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Beim Studium eines Gerichtsprozesses stieß ich auf einen bemerkenswerten Grundsatz: Wenn ein Urteil ein tragendes System zu stark schädigen würde, wird es schlicht angepasst – weil der Kollateralschaden angeblich höher gewogen wird als das Recht selbst.

Das war für mich der Punkt, an dem die eigentliche Frage aufbrach: Wie kann man in diesem System überhaupt noch die Wahrheit sagen, ohne sofort wegen Rufschädigung vernichtet zu werden, nur weil die Konsequenzen die maroden Strukturen ins Wanken bringen könnten?

Dieser Gedanke hat mich vier Tage lang als mentaler Hindernislauf begleitet. Das Resultat, das den Knoten schließlich zerschlägt, ist die Lösung:

Solange man gezwungen ist, ausschließlich auf dieses eine System zurückzugreifen, schützt sich das Konstrukt selbst und der Vorwurf der Rufschädigung greift voll. Sobald es jedoch eine echte Alternative gibt, auf die man ausweichen kann, bricht diese Erpressbarkeit weg – und damit fällt auch die Ausrede, das kaputte System schützen zu müssen.

 

(Hinweis: Eigene Gedanken, redaktionell bearbeitet mit Unterstützung von Gemini.)