ist.

Die Gegner der Windräder – darunter Naturschützer, Wirtschaftsförderer sowie die Stadt Horn-Bad Meinberg – sagen, dass die Flächen die schönsten Ecken des Lipperlandes seien und die Windräder sowohl die Attiviertheit der Region als auch die Fauna und Flora beeinflussen würden.

Ob die Windräder tatsächlich gebaut werden, entscheidet der Kreis Lippe. Der prüft gerade, ob der Bau der Anlagen auf den Flächen des Naturparks Eggegebirge und des Teutoburger Waldes umweltverträglich wäre und ob zum Beispiel die Tier- und Pflanzenwelt dadurch zu sehr bedroht sein könnte.

Position des BUND gegen die geplanten Windparks

Aus: https://bielefeld.bund.net/service/meldungen/detail/news/bund-gegen-geplante-windparks-im-teutoburger-wald/ – „BUND gegen geplante Windparks im Teutoburger Wald“ (18.07.25)

Der BUND fordert: „Bereiche zum Schutz der Natur“ und ökologisch wertvolle Waldflächen müssen Tabuflächen für Windenergie sein. Da eine mögliche Nationalpark-Kulisse betroffen ist, hat der BUND NRW nun Klage gegen den Windpark im Teutoburger Wald eingereicht.

Der BUND kämpft seit vielen Jahren für den Atomausstieg und gegen klimaschädliche Kohlekraftwerke. Ohne den dynamischen Ausbau der erneuerbaren Energien wird die Energiewende nicht gelingen. Wir können in Deutschland vor allem in der Windenergie und der Photovoltaik (Solarenergie) noch deutlich mehr Kapazitäten schaffen. Einen Ausbau um jeden Preis darf es bei der Windenergie aber nicht geben, dieser muss naturverträglich gestaltet werden.

Der BUND ist also gegen Windkraftanlagen, wenn sie nicht naturverträglich sind. Welche Windkraftanlagen sind naturverträglich in Deutschland?

Deshalb hat der nordrhein-westfälische Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jetzt beim Oberverwaltungsgericht für das Land NRW in Münster eine Klage gegen die Genehmigung von 7 Windanlagen auf der Gauseköte im Teutoburger Wald eingereicht. Der Prinz zur Lippe plant in seinem Wald bei Detmold einen Windpark. Geplant ist die Beanspruchung von ca. 400 ha Wald, nach Angaben der Antragsteller angeblich nur auf geräumten Fichtenflächen entlang der Straße Gauseköte zwischen Schlangen und Detmold. Die Aufstellbereiche liegen voraussichtlich direkt am Naturschutzgebiet, dem FFH-Gebiet (europäisches Schutzgebiet in Natur- und Landschaftsschutz) und dem Vogelschutzgebiet. (Lol, sorry wegen dem Vogelschutzgebiet).

Auch wenn Anlagen laut Planung auf Freiflächen aufgestellt werden sollen, muss für die Erschließung ökologisch wertvoller Wald gerodet werden. Zudem hat sich auf den angeblichen „Kalamitätsflächen“ überwiegend längst wieder über Naturverjüngung Laubmischwald angesiedelt.

Die gesamten betroffenen Waldflächen sind laut Regionalplan als „Bereich zum Schutz der Natur“ (BSN) ausgewiesen. Sie sind damit potenziell zukünftiges Naturschutzgebiet. Der BUND schließt in seinen Empfehlungen den Bau von Windenergieanlagen in BSN aus.

Meine Frage: Könnte das bedeuten, dass diese Flächen schon für die Renaturierungsgesetzvorgaben bereitgestellt sind?

Die Naturschutzverbände in NRW kämpfen seit Jahren für einen Nationalpark in OWL. Dieser kann sowohl mit Flächen im Teutoburger Wald und der Egge als auch mit den Bundes-Flächen des Truppenübungsplatzes Senne an den Start gehen. Nach LANUV-Gutachten sind sowohl die Waldflächen im Teutoburger Wald und dem Eggegebirge als auch der Truppenübungsplatz Senne für eine Nationalpark-Ausweisung naturschutzfachlich geeignet. Wird jetzt im Grenzbereich zwischen öffentlichem Wald im Osten und dem NSG Östlicher Teutoburger Wald im Westen ein großer Windpark gebaut, wird diese Perspektive torpediert.

Der BUND fordert im Sinne eines wirksamen Arten- und Biotopschutzes im Wald die Herausnahme von mindestens 10 % der Waldflächen bzw. 20 % der öffentlichen Wälder aus der Nutzung. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, die naturschutzfachlich besonders wertvollen Wälder des Teutoburger Waldes konsequent zu schützen. Aus diesen Gründen sollte der Teutoburger Wald zwischen Oerlinghausen und dem Eggegebirge, der schon zu über 80 % als Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet geschützt ist, komplett von Windparks frei bleiben.

Mein Fazit dazu: Also das macht echt total Sinn. Da gibt es so einfach jetzt die Möglichkeit, ein Naturschutzgebiet auszuweisen, was extrem rar ist. Jetzt muss Deutschland aber mal gucken, wo die denn eigentlich nun diese Gebiete ausweisen und renaturieren? Oder wird dann irgendwann gesagt: Ups, nicht geschafft. Da kenne ich mich noch nicht so aus mit den Bestrafungen. In der Geschäftswelt ist es manchmal günstiger, eine Strafzahlung in Kauf zu nehmen, als sich rechtskonform zu verhalten.

Der finanzielle Druck des Landesverbandes Lippe

Aus: https://www.topagrar.com/energie/news/streit-wegen-windkraft-im-teuto-20012926.html (29.03.25)

In der Teuto-Region lösen Projekte für Windkraft heftigen Gegenwind aus. Dem Kreis Lippe liegen Voranträge vor. Die Politik ist gegen die Pläne der Investoren, genau wie Bürger und Naturschützer. Die haben eine geile Fotomontage gemacht, wie die Externsteine mit Windrädern dahinter aussehen. Wow krass, da bleibt mir im wahrsten Sinne des Wortes die Luft weg bei diesem Anblick. Nee, das geht nicht. Echt nicht. 263 m hoch sollen die werden.

Der Landesverband Lippe, kurz LVL, sieht Windkraftanlagen im Wald ganz anders: Nämlich als eine Chance, Geld in seine leere Kasse zu spülen. Nach eigener Aussage steht der Landesverband seit vielen Jahren finanziell unter Druck. Man spart, wo es geht: Beispielsweise hat die Institution mit Sitz in Lemgo beim Personal von 1300 Stellen im Jahr 1975 auf 160 im Jahr 2025 abgebaut. Heute denkt man zudem für jedes Grundstück darüber nach, wie die Wirtschaftlichkeit verbessert werden kann – vorrangig für die Waldflächen.

Der Verband besitzt 15.700 ha Wald. Doch die Waldwirtschaft ist ein Minusgeschäft. Dem Landesverband ist durch das Waldsterben ein Großteil des gesamten Nadelholzgeschäftes weggebrochen.

Meine Gedanken: Gut, also der Verband Lippe braucht Geld. Gelder von der EU / Deutschland für die Ausweisung von Naturparks sind wohl nicht so üppig, jedoch ein Windrad schon. Immerhin ist es der 10-fache Monatsgewinn gegenüber Waldwirtschaft (jedenfalls in einem anderen genannten Bsp. hier auf dieser Seite).

Was in dieser Rechnung nicht vorhanden ist: Was ist denn in 70 Jahren? Wer ist verantwortlich für den Rückbau? Ist Entsiegeln dann auch hier in diesem Bsp. nicht verpflichtend vom Aufsteller zu erledigen? Bzw. wenn der pleitegeht, dann kann der auch nichts mehr entsiegeln oder abbauen. Dann hat der Landkreis Lippe auf ewig diese toten Stahlkolosse da stehen. Anscheinend war das Nadelholzgeschäft wichtig für den Landkreis, das es nun nicht mehr gibt wegen der Monokulturen.

Hier sollte man einen Think Tank kreieren für Lippe, womit die Geld verdienen könnten, damit es keinen Grund gibt, auf das Schreckensszenario zurückgreifen zu müssen. Das wäre doch mal eine tolle Bürgerinitiative vor Ort! Die Bürger überlegen gemeinsam, wie Lippe wieder Geld reinholen kann. Für… Ja, für was, wäre auch interessant. Schule, Kindergarten, Krankenhaus, Bücherei… für sowas?

Der LVL beziffert sein Defizit seit 2018 auf 19 Mio. €. Der LVL plant gemeinsam mit der Lackmann Phymetric GmbH, Paderborn. Die Pläne wurden im November 2024 bekannt.

Schon eine crazy Summe. 19 Millionen Euro hat der Landkreis weniger durch keinen Holzverkauf mehr. Echt? Jährlich? Also müsste es eine Einnahmequelle geben, die über 1 Mill. € im Monat bringt. Nicht schlecht, mit Holzverkauf hat Lippe täglich 52.777 € verdient, das ganze Jahr über? Hm. Krass.

Stellungnahmen zur Windenergieplanung der Stadt Horn-Bad Meinberg

Aus: https://www.horn-badmeinberg.de/Politik/Stellungnahmen-zur-Windenergieplanung/ (Stand: 08.04.2025)

Ende November wurde bekannt, dass der Landesverband Lippe die Errichtung von bis zu elf Windenergieanlagen im Bereich Leopoldstal und auf dem Bauernkamp plant. Hinzu kommen dreizehn Anlagen westlich der Externsteine, die von der Kasseler Städtische Werke Aktiengesellschaft in Kooperation mit dem Landesverband Lippe im Dezember beantragt worden sind. Von diesen befinden sich vier im Stadtgebiet Horn-Bad Meinberg und neun im Gemeindegebiet Schlangen.

Politik und Verwaltung der Stadt Horn-Bad Meinberg lehnen die Planungen des Landesverbandes Lippe geschlossen ab. Da die Planungen in Konflikt mit dem Regionalplan OWL stehen, der für die Flächen Waldgebiete ausweist, in denen Windkraft nur in Ausnahmefällen und nur mit Zustimmung der Kommune möglich ist, hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Liegenschaften das gemeindliche Einvernehmen versagt.

Wie sich auf der Informationsveranstaltung in der Burgscheune am 10.12.2024 gezeigt hat, lehnt auch der Großteil der Horn-Bad Meinberger Bürgerinnen und Bürger die Windkraftanlagen an diesen Standorten ab. Auch zahlreiche Institutionen, Vereine und Verbände haben sich mit Stellungnahmen geäußert. Diese Stellungnahmen werden von der Stadt Horn-Bad Meinberg an dieser Stelle veröffentlicht.

Neben den Anlagen auf den Flächen des Landesverbandes Lippe gibt es noch weitere Anträge zur Errichtung von Windkraftanlagen. Der Kreis Lippe hatte zunächst den Antrag für sieben Anlagen auf der Gauseköte abgelehnt. Nach einem Erörterungstermin vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster, das in der Sache überraschenderweise anderer rechtlicher Auffassung ist als der Kreis Lippe und die Bezirksregierung Detmold, hat der Kreis die sieben Anlagen genehmigt, um Schadensersatzansprüche in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags abzuwenden.

Meine Frage: Oha. Interessant. Welche Schadensersatzansprüche? Klimaziele?

Die Stellungnahmen kopiere ich einfach rein ohne Kommentar.

Übersicht der Stellungnahmen:

  • Wirtschaftsförderung der Stadt Horn-Bad Meinberg

  • BUND-Ortsgruppe Lippe-Südost

  • Förderverein Nationalpark Senne-Eggegebirge e.V.

  • Kulturausschuss Leopoldstal e.V.

  • GesUndTourismus Horn-Bad Meinberg GmbH

  • Nationalparkfreunde OWL e.V.

  • Yoga Vidya e.V.

  • Aktionsbündnis: Schützt Menschen und Tiere im Detmolder Westen e.V.

  • LIPPE ökoLOGISCH

Die einzelnen Stellungnahmen im Detail

Wirtschaftsförderung der Stadt Horn-Bad Meinberg

„Marion Wessels, Wirtschaftsförderin – 13.01.2025“

Natur und Gesundheit liegen voll im Trend. Die Region Teutoburger Wald – auch als „Heilgarten Deutschlands“ bezeichnet – kann hier viel in die Waagschale werfen. Besonders im ländlichen Raum Ostwestfalen-Lippes ist der Gesundheitstourismus ein wirtschaftlich bedeutsames Marktsegment. Horn-Bad Meinberg kann hier als Kurort und prädikatisiertes Heilbad von der Bekanntheit seiner Sehenswürdigkeiten (Externsteine, Velmerstot, Silberbachtal) profitieren und mit seinem wertvollen Naturraum punkten. Noch.

Denn diese Naturschätze sind gefährdet, sollten die Windkraftplanungen des Landesverbandes Lippe realisiert werden. Zwar bieten die Höhen von Teutoburger Wald und Egge durchaus günstige Standortfaktoren für Windenergie, diese natürlichen Ressourcen sind aber eben auch natur- und gesundheitstouristisch – und damit gesamtwirtschaftlich – besonders attraktiv. Ein klassischer Zielkonflikt.

Nach der Kurorte-Krise in den 1990er Jahren hat sich Horn-Bad Meinberg neu aufgestellt, weg von der Kur, hin zu Gesundheit, Naturerlebnis und Wellness. Horn-Bad Meinbergs gesundheitstouristischer Sektor schafft Arbeitsplätze und Einkommen, nicht nur in Gastgewerbe und Reisedienstleistungen, sondern auch in verwandten Branchen wie Einzelhandel und Transport. Er wirkt als Wachstumsmotor, regt Investitionen in die Infrastruktur an, fördert eine positive Standortentscheidung für Unternehmensansiedlungen und hilft bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften nach dem Motto „Da wohnen und arbeiten, wo andere Urlaub machen“.

Dieser vielschichtige Einfluss zeigt, wie grundlegend der Gesundheitstourismus für die Wirtschaftsentwicklung der Stadt ist. Wenn wir also die finanziellen Einzelinteressen des Landesverbandes Lippe in Abwägung zur strategischen Gesamtausrichtung der Stadt Horn-Bad Meinberg und damit der Gesundheitsregion OWL betrachten, liegt eine Lösung des Zielkonfliktes klar auf der Hand: Keine Windkraftanlagen auf dem Höhenzug von Teuto und Egge!

BUND-Ortsgruppe Lippe-Südost

„Nicole Heithecker – 13.01.2025“

Der BUND-NRW begrüßt die gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen zur Energiewende ausdrücklich. Dazu gehört als Brückentechnologie auch die Windenergie. Hierbei ist die Standortwahl entscheidend für die inzwischen bis zu 280 Meter hohen Anlagen. Allerdings darf der Artenschutz nicht dem Klimaschutz geopfert werden! Beides muss gleichberechtigt nebeneinander verfolgt werden! Wahrhaftiger Klimaschutz muss alle Belange, wie insbesondere die CO2-Speicherkapazität intakter Waldflächen, abwehren.

Der Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge ist der ökologische und natur-touristische Schatz Lippes und laut Bundesamt für Naturschutz einer der letzten Hotspots der Artenvielfalt in unserem Land. Ein schmaler, aber langgezogener Wildkorridor, zu Lande wie in der Luft. Ein Biotop-Verbund und Refugium für viele Tiere, insbesondere auch schützenswerte und wertvolle Arten wie Fledermäuse, Feuersalamander, Uhu etc. Ein nicht zu vernachlässigendes Argument für die Bewahrung ist aber auch das Erholungspotenzial für den Menschen.

Horn-Bad Meinberg übererfüllt mit 24 Windenergieanlagen (bisher keine davon im Wald) bereits heute die Ausbauziele für 2027 und 2032 und hat weitere Standorte in Übereinstimmung mit der Regionalplanung in der offenen Landschaft vorgesehen. Entgegen der Regionalplanung sowie demokratisch legitimierter Entscheidungsprozesse und dem erklärten Willen der Stadt Horn-Bad Meinberg planen der Landesverband Lippe und Stephan Prinz zur Lippe rechtlich äußerst fragwürdig 33 Windindustrieanlagen im industriellen Maßstab (263m Höhe) auf Kosten des ökologischen und natur-touristischen Tafelsilbers Lippes.

Aus diesen Gründen sollte sich der Landesverband Lippe auf seinen konservatorischen Auftrag besinnen, den ihm die lippischen Landesväter bei Gründung einst zugedacht hatten: Zum Hüter und Bewahrer des Teutoburger Waldes und weiterer Liegenschaften des ehemaligen Fürstentums hatte man ihn damals als Verband gegründet, damit er die regionalen Schätze treuhänderisch im Sinne der lippischen Bürger bewahren sollte. Nun wird diesem Windkraftprojekt so große Ablehnung aus der Bevölkerung entgegengebracht, dass dem LVL hoffentlich bewusst wird, dass er nicht mehr im Sinne seiner eigentlichen Bestimmung und seiner Statuten handelt.

Jedoch gehört Raumplanung – insbesondere auch in Bezug auf die Standorte von Windenergieanlagen – in die öffentliche Hand, nicht in die von profitgeleiteten Unternehmen (mit denen der LVL hier kooperiert). Den Verlockungen des leicht verdienten Geldes nachzugeben, ist inakzeptabel und gefährdet obendrein die nach langjährigen gesamtgesellschaftlichen Abwägungen durch den Regionalplan OWL erreichte gesellschaftliche Befriedung in der Frage von Windenergiestandorten.

Wir erwarten vom Landesverband Lippe wie auch von Stephan Prinz zur Lippe, dass sie ihre jeweiligen Planungen für lukrative Windparks in den geschützten, hochsensiblen und ökologisch extrem wertvollen Kernbereichen des Naturparks Teutoburger Wald/Eggegebirge umgehend zurücknehmen. Weiterhin fordert die BUND-Ortsgruppe Lippe-Südost sämtliche Verantwortliche in Politik und Verwaltung auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Kreisebene zum sofortigen Handeln auf, um den hier zutage getretenen, ausschließlich profitgetriebenen Auswüchsen umgehend geeignet und nachhaltig Einhalt zu gebieten. (Schmelz…. :))

Förderverein Nationalpark Senne-Eggegebirge e.V.

„Hans Jürgen Wessels, Vorsitzender – 13.01.2025“

Fassungslos! Ich kann nicht glauben, dass die Delegierten der Verbandsversammlung das in Kenntnis der Umstände beschlossen haben. Da wird vom Landesverband Lippe (LVL) der Bau von 25 Windkraftanlagen (WEA) im feinsten Naturraum am Silberbachtal, Bauernkamp und nahe der Externsteine geplant, dort wo geologische Besonderheiten ungewöhnlich vielfältige Lebensräume geschaffen haben, die großen Naturräume Teutoburger Wald, Senne und Eggegebirge zusammentreffen und sich besonders viele Tiere im Wechsel zwischen diesen Naturräumen bewegen.

Seit langer Zeit ist diese vielfältige Landschaft nicht nur ein Eldorado für Flora und Fauna, sondern darüber hinaus auch eine ausgesprochen beliebte Region für unzählige Menschen, die für einige Stunden ihrem Alltag entfliehen, um natürliche Stille und das intensive Gefühl scheinbar noch ursprünglicher Natur zu genießen. Fachlich handelt es sich zu Lande und in der Luft um ein bedeutendes Wandergebiet für Wildtiere und zugleich um einen der 30 anerkannten deutschen Hotspots der Artenvielfalt, den einzigen in OWL, den einzigen, der NRW nicht nur am Rande berührt. Wenn man irgendwo in OWL keine WEA bauen sollte, dann doch vor allem in diesem Gebiet.

Das macht im Übrigen auch der erst im vergangenen Jahr verabschiedete Regionalplan sehr deutlich. Und an diesem „Leitbild für OWL“ hatte der LVL durch umfangreiche Stellungnahmen konstruktiv mitgewirkt. Dass diese über 10 Jahre mit ungezählt vielen Beteiligten mühsam erarbeiteten und am Ende vom Regionalrat beschlossenen Raumplanungen von einem Beteiligten – noch dazu von einer öffentlichen Körperschaft – schon nach wenigen Monaten konterkariert werden, hätte ich vor einigen Wochen noch für undenkbar gehalten.

Warum hat die Landesverbandsversammlung so entschieden? Ignoranz? Unwissenheit? Wurden die Delegierten möglicherweise unzureichend oder falsch informiert? Wir werden in OWL mehr und schneller Flächen für die Windenergie ausweisen, als im Rahmen der nationalen Planung von uns erwartet wird. Es geht hier folglich nicht um den Erfolg der Klimawende, sondern ausschließlich um wirtschaftliche Interessen. Diesen sollen die herausragend wichtigen Lebensräume, wertvollen Naherholungsgebiete und wunderschönen Landschaftsbilder geopfert werden. Alle Verfahrensbeteiligten – allen voran die Delegierten des LVL – sollten das in ihrer Macht Stehende unternehmen, um dieses fatale Vorhaben zu stoppen.

Kulturausschuss Leopoldstal e.V.

„Andreas Brinkmann, Vorsitzender – 13.01.2025“

Horn-Bad Meinberg ist eine von mehreren Städten im Kreis Lippe. Bekannt ist sie insbesondere durch ihre malerische Lage am Rande des Teutoburger Waldes und des Eggegebirges. Die Externsteine und die Lippische Velmerstot, welche von einer Heidelandschaft und Sandsteinfelsen umgeben ist, sind nur zwei der Hotspots, die die Stadt Horn-Bad Meinberg umgeben und den Naturpark bilden. Horn-Bad Meinberg bedeutet: unberührte Natur erleben!

Dass wir sehr gerne – und viele von uns seit Generationen – in Horn-Bad Meinberg wohnen und leben, liegt insbesondere an der facettenreichen Natur in Form hiesiger Wälder. Einerseits sind sie für viele Bürgerinnen und Bürger der Grund dafür, sich heimisch zu fühlen und seit Generationen zu bleiben. Andererseits stellt die ihresgleichen suchende Natur einen Ausgangspunkt dafür dar, dass in den letzten Jahren Familien hinzugezogen sind, die Stadt bereichern und sich in ihr engagieren. Die Wälder rahmen unsere Stadt und machen sie zu einem lebenswerten Ort, der neben einer idyllischen Heimat auch ein wichtiges touristisches Ziel darstellt.

Die Hotspots ziehen jährlich eine Vielzahl an Besucherinnen und Besuchern nach Horn-Bad Meinberg. Allein die Externsteine werden jährlich von ca. einer halben Million Menschen besucht. Durch das Vorhaben des Landesverbandes sehen wir die spezifische Charakteristik unserer Stadt und somit ihre Attraktivität für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, ebenso für potenzielle Besucherinnen und Besucher, stark gefährdet. Das Agieren des Landesverbandes kann daher nachvollziehbarerweise als „Angriff“ auf das zentrale Merkmal und somit die Identität der Stadt Horn-Bad Meinberg verstanden werden.

Als ehrenamtlich Engagierte im Kulturausschuss Leopoldstal e.V. sind wir gewohnt, dass wir uns gemeinsam mit einer Vielzahl an Bürgerinnen und Bürgern (u.a. organisiert in Vereinen etc.) dafür einsetzen, Horn-Bad Meinberg als attraktiven Wohn- und Lebensort zu gestalten, für Jung und Alt. Dabei arbeiteten wir bisher Hand in Hand mit der Stadt und politischen Vertreterinnen und Vertretern. Ein wertschätzendes und transparentes Miteinander sind wir gewohnt, auch bei potenziellen sachlichen Uneinigkeiten, und das wertschätzende Miteinander ist die Motivationsquelle einer Vielzahl an ehrenamtlichen Bemühungen.

Als ehrenamtlich Engagierte im Kulturausschuss Leopoldstal e.V. trifft uns der „Angriff“ des Landesverbandes sehr. Er wird auch von vielen Bürgerinnen und Bürgern als „hinterrücks“ wahrgenommen. Wir sind betroffen und enttäuscht, da der Landesverband seine Absicht im Vorfeld nicht teilte und somit beispiellos schonungslos gegen die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger agiert. Ein Informieren und „Mitnehmen“ wäre aus unserer Sicht das Mindestmaß eines gemeinsamen Einsatzes für die Stadt und somit auch für den Kreis Lippe.

GesUndTourismus Horn-Bad Meinberg GmbH

„Thorsten Brandt, Geschäftsführer und Kurdirektor – 13.01.2025“

Der Wald, die örtliche und die Umgebungsnatur mit ihren zahlreichen Wanderwegen sollten insbesondere aus touristischer Sicht erhalten bleiben. Die Gesamtanzahl der geplanten Windkraftanlagen in ihrer Größe und deren Gesamtdimension verändern hier das Gesamtbild intensiv und beeinflussen potenzielle Urlauber bei der Entscheidung der Destination ihres nächsten Erholungsaufenthalts. Dies hat für uns negative Auswirkungen.

Ein Naturtourismus mit diesen Mega-Windkraftanlagen ist in der Vermarktung schwer zu vermitteln. Welcher Wanderer hat Lust, sich von Windkraftanlagen umgeben in der Natur zu bewegen? Seit einiger Zeit schreiten wir mit allen Akteuren im Ausbau eines qualitativen Tourismus mit Erfolg voran. Dabei hilft uns das zukünftige Erscheinungsbild der Region mit noch mehr Windkraftanlagen nicht, sondern wäre aus meiner Sicht ein Rückschritt für den Tourismus.

Die geplante Anzahl und Größe der Anlagen stehen mit dem Tourismus und dem Hintergrund des Naturerlebnisses und der Erholung/Ruhe im Widerspruch. Im Hinblick auf das Landschaftsbild und die Erwartungen der Urlauber ist eine übermäßige Anzahl von Windkraftanlagen nicht förderlich. Insgesamt ist eine Balance zwischen den Bedürfnissen des Naturtourismus und der Notwendigkeit, erneuerbare Energiequellen zu fördern, erforderlich.

Nationalparkfreunde OWL e.V.

„Günter Till, Peter Allroggen und Diana Ammer, Vorstand – 13.01.2025“

Wir haben einen Traum. So wie Prof. Dr. Grzimek einst für die Serengeti kämpfte, so wollen wir Nationalparkfreunde OWL e.V. uns für einen dauerhaft geschützten Wald zwischen Marsberg und Osnabrück einsetzen. Unser als gemeinnützig anerkannter Verein mit Sitz in Horn-Bad Meinberg hat sich vor eineinhalb Jahren gegründet, um sich insbesondere für die Flächen im Bereich des Eggegebirges und des Teutoburger Waldes einzusetzen. Wir wollen wissenschaftlich fundiert die Diskussionen zum Erhalt der Natur in unserer Heimatregion bereichern und versachlichen und sehen es als unsere Verpflichtung an, uns dafür einzusetzen, unser Naturerbe für künftige Generationen zu erhalten.

Wir positionieren uns daher klar gegen die 33 riesigen Windenergieanlagen zwischen Gauseköte und Silberbach, die der Lippische Landesverband und das Fürstenhaus Lippe dort im Herzen unserer kostbaren Natur errichten wollen. Durch Aufstellflächen, riesige Fundamente und aufwändige Zuwegungen wird großflächig der sensible Gebirgskamm mit seinen verschiedenen Waldfunktionen dauerhaft und zum Teil unwiederbringlich versiegelt und damit zerstört.

Neben den Auswirkungen auf den Teutoburger-Wald-Tourismus mit Hermannsdenkmal, Externsteinen, Adlerwarte Berlebeck und andere Destinationen, die neben den bis zu 263 m hohen Anlagen zwergenhaft erscheinen, bedrohen diese Planungen einen erheblichen Teil der nordwesteuropäischen Fledermauspopulationen, die in den Höhlen im Bereich von Horn-Bad Meinberg ihre Überwinterungsquartiere haben.

2006 wurden die Externsteine in die Liste der bedeutendsten Nationalen Geotope aufgenommen. Sie zählen seitdem wie die Insel Helgoland, das Wattenmeer oder die Kreidefelsen auf Rügen zu den bedeutendsten Geotopen der Bundesrepublik Deutschland. Der Erhalt und der Schutz des Waldes und der gesamten Natur auf den Kammlagen sind neben dem Tourismus und der Naherholung elementar für den Erhalt des Staatsbades Bad Meinberg und die Entwicklung des staatlich anerkannten Luftkurortes Holzhausen-Externsteine.

Im Namen der Energiewende und des Klimauschtzes darf nicht das zerstört werden, was wir erhalten wollen: Wälder und Naturlandschaften als CO2-Speicher und in ihrer einzigartigen Bedeutung für Menschen, den Artenschutz und die Biodiversität. Wesentliche Ziele für den Schutz des Klimas, der Artenvielfalt und der Natur werden so konterkariert und die Bestrebungen an anderer Stelle zunichte gemacht. Alle vorgesehenen Standorte sind ungeeignet, der alte und der zukünftige Regionalplan werden genauso ignoriert wie demokratische Entscheidungsprozesse.

Das einzige Kriterium der Planungen für Standort, Anzahl und Größe der Anlagen scheint der höchstmögliche Windertrag, also maximal zu erwartende Profite zu sein. So entsteht eine Industriefläche zu Lasten der Pflanzen und Tiere des Waldes in den Bereichen, die laut Landesentwicklungsplanungen als Bereiche für den Naturschutz (BNS) und als Wasserschutzgebiete vorgesehen sind und damit eigentlich für Windkraftanlagen tabu sind.

Dabei hat insbesondere der LVL laut seinen Punktationen, aber auch Stephan zur Lippe die tatsächliche und moralische Pflicht, den ihnen anvertrauten bzw. vererbten Wald, unser aller Erbe, für die nächsten Generationen zu erhalten. Man will hier offensichtlich eine vermeintliche Gesetzeslücke ausnutzen und brandmarkt jeden Widerstand dagegen als sinnlos oder rechtswidrig, um Vorbescheide auf die Schnelle zu erreichen, die dann kaum noch zu stoppen sein werden. Diese Vorgehensweise ist falsch und gefährdet den gesellschaftlichen Konsens weit über das Thema Windenergie und Klimawandel hinaus.

Wir fordern alle Menschen auf, denen der Erhalt unserer Lippischen Heimat und unser Naturschatz am Silberbach, an der Hohlsteinhöhle und an den Externsteinen am Herzen liegt, unsere Petition zu unterschreiben: https://www.openpetition.de/!frljk

Yoga Vidya e.V.

„Sukadev Bretz, Leiter – 13.01.2025“

Als Leiter von Yoga Vidya begrüße ich den Ausbau regenerativer Energien ausdrücklich. Unsere Gäste, die oft ein starkes ökologisches Bewusstsein mitbringen, unterstützen diese Entwicklung ebenfalls. Gleichzeitig kommen sie zu uns nach Bad Meinberg, um in der Ruhe und unberührten Natur Kraft zu tanken, spirituelle Erfahrungen zu machen und sich zu erholen.

Der Bau von Windkrafträdern im Naturpark Eggegebirge/Teutoburger Wald, etwa am Silberbachtal, könnte das empfindliche ökologische Gleichgewicht stören und die besondere Atmosphäre dieser Landschaft beeinträchtigen. Gerade für Menschen, die Erholung und spirituelle Inspiration suchen, ist diese natürliche Umgebung von unschätzbarem Wert.

Ich appelliere daher an die Verantwortlichen, alternative Standorte zu prüfen, die sowohl die Energiewende voranbringen als auch den Schutz dieser einzigartigen Region und ihrer Bedeutung für Menschen und Natur gewährleisten. Nachhaltigkeit bedeutet, ökologische, spirituelle und touristische Bedürfnisse gleichermaßen zu respektieren.

Aktionsbündnis: Schützt Menschen und Tiere im Detmolder Westen e.V.

„Michael Kloppenburg, 2. Vorsitzender – 20.01.2025“

Windkrafträder sollen nutzen und nicht schaden

Jede Medaille hat zwei Seiten. Windkraftanlagen sind notwendig für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger, der Unternehmen, der Industrie mit Strom. Doch wo sie gebaut werden, kommt es auch zu nachteiligen Entwicklungen, u.a. zur Zerstörung von Böden, von Landschaften und zur Tötung von Tieren. Deshalb ist bei der Planung von Standorten auf die Verträglichkeit mit der Umwelt zu achten. Landbesitz muss hierbei eine nachgeordnete Rolle spielen.

Die Bezirksregierung Detmold hat die Umweltverträglichkeit bei Windenergieanlagen im Blick. Sie möchte etwa 14.000 Hektar Fläche für Windräder bereitstellen. Investoren stellen derzeit zuhauf Anträge, da das Windkraftgeschäft lukrativ und gewinnbringend ist. Unter den Anträgen befinden sich auch Standorte, die für Windkraftanlagen nicht geeignet sind. Dazu gehören das Silberbachtal, der Teutoburger Wald und die Gauseköte.

Argumente gegen den Windkraftausbau in den lippischen Wäldern

Diese wichtigen touristischen Ziele und Erholungsorte für Mensch und Tier in Lippe sind von Windkraftanlagen freizuhalten. Der deutsche Wald ist derart geschädigt, dass er seit sieben Jahren nicht mehr die Aufgabe als wichtigster Klimaschützer erfüllen kann, belegen der Bundes- und Landeswaldbericht NRW 2024. Deutsche Wälder produzieren CO2 aufgrund ihrer großflächigen Schädigungen – als CO2-Senken funktionieren sie nicht mehr. Deshalb müssen die Waldregionen geschützt werden. Nur so kann sich der Wald erholen und seine Funktionen wieder erfüllen.

In den Wald Windkraftanlagen bauen zu wollen, ist kontraproduktiv. Von erneuerbaren Energien kann hier nur eingeschränkt gesprochen werden, da Windkrafträder in Waldgebieten den Wald zerstören und so der Klimawandel weiter vorangetrieben wird.

Das Einbringen von Beton in den Boden zur Befestigung der Anlagen, für Zufahrtswege und zur Wartung der Windräder zerstört die Waldbodenbeschaffenheit nachhaltig. Wo Beton eingebracht wird, kann kein Baum, kein Strauch wachsen. Der Wald kann sich nicht erholen. Dringend notwendige Biotopverbände werden unterbrochen und auf Jahrzehnte hin zerstört.

Geschützte Regionen achten

Das Silberbachtal gilt als einer der Hotspots der Biodiversität, einer von nur noch sehr wenigen in Deutschland. Das FFH-Gebiet Silberbachtal mit Ziegenberg (Kennung DE-4119-303) umfasst 138,7396 Hektar. Die Region ist streng geschützt. Hier wachsen Orchideen, leben seltene Fische (Groppe) und streng geschützte Vögel (Wachtelkönig, Uhu). Dieser Bestand ist einzigartig.

FFH-Gebiete sind unter Schutz gestellt, weil sie Schutz notwendig haben. Der Regionalplan OWL berücksichtigt dies bei seiner Windkraftplanung und spart solche Gebiete als mögliche Standorte für Windkraftanlagen aus. Seriöse Investoren halten diese Regelungen ein.

Mit dem Regionalplan OWL nicht konforme Windkraftpläne abweisen

Viele Bürgerinnen und Bürger wehren sich gegen die Pläne der Windkraftplaner in den Bereichen Silberbachtal, Teutoburger Wald und Gauseköte. Der normale Menschenverstand reicht aus, um die Wald- und Landschaftszerstörung in dieser Region vorauszusehen. Deshalb wurden diese Bereiche bei der Planung von Windkraftanlagen im Rahmen des Regionalplans OWL herausgelassen. Die Regionalratkonferenz Detmold hat sich in Abstimmung mit der Bezirksregierung, den Landkreisen und Kommunen auf Flächen für Standorte für Windkraftanlagen geeinigt (Regionalplan OWL, F22). Diese demokratischen Abstimmungsprozesse sollten nicht von privaten Investoren unterlaufen werden.

Dem Landesverband Lippe und Stephan Prinz zur Lippe mit ihren Investoren steht es frei, Kompromisse zu finden, unter anderem Flächentausch mit anderen Landbesitzern. Wir appellieren an die Verantwortung zum Erhalt der heimischen Wälder mit ihrer Flora und Fauna. Landbesitzer und Investoren müssen kompromissbereit sein und andere Standorte suchen.

Zudem sind andere erneuerbare Energiemöglichkeiten als alternative Einnahmequellen zu prüfen, u. a. Solar- und Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Immobilien vom Landesverband sowie von Prinz Stephan zur Lippe. Der Immobilienbestand ist umfangreich, die Dachflächen groß und größtenteils derzeit ungenutzt.

Wir unterstützen die Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadt Horn-Bad Meinberg in ihrem Ansinnen, den Bau der geplanten 33 Windkrafträder zu verhindern. Der Kreis Lippe möge den beantragten Vorbescheiden für die 33 Windkrafträder nicht zustimmen und die Nachschärfung der Bundesregierung zur Gesetzeslage von Windkraftanlagen, die NRW-Ministerin Mona Neubaur angestoßen hat, abwarten.

LIPPE ökoLOGISCH

„Helmut Krüger, Sprecher – 21.01.2025“

Windkraft im Wald: Beton und Naturerhalt – Passt beides zusammen oder muss man sich entscheiden?

Die Windenergie erlebt gerade den größten Boom in der Geschichte Deutschlands. In Deutschland sind nach Angaben der Bundesnetzagentur rd. 30.620 Anlagen mit einer Leistung von 72.700 MW in Betrieb (Stichtag: 31.12.2024). 2024 haben die Behörden bundesweit etwa 2.400 weitere Windräder genehmigt mit einer Gesamtleistung von etwa 14.000 MW. Das sind 85 % mehr als 2023. Klar ist: Deutschland benötigt den Ausbau von erneuerbaren Energiezweigen, u. a. Windkraft, in den derzeit unruhigen Zeiten, geprägt durch den russischen Überfall auf die Ukraine.

Aktuell führt Nordrhein-Westfalen den Windkraftausbau in Deutschland an. Die schwarz-grüne Landesregierung nannte beim Amtsantritt im Juni 2022 das Ziel: 1.000 zusätzliche Windkrafträder bis 2027. Der Kreis Höxter hat nach der Fachagentur Wind und Solar im Jahr 2024 einen Zuwachs von 132 Neuanlagen genehmigt. Das sind mehr Genehmigungen als in Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

Allerdings ist die Standortfrage von Windkrafträdern enorm wichtig, da damit auch Nachteile verbunden sind. Bis zu 90 Meter lange Rotorblätter, schwere Turmsegmente und Narben müssen mit etwa 15 Sondertransporten zu den Standorten gefahren werden. Das ist nur auf breiten Zuwegungen möglich, die u. a. durch Baumfällungen geschaffen werden müssen.

Hinzu kommen: Schattenwurf und Geräuschbelästigung bei naher Wohnbebauung, teilweise Tötungen von Vögeln (Schreddern durch Rotorblätter), große Massen von Betoneinbringungen in den Boden (z. T. 30 Meter tief) für die Fundamente, stabile Wege zum Transport der Baumaterialien, der Bauteile und betonierte Kranstandorte für mögliche Reparaturen von Windkraftanlagen.

Teilweise kann Abhilfe geschaffen werden, u. a. durch Warnvorrichtungen für Vögel, damit sie den Rotorblättern ausweichen. Der Betoneinsatz ist jedoch unerlässlich, u. a. aus Sicherheitsgründen für die Standfestigkeit der Windräder. Das bedeutet eine großflächige und z. T. tiefe Versiegelung von Böden. Jeder weiß: Wo Beton eingebracht wird, wächst nichts mehr. Dennoch, teilweise müssen diese Nachteile in Kauf genommen werden, um den Ausbau der erneuerbaren Energie voranzutreiben. Windkraftanlagen im Wald sind allerdings besonders in den Blick zu nehmen.

Windkraft: Naturverträglicher Ausbau

Windkraftanlagen wurden bislang vorwiegend im Offenland gebaut, auf Äckern und Wiesen. Nun verbreitet sich die Idee vermehrt, Windkraftanlagen in die Wälder zu bauen, da diese sowieso geschädigt und kaputt sind. Der Bundeswaldbericht belegt infolgedessen erschreckende Fakten für den deutschen Wald: Nur jeder fünfte Baum ist laut Bundeslandwirtschaftsministerium noch gesund.

Als wichtigster Klimaschützer funktioniert der Wald seit sieben Jahren nicht mehr, im Gegenteil. Der Wald kann kein CO2 mehr speichern, er produziert aufgrund seiner Schädigungen vermehrt CO2. Die von der Bundesregierung einberechnete Klimaschutzfunktion des Waldes als Gegenmaßnahme zum Stoppen oder Verlangsamen des Klimawandels funktioniert nicht mehr.

Die logische Konsequenz wäre ein sofortiger, umfassender, nachhaltiger Waldschutz, damit sich durch natürliche Naturverjüngung, durch das Wachsen von kleinen Bäumchen, der Wald in den nächsten Jahrzehnten erholen und seine Klimaschutzfunktion wieder erfüllen kann. Aufgrund von forstwirtschaftlichen Fehlentwicklungen in der Vergangenheit (u. a. Fichtenmonokulturen) sind große Waldvernichtungsflächen, sogenannte Kalamitätsflächen, entstanden. Hier könnten nun Windkrafträder gebaut werden, so lauten Ideen für den kranken Wald, paradoxerweise.

Dass vermehrt Windkraftwerke in Waldregionen entstehen sollen, wirft viele Fragen auf. Avisiert für zahlreiche Windkraftanlagen sind Waldregionen, u. a. der Reinhardswald in Hessen und solche, die kürzlich zur Auswahl für die Ausweisung zu einem Nationalpark standen, wie der Teutoburger Wald / Eggegebirge als „Nationalpark Egge“. Wälder, die als mögliche Nationalparkgebiete geeignet gewesen wären, sollen nun zu „Windkraftwäldern“ werden?

Dorothea Epperlein, Waldexpertin von Greenpeace, sagt dazu:

„Wir brauchen erneuerbare Energien – aber der Bau von Windrädern in geschützten oder ökologisch wertvollen Wäldern ist nicht akzeptabel und für den Klima- und Artenschutz absolut kontraproduktiv.“

Windkrafträder im Teutoburger Wald: Toxisch für die Biodiversität und Walderholung

Das ausgerufene Ziel von 1.000 neuen Windkrafträdern in Nordrhein-Westfalen könnte voraussichtlich erreicht werden. Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie berechnete zum Stichtag 15.11.2024 einen Nettozubau von 86 Windkrafträdern und eine Genehmigung von 973 Windkrafträdern (noch nicht in Betrieb), berichtete „Der Spiegel“ (Die Blitzableiter, 4.01.2025, Seite 32-35). Die Crux daran ist, dass 40 % der beantragten Windräder in Gebieten liegen, die dafür vom Regionalplan nicht vorgesehen sind.

Ministerin Mona Neubaur wollte deshalb den Behörden erlauben, die Genehmigungsverfahren für solche Anträge auszusetzen, um einen Wildwuchs zu vermeiden. Dieses Ansinnen wurde vom Oberverwaltungsgericht in Münster im September 2024 gekippt, da es voraussichtlich rechtswidrig sei. Eine Misere, die ein Vakuum und Streitigkeiten entstehen lässt.

Die Standortfrage für Windkrafträder hat der Regionalplan OWL klar formuliert und festgelegt. Ausgenommen wurden Bereiche im Teutoburger Wald, Gauseköte, Silberbachtal und Hohlsteinhöhle aus guten Gründen. Hier befinden sich für Deutschland einzigartige Biodiversitätshotspots nach Angaben vom Bundesamt für Naturschutz sowie Naturschutz- und Trinkwasserschutzgebiete.

Der Landesverband Lippe und Stephan Prinz zur Lippe besitzen in diesen Regionen Waldflächen. Deshalb möchten sie gemeinsam mit Windkraftinvestoren, u. a. Städtische Werke Aktiengesellschaft Kassel, Windindustrieanlagen auf den Höhenzügen errichten. Derzeit sind 33 Anlagen mit einer Höhe von 263 Metern bzw. 247 Metern geplant. Um derartig große Anlagen stabil bauen und warten zu können, ist das Einbringen von großen Betonmassen notwendig, wie oben beschrieben, sowie das fällen von Bäumen zum Bau der Anlagen und Wege. Kulturlandschaften und Lebensräume von geschützten Tierarten werden zerstört.

Vorbescheiden nicht zustimmen, Gesetzeslücken schließen

Private Investoren versuchen die entstandene Gesetzeslücke zu nutzen, gegen den Willen des Stadtrates Horn-Bad Meinberg (einstimmiger Beschluss gegen die Windkraftanlagen), gegen das Votum vieler Bürgerinnen und Bürger in Lippe und deutschlandweit, wie Bürgerveranstaltungen in der Region und die Online-Petition zeigen.

Sie negieren mit solchen Plänen schützenswerte und bedeutende Natur- und Kulturregionen wie Velmerstot, Silberbachtal, Hohlsteinhöhle, Externsteine, Hermannsdenkmal, Adlerwarte Berlebeck, die von mehrfach ausgezeichneten Wanderwegen durchzogen sind, unersetzlich für den naturnahen Tourismus. Die Anstrengungen von den Städten und Kommunen, den naturnahen Tourismus der Region weiter zu fördern, würden beim Bau der Anlagen konterkariert.

Das Staatsbad Bad Meinberg und Luftkurorte wie Holzhausen-Externsteine und Hiddesen sind auf die Natur angewiesen, um als Bäder und Luftkurorte gelten zu können und um Touristen anzuziehen. Das Silberbachtal und der Teutoburger Wald sind wichtige touristische Ziele in Lippe, besonders aufgrund ihrer prämierten Wanderwege. Wer will hier wandern, wenn der Wald durch Windkraftanlagen und durch Beton zerstückelt wurde? Naturerlebnisse und Erholung würden durch die derzeitigen Windkraftpläne verunmöglicht. Die Regionalkonferenz Detmold hat geeignete Flächen für Windkraftanlagen ermittelt. Hieran sollten sich Investoren wie Waldbesitzer halten.

Das Netzwerk LIPPE ökoLOGISCH fordert den Kreis Lippe auf, den beantragten Vorbescheiden für den Bau der 33 Windkraftanlagen nicht zuzustimmen. Die Bezirksregierung Detmold bitten wir, die Regionalplanziele bezüglich des Windkraftausbaus umzusetzen. Die Bundesregierung möge die entstandene Gesetzeslücke schließen und schnell ein Gesetz erlassen, das klare Regeln für Windkraftanlagen beinhaltet und ausschließlich gewinnorientierte Ansinnen ohne Rücksichtnahme auf Naturbelange von Landbesitzern sowie Investoren unterbindet.

Source: September 17, 2025 – Project Start: No Wind Turbines in the Eggegebirge / Teutoburg Forest Nature Park – What Is It About?

From: https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/protest-windraeder-eggegebirge-teutoburgerwald-100.html Abridged: „January 22, 2025 – Protest Against Wind Turbines in the Eggegebirge / Teutoburg Forest Nature Park“

The Landesverband Lippe, Prince zur Lippe, and other investors are planning a total of 33 new wind turbines in the Eggegebirge/Teutoburg Forest Nature Park. In the article, those who oppose the project are described as follows: „They fear that nature will be destroyed and tourism will suffer as a result.“

The Landesverband Lippe wants to use the wind turbines to contribute to climate protection. Jörg Düning-Gast from the Landesverband emphasizes:

„We need wind power and want to make our contribution to climate protection. Global warming is, after all, far more dangerous for biodiversity.“

[My objection: A wind turbine is not a contribution to climate protection, because coal is being mined elsewhere in the world to produce them, and air knows no borders.]

„I understand the emotional reasons against the wind turbines, but for us, it cannot be about emotional reasons,“ Jörg Düning-Gast continues. According to him, wind turbines in forested areas are actually better because they are far away from residential areas and do not disturb residents. He also states that there are no statistics proving that tourism would suffer from the construction of wind turbines.

[My comment: I’ll go ahead and claim that there are no studies on either of these stated facts yet, simply because it is still too new.]

Opponents of the wind turbines—including conservationists, economic developers, and the city of Horn-Bad Meinberg—argue that these areas are the most beautiful corners of the Lippe region. They state that the wind turbines would impact both the attractiveness of the region and its flora and fauna.

The district of Lippe will decide whether the wind turbines will actually be built. It is currently assessing whether building the facilities on the grounds of the Eggegebirge and Teutoburg Forest Nature Park would be environmentally compatible and whether, for example, the wildlife and plant life could be overly threatened by it.

Position of the BUND Against the Planned Wind Farms

From: https://bielefeld.bund.net/service/meldungen/detail/news/bund-gegen-geplante-windparks-im-teutoburger-wald/ – „BUND Against Planned Wind Farms in the Teutoburg Forest“ (July 18, 2025)

The BUND demands: „Areas for the protection of nature“ and ecologically valuable forest areas must be exclusion zones for wind energy. Since a potential National Park backdrop is affected, BUND NRW has now filed a lawsuit against the wind farm in the Teutoburg Forest.

The BUND has been fighting for many years for the nuclear phase-out and against climate-damaging coal-fired power plants. Without the dynamic expansion of renewable energies, the energy transition will not succeed. In Germany, we can still create significantly more capacity, especially in wind energy and photovoltaics (solar energy). However, there must not be an expansion of wind energy at any cost; it must be designed in a nature-compatible manner.

So, the BUND is against wind turbines if they are not nature-compatible. Which wind turbines are nature-compatible in Germany?

Consequently, the North Rhine-Westphalian state association of the German Federation for the Environment and Nature Conservation (BUND) has now filed a lawsuit with the Higher Administrative Court for the State of NRW in Münster against the approval of 7 wind turbines on the Gauseköte in the Teutoburg Forest. The Prince zur Lippe is planning a wind farm in his forest near Detmold. The plan involves utilizing approx. 400 hectares of forest, allegedly only on cleared spruce areas along the Gauseköte road between Schlangen and Detmold, according to the applicants. The installation areas are expected to lie directly adjacent to the nature reserve, the FFH area (European protected area for nature and landscape conservation), and the bird sanctuary. (Lol, sorry about the bird sanctuary).

Even if the facilities are planned to be set up on open spaces according to the blueprint, ecologically valuable forest must be cleared for access development. Furthermore, nature has largely reclaimed these alleged „calamity areas“ via natural regeneration, creating a deciduous mixed forest once again.

According to the regional plan, all affected forest areas are designated as an „Area for the Protection of Nature“ (BSN). They are therefore potentially future nature reserves. In its recommendations, the BUND excludes the construction of wind energy turbines in BSN areas.

[My question: Could this mean that these areas have already been set aside for the requirements of the Nature Restoration Law?]

The nature conservation associations in NRW have been fighting for a national park in OWL for years. This could be launched using areas in the Teutoburg Forest and the Egge, as well as the federal lands of the Senne military training area. According to LANUV expert opinions, both the forest areas in the Teutoburg Forest and the Eggegebirge, as well as the Senne military training area, are ecologically suitable for designation as a national park. If a large wind farm is now built in the border area between public forest to the east and the Eastern Teutoburg Forest nature reserve to the west, this perspective will be torpedoed.

In the interest of effective species and biotope protection in the forest, the BUND demands that at least 10% of forest areas or 20% of public forests be removed from commercial use. To achieve this goal, it is necessary to consistently protect the ecologically particularly valuable forests of the Teutoburg Forest. For these reasons, the Teutoburg Forest between Oerlinghausen and the Eggegebirge, which is already over 80% protected as a nature reserve and FFH area, should remain completely free of wind farms.

[My conclusion on this: So that actually makes total sense. There is such an easy opportunity right now to designate a nature reserve, which is extremely rare. But now Germany has to look into where they are actually going to designate and restore these areas? Or will they eventually say: Oops, we didn’t manage to do it? I’m not that familiar with the penalties yet. In the business world, it’s sometimes cheaper to accept a fine than to comply with the law.]

The Financial Pressure of the Landesverband Lippe

From: https://www.topagrar.com/energie/news/streit-wegen-windkraft-im-teuto-20012926.html (March 29, 2025)

In the Teuto region, wind power projects are triggering heavy headwind. The district of Lippe has received preliminary applications. Politicians are against the investors‘ plans, as are citizens and conservationists. They made an awesome photo montage showing what the Externsteine would look like with wind turbines behind them. Wow, crazy, that literally takes my breath away looking at it. No, that won’t do. Really not. They are supposed to be 263 meters high.

The Landesverband Lippe (LVL) sees wind turbines in the forest quite differently: namely, as an opportunity to flush money into its empty coffers. According to its own statements, the Landesverband has been under financial pressure for many years. They save wherever they can: for example, the Lemgo-based institution cut its staff from 1,300 positions in 1975 down to 160 in 2025. Today, they also think about how to improve the profitability of every single piece of land—primarily regarding the forest areas.

The association owns 15,700 hectares of forest. But forestry is a loss-making business. Due to forest dieback, the Landesverband lost a large part of its entire softwood business.

[My thoughts: Okay, so the Lippe association needs money. Funds from the EU / Germany for designating nature parks are probably not that generous, whereas a wind turbine is. After all, it brings in 10 times the monthly profit compared to forestry (at least in another example mentioned on this page).]

[What is missing from this calculation: What happens in 70 years? Who is responsible for the decommissioning? Is soil unsealing not a mandatory task for the operator here as well? Or rather, if they go bankrupt, they won’t be able to unseal or dismantle anything anymore. Then the district of Lippe will have these dead steel giants standing there forever. Apparently, the softwood business was important for the district, which no longer exists because of the monocultures.]

[A think tank should be created for Lippe to figure out how they could make money so that there is no reason to resort to this horror scenario. That would be a great local citizens‘ initiative! The citizens brainstorming together on how Lippe can bring money back in. For… well, for what exactly, would also be interesting. Schools, kindergartens, hospitals, libraries… things like that?]

The LVL estimates its deficit since 2018 at €19 million. The LVL is planning together with Lackmann Phymetric GmbH, Paderborn. The plans became known in November 2024.

[Quite a crazy sum. The district has 19 million euros less because of no more timber sales. Really? Annually? So there would need to be a source of income that brings in over €1 million a month. Not bad—with timber sales, Lippe earned €52,777 daily, all year round? Hm. Crazy.]

Statements on the Wind Energy Planning of the City of Horn-Bad Meinberg

From: https://www.horn-badmeinberg.de/Politik/Stellungnahmen-zur-Windenergieplanung/ (As of: April 8, 2025)

At the end of November, it became known that the Landesverband Lippe plans to erect up to eleven wind turbines in the Leopoldstal area and on the Bauernkamp. In addition, thirteen turbines west of the Externsteine were applied for in December by the Kasseler Städtische Werke Aktiengesellschaft in cooperation with the Landesverband Lippe. Of these, four are located within the urban area of Horn-Bad Meinberg and nine within the municipality of Schlangen.

The political leadership and administration of the city of Horn-Bad Meinberg unanimously reject the plans of the Landesverband Lippe. Since the plans conflict with the OWL regional plan—which designates these areas as forest zones where wind power is only permitted in exceptional cases and only with the municipality’s consent—the Committee for Urban Development and Real Estate refused municipal approval.

As demonstrated at the information event in the Burgscheune on December 10, 2024, the majority of Horn-Bad Meinberg citizens also reject the wind turbines at these locations. Numerous institutions, clubs, and associations have also voiced their opinions via statements. These statements are published here by the city of Horn-Bad Meinberg.

In addition to the facilities on the lands of the Landesverband Lippe, there are other applications for the construction of wind turbines. The district of Lippe had initially rejected the application for seven turbines on the Gauseköte. Following a hearing before the Higher Administrative Court (OVG) Münster—which surprisingly holds a different legal opinion on the matter than the district of Lippe and the Detmold district government—the district approved the seven turbines to avert compensation claims in the double-digit millions.

[My question: Oh wow. Interesting. What compensation claims? Climate targets?]

I am just pasting the statements below without commentary.

Overview of Statements:

  • Economic Development of the City of Horn-Bad Meinberg

  • BUND Local Group Lippe-Southeast

  • Association for the Promotion of the Senne-Eggegebirge National Park

  • Cultural Committee Leopoldstal e.V.

  • GesUndTourismus Horn-Bad Meinberg GmbH

  • Friends of the National Park OWL e.V.

  • Yoga Vidya e.V.

  • Action Alliance: Protect People and Animals in Western Detmold e.V.

  • LIPPE ökoLOGISCH

The Individual Statements in Detail

Economic Development of the City of Horn-Bad Meinberg

“Marion Wessels, Economic Developer – January 13, 2025”

Nature and health are highly trendy. The Teutoburger Wald region—also referred to as the „Healing Garden of Germany“—has a lot to offer here. Especially in the rural areas of Ostwestfalen-Lippe, health tourism is an economically significant market segment. As a spa town and certified health resort, Horn-Bad Meinberg can benefit from the fame of its landmarks (Externsteine, Velmerstot, Silberbachtal) and score points with its valuable natural environment. For now.

Because these natural treasures are endangered if the wind power plans of the Landesverband Lippe are realized. While the heights of the Teutoburg Forest and Egge certainly offer favorable location factors for wind energy, these natural resources are also particularly attractive for nature and health tourism—and thus for the economy as a whole. A classic conflict of objectives.

Following the spa resort crisis in the 1990s, Horn-Bad Meinberg repositioned itself, moving away from classic cures toward health, nature experiences, and wellness. Horn-Bad Meinberg’s health tourism sector creates jobs and income, not only in hospitality and travel services but also in related industries like retail and transport. It acts as a growth engine, stimulates infrastructure investments, promotes positive location decisions for corporate relocations, and helps attract skilled workers and executives under the motto „Live and work where others go on vacation.“

This multifaceted impact shows how foundational health tourism is for the city’s economic development. Therefore, when we weigh the individual financial interests of the Landesverband Lippe against the overall strategic direction of the city of Horn-Bad Meinberg and thus the OWL health region, the solution to this conflict of objectives is clearly obvious: No wind turbines on the ridge of Teuto and Egge!

BUND Local Group Lippe-Southeast

“Nicole Heithecker – January 13, 2025”

BUND-NRW explicitly welcomes society’s collective efforts toward the energy transition. This includes wind energy as a bridging technology. However, location choice is crucial for these facilities, which are now up to 280 meters tall. That being said, species protection must not be sacrificed for climate protection! Both must be pursued on equal footing! True climate protection must defend all concerns, particularly the CO2 storage capacity of intact forest areas.

The Teutoburg Forest/Eggegebirge Nature Park is Lippe’s ecological and nature-tourism treasure and, according to the Federal Agency for Nature Conservation, one of the last biodiversity hotspots in our country. A narrow but elongated wildlife corridor, both on the ground and in the air. A biotope network and refuge for many animals, especially protected and valuable species such as bats, fire salamanders, eagle owls, etc. Yet, an equally significant argument for preservation is the recreational potential for humans.

With 24 wind turbines (none of them in the forest so far), Horn-Bad Meinberg already exceeds the expansion targets for 2027 and 2032 and has designated further locations in the open landscape in accordance with regional planning. Contrary to regional planning, democratically legitimized decision-making processes, and the declared will of the city of Horn-Bad Meinberg, the Landesverband Lippe and Stephan Prinz zur Lippe are planning—in a legally highly questionable manner—33 industrial-scale wind turbines (263m high) at the expense of Lippe’s ecological and nature-tourism family silver.

For these reasons, the Landesverband Lippe should reflect on its conservationist mandate, which the founding fathers of Lippe originally intended for it: The association was founded back then as a guardian and preserver of the Teutoburg Forest and other properties of the former principality, so that it would protect regional treasures as a trustee in the interest of Lippe’s citizens. Now, this wind power project is facing such strong opposition from the population that the LVL will hopefully realize it is no longer acting in accordance with its original purpose and statutes.

Ultimately, spatial planning—especially regarding the locations of wind turbines—belongs in public hands, not in those of profit-driven corporations (with whom the LVL is cooperating here). Succumbing to the temptation of easy money is unacceptable and furthermore jeopardizes the social peace regarding wind energy sites achieved by the OWL regional plan after years of comprehensive societal balancing.

We expect the Landesverband Lippe as well as Stephan Prinz zur Lippe to immediately withdraw their respective plans for lucrative wind farms in the protected, highly sensitive, and ecologically extremely valuable core areas of the Teutoburg Forest/Eggegebirge Nature Park. Furthermore, the BUND local group Lippe-Southeast calls on all responsible parties in politics and administration at federal, state, district, and regional levels to take immediate action to promptly and sustainably halt these purely profit-driven excesses that have come to light here. (Meltdown…. :))

Association for the Promotion of the Senne-Eggegebirge National Park

“Hans Jürgen Wessels, Chairman – January 13, 2025”

Stunned! I cannot believe that the delegates of the association assembly approved this while being aware of the circumstances. The Landesverband Lippe (LVL) is planning the construction of 25 wind turbines in the finest natural space near the Silberbachtal, Bauernkamp, and near the Externsteine—where geological features have created unusually diverse habitats, where the large natural areas of the Teutoburg Forest, Senne, and Eggegebirge converge, and where a particularly high number of animals move between these habitats.

For a long time, this diverse landscape has been not only an Eldorado for flora and fauna but also an exceptionally popular region for countless people who escape their everyday lives for a few hours to enjoy natural silence and the deep feeling of seemingly pristine nature. Professionally speaking, it is a major migration corridor for wildlife on the ground and in the air, and at the same time one of the 30 recognized German biodiversity hotspots—the only one in OWL, and the only one that does not merely touch NRW on its fringes. If there is anywhere in OWL where wind turbines should not be built, it is precisely in this area.

Moreover, the regional plan passed just last year makes this very clear. And the LVL had actively and constructively contributed to this „vision for OWL“ through extensive statements. That these spatial plans—painstakingly developed over more than 10 years with countless stakeholders and ultimately approved by the regional council—are being countered by a participant, and a public corporation at that, just a few months later, is something I would have thought impossible just a few weeks ago.

Why did the state association assembly decide this way? Ignorance? Lack of knowledge? Were the delegates perhaps insufficiently or incorrectly informed? In OWL, we will designate more land for wind energy and do so faster than is expected of us under national planning. Consequently, this is not about the success of the climate transition, but purely about economic interests. The outstandingly important habitats, valuable local recreation areas, and beautiful landscapes are to be sacrificed for this. All parties involved in the process—first and foremost the delegates of the LVL—should do everything in their power to stop this fatal project.

Cultural Committee Leopoldstal e.V.

“Andreas Brinkmann, Chairman – January 13, 2025”

Horn-Bad Meinberg is one of several towns in the district of Lippe. It is known in particular for its picturesque location on the edge of the Teutoburg Forest and the Eggegebirge. The Externsteine and the Lippische Velmerstot, which is surrounded by a heath landscape and sandstone rocks, are just two of the hotspots that surround the town of Horn-Bad Meinberg and form the nature park. Horn-Bad Meinberg means: experiencing untouched nature!

The fact that we love living and residing in Horn-Bad Meinberg—and many of us have for generations—is primarily due to the multifaceted nature of our local forests. On the one hand, they are the reason why many citizens feel at home and have stayed for generations. On the other hand, this unparalleled nature is the reason why families have moved here in recent years, enriching the town and getting involved in it. The forests frame our town and make it a place worth living in, which, besides being an idyllic home, also represents an important tourist destination.

The hotspots attract a large number of visitors to Horn-Bad Meinberg every year. The Externsteine alone are visited by about half a million people annually. Due to the Landesverband’s project, we see the specific character of our town and thus its attractiveness for both the citizens of the town and potential visitors severely endangered. The actions of the Landesverband can therefore understandably be interpreted as an „attack“ on the core feature and thus the identity of the city of Horn-Bad Meinberg.

As volunteers in the Cultural Committee Leopoldstal e.V., we are used to working together with a large number of citizens (organized in clubs, etc.) to make Horn-Bad Meinberg an attractive place to live for young and old. In doing so, we have previously worked hand in hand with the city and political representatives. We are accustomed to a respectful and transparent cooperation, even during potential objective disagreements, and this appreciative interaction is the source of motivation for a multitude of volunteer efforts.

As volunteers in the Cultural Committee Leopoldstal e.V., this „attack“ by the Landesverband hits us hard. It is also perceived by many citizens as a „stab in the back.“ We are affected and disappointed because the Landesverband did not share its intentions beforehand and is thus acting with unprecedented ruthlessness against the city and its citizens. Informing us and „bringing us along“ would, in our view, be the bare minimum of a joint effort for the city and thus also for the district of Lippe.

GesUndTourismus Horn-Bad Meinberg GmbH

“Thorsten Brandt, Managing Director and Spa Director – January 13, 2025”

The forest, the local nature, and the surrounding environment with its numerous hiking trails should be preserved, particularly from a tourism perspective. The total number of planned wind turbines, along with their size and overall dimension, intensely alters the landscape view and influences potential vacationers when choosing the destination for their next recreational stay. This has negative consequences for us.

Nature tourism alongside these mega wind turbines is difficult to market. What hiker wants to move through nature while surrounded by wind turbines? For some time now, we have been successfully moving forward with all stakeholders in expanding quality tourism. The future appearance of the region with even more wind turbines does not help us in this regard; instead, in my view, it would be a step backward for tourism.

The planned number and size of the turbines contradict the concept of tourism and the background of nature experiences, relaxation, and tranquility. With regard to the landscape scenery and the expectations of vacationers, an excessive number of wind turbines is not beneficial. Overall, a balance is required between the needs of nature tourism and the necessity to promote renewable energy sources.

National Park Friends OWL e.V.

“Günter Till, Peter Allroggen, and Diana Ammer, Executive Board – January 13, 2025”

We have a dream. Just as Prof. Dr. Grzimek once fought for the Serengeti, we, the Nationalparkfreunde OWL e.V., want to advocate for a permanently protected forest between Marsberg and Osnabrück. Our non-profit organization, based in Horn-Bad Meinberg, was founded a year and a half ago to specifically campaign for the areas in the region of the Eggegebirge and the Teutoburg Forest. We want to enrich and objectify the discussions on nature preservation in our home region based on scientific facts, and we see it as our duty to commit ourselves to preserving our natural heritage for future generations.

Therefore, we clearly position ourselves against the 33 giant wind turbines between Gauseköte and Silberbach, which the Lippische Landesverband and the Princely House of Lippe intend to build right in the heart of our precious nature. Through deployment areas, massive foundations, and complex access roads, the sensitive mountain ridge with its various forest functions will be permanently and, in part, irreversibly sealed and thus destroyed.

In addition to the impact on tourism in the Teutoburg Forest with the Hermannsdenkmal, Externsteine, Adlerwarte Berlebeck, and other destinations—which appear dwarfed next to turbines up to 263 m high—these plans threaten a significant portion of the Northwestern European bat populations, which have their wintering quarters in the caves around Horn-Bad Meinberg.

In 2006, the Externsteine were included in the list of the most important National Geotopes. Since then, like the island of Heligoland, the Wadden Sea, or the chalk cliffs on Rügen, they count among the most significant geotopes in the Federal Republic of Germany. Beside tourism and local recreation, the preservation and protection of the forest and the entire nature on the ridge positions are elementary for maintaining the state spa Bad Meinberg and developing the state-recognized climatic health resort Holzhausen-Externsteine.

In the name of the energy transition and climate protection, we must not destroy what we intend to preserve: forests and natural landscapes as CO2 sinks and in their unique significance for humans, species protection, and biodiversity. Core objectives for protecting the climate, biodiversity, and nature are being thwarted, and efforts elsewhere are being undone. All designated locations are unsuitable; both the old and future regional plans are being ignored, as are democratic decision-making processes.

The sole criterion for the planning regarding location, number, and size of the facilities seems to be the highest possible wind yield—meaning maximum expected profits. Thus, an industrial area is being created at the expense of the forest’s plants and animals in areas that, according to state development plans, are designated as areas for nature conservation (BNS) and water protection zones, and should therefore actually be strictly off-limits for wind turbines.

Particularly the LVL according to its stipulations, but also Stephan zur Lippe, have the factual and moral duty to preserve the forest entrusted or inherited to them—our collective heritage—for future generations. There is an obvious attempt here to exploit a perceived legal loophole, branding any resistance as pointless or unlawful in order to quickly obtain preliminary permits that will then be nearly impossible to stop. This approach is wrong and jeopardizes the social consensus far beyond the topic of wind energy and climate change.

We call on all people who care about the preservation of our Lippe homeland and our natural treasure at the Silberbach, the Hohlsteinhöhle, and the Externsteine to sign our petition: https://www.openpetition.de/!frljk

Yoga Vidya e.V.

“Sukadev Bretz, Director – January 13, 2025”

As the director of Yoga Vidya, I explicitly welcome the expansion of renewable energies. Our guests, who often bring a strong ecological awareness with them, support this development as well. At the same time, they come to us in Bad Meinberg to recharge their batteries in the tranquility and untouched nature, to have spiritual experiences, and to relax.

The construction of wind turbines in the Eggegebirge/Teutoburg Forest Nature Park, for example near the Silberbachtal, could disrupt the delicate ecological balance and impair the special atmosphere of this landscape. Especially for people seeking relaxation and spiritual inspiration, this natural environment is of invaluable worth.

I therefore appeal to those responsible to consider alternative locations that both advance the energy transition and ensure the protection of this unique region and its importance for people and nature. Sustainability means respecting ecological, spiritual, and tourist needs equally.

Action Alliance: Protect People and Animals in Western Detmold e.V.

“Michael Kloppenburg, 2nd Vice Chairman – January 20, 2025”

Wind Turbines Should Benefit, Not Harm

Every coin has two sides. Wind turbines are necessary to supply citizens, businesses, and industry with electricity. However, wherever they are built, disadvantageous developments occur, including the destruction of soil and landscapes, and the killing of animals. Therefore, environmental compatibility must be a key factor when planning locations. Land ownership must play a secondary role in this context.

The Detmold district government keeps an eye on environmental compatibility regarding wind energy facilities. It intends to provide around 14,000 hectares of land for wind turbines. Investors are currently submitting applications in abundance, as the wind power business is lucrative and profitable. Among the applications are also locations that are unsuitable for wind turbines. These include the Silberbachtal, the Teutoburg Forest, and the Gauseköte.

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Arguments Against Wind Power Expansion in the Lippe Forests

These important tourist destinations and recreational areas for humans and animals in Lippe must be kept free of wind turbines. The German forest is so badly damaged that it has not been able to fulfill its role as the most important climate protector for seven years, as proven by the Federal and State Forest Report NRW 2024. German forests produce $CO_2$ due to their large-scale damage—they no longer function as carbon sinks. Therefore, the forest regions must be protected. Only in this way can the forest recover and fulfill its functions again.

Wanting to build wind turbines in the forest is counterproductive. One can only speak of renewable energies to a limited extent here, as wind turbines in forested areas destroy the forest and thus further accelerate climate change.

The introduction of concrete into the ground to secure the facilities, for access roads, and for the maintenance of the wind turbines permanently destroys the forest soil structure. Where concrete is poured, no tree or shrub can grow. The forest cannot recover. Urgently needed biotope networks are interrupted and destroyed for decades.

Respecting Protected Regions

The Silberbachtal is considered one of the biodiversity hotspots, one of only very few left in Germany. The FFH area Silberbachtal mit Ziegenberg (ID DE-4119-303) covers 138.7396 hectares. The region is strictly protected. Orchids grow here, rare fish (bullhead/Groppe) live here, as well as strictly protected birds (corncrake, eagle owl). This population is unique.

FFH areas are placed under protection because they need protection. The OWL regional plan takes this into account in its wind power planning and excludes such areas as potential sites for wind turbines. Reputable investors comply with these regulations.

Rejecting Wind Power Plans Not Compliant with the OWL Regional Plan

Many citizens are fighting against the plans of the wind power planners in the Silberbachtal, Teutoburg Forest, and Gauseköte areas. Common sense is enough to foresee the forest and landscape destruction in this region. That is why these areas were left out of the planning for wind turbines within the framework of the OWL regional plan. The Detmold Regional Council Conference, in coordination with the district government, the districts, and municipalities, agreed on areas for wind turbine locations (Regional Plan OWL, F22). These democratic decision-making processes should not be undermined by private investors.

The Landesverband Lippe and Stephan Prinz zur Lippe, along with their investors, are free to find compromises, including land swaps with other landowners. We appeal to the responsibility to preserve the native forests with their flora and fauna. Landowners and investors must be willing to compromise and look for alternative locations.

In addition, other renewable energy options must be examined as alternative sources of income, including solar and photovoltaic systems on the roofs of properties owned by the Landesverband as well as Prince Stephan zur Lippe. The real estate portfolio is extensive, the roof areas are large, and for the most part currently unused.

We support the citizens and the city of Horn-Bad Meinberg in their endeavor to prevent the construction of the planned 33 wind turbines. The district of Lippe should not approve the requested preliminary permits for the 33 wind turbines and should wait for the tightening of the legal situation for wind turbines by the federal government, which NRW Minister Mona Neubaur initiated.

LIPPE ökoLOGISCH

“Helmut Krüger, Spokesperson – January 21, 2025”

Wind Power in the Forest: Concrete and Nature Conservation – Do Both Go Together, or Do We Have to Choose?

Wind energy is currently experiencing the biggest boom in Germany’s history. According to the Federal Network Agency, around 30,620 systems with an output of 72,700 MW are in operation in Germany (as of December 31, 2024). In 2024, authorities nationwide approved about 2,400 additional wind turbines with a total capacity of around 14,000 MW. This is 85% more than in 2023. It is clear that Germany needs the expansion of renewable energy sectors, including wind power, in the current turbulent times marked by the Russian invasion of Ukraine.

North Rhine-Westphalia is currently leading the wind power expansion in Germany. When taking office in June 2022, the black-green state government stated its goal: 1,000 additional wind turbines by 2027. According to the Wind and Solar Specialist Agency, the Höxter district approved an increase of 132 new systems in 2024. That is more approvals than in Bavaria and Baden-Württemberg combined.

However, the question of location for wind turbines is enormously important, as there are also disadvantages associated with them. Rotor blades up to 90 meters long, heavy tower segments, and hubs must be transported to the sites using about 15 heavy-load transports. This is only possible on wide access roads, which must be created through measures such as tree logging.

In addition, there are shadow flicker and noise pollution for nearby residential areas, occasional bird fatalities (shredding by rotor blades), large masses of concrete poured into the ground (sometimes up to 30 meters deep) for the foundations, stable paths for transporting construction materials and components, and concreted crane pads for potential repairs of wind turbines.

Partial remedies can be provided, for instance through warning devices for birds so they can avoid the rotor blades. However, the use of concrete is essential, partly for safety reasons regarding the stability of the wind turbines. This means large-scale and sometimes deep sealing of soils. Everyone knows: where concrete is poured, nothing grows anymore. Nevertheless, these disadvantages must sometimes be accepted to drive the expansion of renewable energy forward. However, wind turbines in forests require special scrutiny.

Wind Power: Nature-Compatible Expansion

Until now, wind turbines were predominantly built in open country, on fields and meadows. Now, the idea is increasingly spreading to build wind turbines in forests, since they are damaged and ruined anyway. Consequently, the Federal Forest Report proves shocking facts for the German forest: according to the Federal Ministry of Agriculture, only every fifth tree is still healthy.

As the most important climate protector, the forest has not functioned for seven years—on the contrary. The forest can no longer store $CO_2$; it produces more $CO_2$ due to its damage. The climate protection function of the forest, factored in by the federal government as a countermeasure to stop or slow down climate change, no longer works.

The logical consequence would be immediate, comprehensive, and sustainable forest protection so that through natural regeneration—the growth of small saplings—the forest can recover over the next decades and fulfill its climate protection function again. Due to past developments in forestry mismanagement (such as spruce monocultures), large areas of forest destruction, so-called calamity areas, have emerged. Paradoxically, ideas for the sick forest suggest that wind turbines could now be built here.

The fact that an increasing number of wind power plants are to be built in forest regions raises many questions. Forest regions targeted for numerous wind turbines include the Reinhardswald in Hesse and those that were recently up for selection to be designated as a national park, such as the Teutoburg Forest / Eggegebirge as the „Egge National Park.“ Forests that would have been suitable as potential national park areas are now to become „wind power forests“?

Dorothea Epperlein, a forest expert at Greenpeace, says:

“We need renewable energies – but building wind turbines in protected or ecologically valuable forests is unacceptable and absolutely counterproductive for climate and species protection.”

Wind Turbines in the Teutoburg Forest: Toxic for Biodiversity and Forest Recovery

The proclaimed goal of 1,000 new wind turbines in North Rhine-Westphalia could likely be achieved. As reported by „Der Spiegel“ (Die Blitzableiter, Jan 4, 2025, pages 32-35), the Ministry for Economic Affairs, Industry, Climate Action and Energy calculated a net increase of 86 wind turbines and the approval of 973 wind turbines (not yet in operation) as of November 15, 2024. The crux of the matter is that 40% of the requested wind turbines are located in areas not designated for them by the regional plan.

Minister Mona Neubaur therefore wanted to allow authorities to suspend approval procedures for such applications to prevent uncontrolled proliferation. This attempt was overturned by the Higher Administrative Court in Münster in September 2024, as it was deemed likely unlawful. A misery that creates a vacuum and disputes.

The question of location for wind turbines has been clearly formulated and defined by the OWL regional plan. Areas in the Teutoburg Forest, Gauseköte, Silberbachtal, and Hohlsteinhöhle were excluded for good reasons. According to the Federal Agency for Nature Conservation, unique biodiversity hotspots for Germany are located here, alongside nature and drinking water protection areas.

The Landesverband Lippe and Stephan Prinz zur Lippe own forest areas in these regions. Therefore, together with wind power investors—such as the Städtische Werke Aktiengesellschaft Kassel—they wish to erect industrial wind power plants on the ridges. Currently, 33 plants with heights of 263 meters and 247 meters are planned. In order to build and maintain such large facilities stably, it is necessary to pour large masses of concrete, as described above, as well as clear trees for the construction of the installations and paths. Cultural landscapes and habitats of protected animal species will be destroyed.

Disapproving Preliminary Decisions, Closing Legal Loopholes

Private investors are trying to exploit the resulting legal loophole against the will of the Horn-Bad Meinberg city council (unanimous resolution against the wind turbines), and against the vote of many citizens in Lippe and nationwide, as local public events and the online petition show.

With such plans, they negate valuable and significant natural and cultural regions such as Velmerstot, Silberbachtal, Hohlsteinhöhle, Externsteine, Hermannsdenkmal, and the Berlebeck Eagle Station, which are crossed by award-winning hiking trails that are irreplaceable for nature-based tourism. The efforts of cities and municipalities to further promote nature-based tourism in the region would be thwarted by the construction of these facilities.

The state spa Bad Meinberg and climatic health resorts like Holzhausen-Externsteine and Hiddesen rely on nature to qualify as spas and health resorts and to attract tourists. The Silberbachtal and the Teutoburg Forest are important tourist destinations in Lippe, especially due to their award-winning hiking trails. Who wants to hike here if the forest has been carved up by wind turbines and concrete? Nature experiences and recreation would be rendered impossible by the current wind power plans. The Detmold Regional Conference identified suitable areas for wind turbines. Investors and forest owners should stick to these.

The LIPPE ökoLOGISCH network calls on the district of Lippe not to approve the requested preliminary decisions for the construction of the 33 wind turbines. We ask the Detmold district government to implement the regional planning goals regarding wind power expansion. The federal government should close the resulting legal loophole and quickly pass a law that contains clear rules for wind turbines and prevents purely profit-oriented endeavors by landowners and investors without regard for nature conservation concerns.