
Eine sehr detaillierte und vielschichtige Textsammlung, die sich intensiv mit dem Hessischen Herdenschutztag (Oktober 2023) und den offiziellen Infoblättern des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH) auseinandersetzt.
Hier wird die enorme Diskrepanz zwischen der bürokratisch-politischen Theorie („Macht einfach einen wolfsabweisenden Zaun“) und der knallharten, arbeitsintensiven Realität der Landwirte herausgefiltert.
Kernfragen und Beobachtungen lassen sich in einige zentrale, extrem praxisrelevante Punkte zusammenfassen, auf die man konkrete Antworten geben kann:
1. Die Arbeitszeit und die „Genickbruch“-Frage
Zeitaufwand. Ein wolfsabweisender Elektrozaun (mindestens 90 cm hoch, unterste Litze maximal 20 cm über dem Boden, mindestens 2.500 Volt) ist kein „Aufstellen und Vergessen“-System.
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Das Freimähen: Sobald Gras oder Gestrüpp die untere Litze (20 cm) berührt, leitet der Bewuchs den Strom in den Boden ab. Die Spannung sinkt unter die geforderten 2500 V, und der Schutz bricht zusammen. Landwirte müssen also kilometerlange Zäune regelmäßig freimähen.
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Die tägliche Kontrolle: Das LLH schreibt eine tägliche Überprüfung und Dokumentation mittels Zaunprüfer vor. Bei Mobilzäunen, die ständig umgesteckt werden müssen (Portionsweide), vervielfacht sich die Arbeitszeit.
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Wirtschaftlicher Genickbruch: Für viele Nebenerwerbslandwirte oder Wanderschäfer, die ohnehin an der Belastungsgrenze arbeiten, ist dieser unbezahlte Mehraufwand rein zeitlich oft nicht mehr leistbar.
2. Kein Rechtsanspruch und das „Krankheits-Risiko“
Billigkeitsleistungen.
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Das bedeutet rechtlich: Es gibt in Hessen keinen Rechtsanspruch auf Entschädigung. Das Land kann zahlen, muss aber nicht.
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Zudem ist die Zahlung an den exakt eingehaltenen Grundschutz gekoppelt. Wenn der Landwirt krank ist, die tägliche Kontrolle nicht dokumentiert wurde und genau dann ein Wolf zubeißt, bleibt er schlimmstenfalls auf den Kosten für die verendeten Tiere sitzen. Der Bürokratieaufwand (Dokumentation, Probenentnahme für Genetik-Matches) kommt erschwerend hinzu.
3. Warum sind nur Schafe, Ziegen und Damwild überall förderfähig?
Warum Großtiere wie Pferde und Rinder in Hessen benachteiligt sind (nur in „Ereignisgebieten“ nach einem bestätigten Riss).
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Der biologische Grund: Schafe und Ziegen gehören zum klassischen Beuteschema des Wolfes. Sie sind leicht zu schlagen. Gesunde, erwachsene Rinder und Pferde (insbesondere im Herdenverband) können sich wehren und sind für Wölfe weitaus gefährlicher.
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Das Problem für Pferdehalter: Halter von Pferden oder Rindern müssen oft erst warten, bis ein Tier gerissen oder schwer verletzt wurde, damit die Region zum „Ereignisgebiet“ wird und sie Fördergelder für Zäune beantragen können. Für Tierhalter ist das psychologisch eine enorme Belastung.
4. Das Nachbarschafts-Paradoxon („Negative Konditionierung“)
Der LLH-Berater betont, dass der Wolf an jedem Zaun eine gewischt bekommen muss, damit er lernt: „Zaun = Schmerz“.
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Soziale Konfliktpotenzial: Wenn ein Nachbar seinen Zaun schlampig pflegt, lernt der Wolf, dass Zäune überwindbar sind. Er verliert den Respekt und versucht es auch beim peniblen Landwirten nebenan. Das schürt immense Konflikte innerhalb der bäuerlichen Gemeinschaft.
5. Alternative Herdenschutzhunde
Die Experten raten zu mindestens zwei Hunden.
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Ein Herdenschutzhund (wie ein Pyrenäen-Berghund oder Kangal) ist kein reines „Nutzelement“, sondern ein eigenständiges, großes Raubtier, das 10 bis 12 Jahre intensive Pflege, Futter, Tierarztkosten und vor allem Sachkunde im Umgang erfordert. Für Hobbyhalter oder Betriebe nahe an Wanderwegen (Konflikte mit Touristen/Spaziergängern) ist das oft unmöglich.
6. Kulturlandschaft (Heide) vs. Natur
Brauchen wir die Kulturlandschaft (durch Schafe gepflegt) oder die wilde Renaturierung?
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Kulturlandschaften wie die Lüneburger Heide existieren nur, weil Schafe den Baumbewuchs verbeißen. Hört die Schäferei wegen des Wolfs auf, verbuschen diese Landschaften und werden über Jahrzehnte wieder zu normalem Wald. Biologisch ist das nicht zwingend „schlecht“, aber es verändert das historische Gesicht unserer Landschaft komplett und vernichtet spezifische Lebensräume von Arten, die auf offenes Land angewiesen sind.
Hier ist die detaillierte Übersetzung deiner Zusammenfassung und Analyse ins Englische:
Essence:
This is a highly detailed and multifaceted collection of texts that intensively examines the Hessian Livestock Protection Day (Hessischer Herdenschutztag, October 2023) and the official information leaflets published by the Association for Agriculture Hesse (LLH). It filters out the enormous discrepancy between bureaucratic-political theory („just set up a wolf-deterrent fence“) and the harsh, labor-intensive reality faced by farmers.
The core questions and observations can be condensed into several central, highly practical points for which concrete answers can be provided:
1. Labor Time and the „Backbreaking Burden“ Question
The time investment required for a wolf-deterrent electric fence (at least 90 cm high, bottom wire a maximum of 20 cm above the ground, minimum of 2,500 volts) means it is by no means a „set-and-forget“ system.
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Clearing Vegetation (Freimähen): As soon as grass or brush touches the bottom wire (20 cm), the growth diverts the electric current into the ground. The voltage then drops below the required 2,500 V, causing the protective shield to collapse. Consequently, farmers must regularly clear vegetation along miles of fencing.
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Daily Inspection: The LLH mandates daily checks and documentation using a fence tester. For mobile fences that must be constantly relocated (rotational grazing), this daily workload multiplies significantly.
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Economic Breakdown: For many part-time farmers or migratory shepherds who are already operating at their absolute limits, this uncompensated extra workload is often simply no longer manageable in terms of time.
2. No Legal Entitlement and the „Sickness Risk“
The concept of ex-gratia payments (Billigkeitsleistungen).
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Legal Implication: From a legal standpoint, there is no statutory right to compensation in Hesse. The state may pay, but it is under no legal obligation to do so.
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Conditional Protection: Furthermore, compensation is strictly tied to the flawless maintenance of the baseline protection standard (Grundschutz). If a farmer falls ill and fails to document the daily inspection, and a wolf attacks precisely during that window, the farmer may ultimately be left to bear the costs of the mauled livestock alone. The bureaucratic burden—including extensive documentation and taking tissue samples for genetic matching—further compounds this issue.
3. Why Are Only Sheep, Goats, and Fallow Deer Universally Eligible for Funding?
The disadvantage faced by owners of large livestock like horses and cattle in Hesse, where funding is restricted only to „event areas“ (Ereignisgebiete) following a confirmed attack.
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The Biological Reason: Sheep and goats fit perfectly into the wolf’s natural prey spectrum, making them easy targets. Healthy, adult cattle and horses (especially within a herd dynamic) are capable of defending themselves and present a much greater hazard to wolves.
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The Dilemma for Horse Owners: As a result, horse and cattle breeders are forced to wait until an animal has actually been killed or severely mutilated before their region is officially designated an „event area,“ enabling them to apply for fencing subsidies. For livestock owners, this creates a severe psychological strain.
4. The Neighbor Paradox („Negative Conditioning“)
The LLH consultant emphasizes that the wolf must receive an electric shock at every single fence to reinforce the lesson: „Fence = Pain.“
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Social Conflict Potential: If a neighbor maintains their fence carelessly, the wolf learns that fences can be overcome. It loses its respect for the barrier and will try its luck at the meticulously maintained fence next door. This breeds massive friction within the local farming community.
5. The Alternative: Livestock Guardian Dogs (LGDs)
Experts advise utilizing at least two dogs per herd.
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More Than a Tool: A livestock guardian dog (such as a Great Pyrenees or Kangal) is not a mere „utility asset.“ It is an independent, large apex predator requiring 10 to 12 years of intensive care, food, veterinary expenses, and—above all—specialized handling expertise. For hobbyist farmers or operations located near popular hiking trails, where conflicts with tourists and walkers are common, implementing this solution is often impossible.
6. Cultural Landscapes (Heathlands) vs. Wild Nature
The fundamental question remains: Do we prioritize the preservation of our cultural landscapes (maintained by sheep grazing) or a return to wild rewilding?
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The Ecosystem of the Heath: Cultural landscapes, such as the Lüneburg Heath, exist solely because sheep continuously graze back emerging tree growth. If shepherding ceases due to the threat of the wolf, these landscapes will become overgrown with brush and revert to standard woodland over the decades. Biologically speaking, this is not inherently „bad,“ but it completely alters the historical character of our landscape and eliminates specific habitats for species that rely entirely on open terrain.
Quelle
03.12.23
Aufgelesen
„Wenn wir die Weidetierhaltung in Deutschland erhalten wollen, brauchen wir endlich ein aktives Bestandsmanagement bei den Wölfen. Die Zahl dieser Raubtiere nimmt…“
Alice: „Wenn wir die Weidehaltung erhalten wollen, brauchen wir die Rückkehr der Natur. Ohne die gibt es keine Weidetiere. Dann ist der Wolf vielleicht bestandsgemanagt oder wieder ausgerottet, doch dann fängt das Gejammer wieder an (und das schon in Kürze): ‚Hilfe, wir können die Tiere nicht füttern und tränken!‘ Wer ist dann schuld? Und wer soll abgeschossen/gemanaged werden?“
27.11.23
Hessischer Herdenschutz
Alice im Dialog mit dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen.
Ich nehme die Zusammenfassung hier am Anfang vorweg: Von hessischer Seite aus wird in keiner Weise davon gesprochen, dass der Wolf abgeschossen werden soll. Im Gegenteil. Es beschreibt ganz eindeutig – was wohl dann auch für ganz Deutschland gelten wird –, dass es nur um Zaunschutz geht. (Sollte ich in meiner Zusammenfassung etwas falsch verstanden haben, bitte ich um Korrekturhinweise.)
Ich bitte alle Wolfsfans, sich mal diesen Artikel zu Gemüte zu führen, um zu sehen, wie es den betroffenen Landwirten geht und warum es dort den Wunsch gibt, den Wolf zu schießen. Meiner Meinung nach ist das total verständlich.
Ich möchte gerne die Gesamtsumme der finanziellen Einbußen der Landwirte auf ein Jahr mit dem Wolf wissen (also jetzt einfach mal nur die Kosten für die Arbeitszeit und die Anschaffung eines Elektrozaunes, die Arbeitszeit durch Fortbildung und Recherche) und ob der Wolf tatsächlich eine Gefahr für deren wirtschaftliche Existenz ist.
Nur zu sagen: „Dann mach doch einen Zaun“, reicht nicht, da ich nachlesen kann, wie aufwendig das ist. Jedenfalls bei einem Elektrozaun. Wie es sich bei „Jurassic-Park-Zäunen“ verhält, müsste berechnet werden. Mit Jurassic-Park-Zäunen meine ich meinen ersten Eindruck beim Anblick eines Wolfszaunes in einem Wolfsgehege. Der muss schon ziemlich hoch sein.
Da würde das tägliche „Um-den-Zaun-Gehen“ wegfallen, das Mähen um den Zaun herum und auch die Stromkosten (wie hoch wären die pro Jahr?). Das Verenden anderer Tierarten würde wegfallen und auch das „Getickere“ (da bin ich gerade unsicher, wie laut ein Elektrozaun ist).
Und wenn dem so ist, so frage ich mich, warum im Netz zwischen Wolfsfans und Gegnern gestritten wird? Die Politik sagt hier ganz klar, was Sache ist. Wolfsgegner sollten von der Politik nun wirklich unterstützt werden. Weidetierhalter dürfen keine Einnahmeneinbußen durch die Existenz des Wolfes haben.
Ich möchte diesen Artikel heute, am 23.02.24, mit einer Theorie ergänzen: Würden Jäger kein Wild mehr schießen, gäbe es dann genug Essen für den Wolf, sodass er nicht unbedingt auf Schafe zurückgreifen müsste?
Oder gibt es dann halt nur noch Schafe von Schäfern mit Hunden? Da dies anscheinend noch ein besserer Schutz ist als die wackeligen Stromzäune. In der Umweltbilanz ist das vermutlich auch sehr viel besser: Hundehaltungskosten versus Stromverbrauch und Material für die Zaunherstellung. Oder es gibt nur noch Schafe von Schäfern, die mit dem Wolf klarkommen.
Schafhalter verdienen kaum an den Schafen. Das meiste Geld kommt nicht aus der Produktion und dem Verkauf von Schafprodukten, sondern von Deutschland für die Kulturlandschaftspflege. Diese ist für die Natur völlig belanglos, da die Natur machen möchte, was sie möchte, und nicht darauf besteht, menschengemachte Veränderungen beizubehalten.
Oh, dann gibt es keine Heide mehr? Ja, was ist denn nun wichtiger für die Enkel: eine Kulturlandschaft oder die Natur? Persönlich kann ich jedoch sagen, dass der Anblick einer Heide schon schön ist.
Insofern verdienen Schafhalter daran, dass Kulturlandschaften erhalten bleiben sollen, und werden von der Regierung – also dem Steuerzahler – dafür bezahlt. Und wenn die Idee aufkäme, aus Kulturlandschaften renaturierte Natur zu machen, dann ist NICHT der Wolf schuld.
Ich persönlich – ja, ganz ehrlich – liebe Wollprodukte. Ob Schafe jetzt leiden, wenn sie dafür gehalten werden, müssten die Schafe beantworten. Beziehungsweise in welcher Form das stattfindet. Da gibt es sicher auch Unterschiede.
Und der Erhalt von Schäfern funktioniert meiner Meinung nach nur durch regionale Vermarktung und den Einkauf der Produkte durch Verbraucher, die diese schätzen. Solche Schäfer haben dann entweder durch Hunde einen geringen Verlust, oder, wenn der Verlust durch den Wolf größer ist, wird das Produkt halt teurer und somit gleicht es sich wieder aus.
Ein Wolfsabschuss ist laut diesem Bericht kein Thema. Zumindest laut der hessischen Kundgebung.
Der Flyer für Weidetierhalter
Aus: F_Herdenschutz_230711_web-2.pdf
„Weitere Informationen
Nutzen Sie die vielfältigen Informationsangebote zum Wolf und Weidetierschutz:
Beratung (LLH)
Bei Fragen zu möglichen Schutzmaßnahmen berät die Herdenschutzberatung des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (kostenlose telefonische Beratung und Vor-Ort-Termine für Weidetierhaltungen): https://llh.hessen.de/tier/herdenschutz/
Förderung (Landwirtschaftsämter/WIBank)
Informationen zur Förderrichtlinie Weidetierschutz (Merkblätter, Richtlinie, Zuwendungsanträge) sind auf der Homepage der WIBank zu finden: https://www.wibank.de/wibank/weidetierschutz. Weitere Auskunft zur Antragstellung erteilen die landwirtschaftlichen Fachdienste der Landkreise.
Wolfszentrum Hessen (WZH)
Das Wolfszentrum Hessen informiert über wildlebende Wölfe in Hessen und nimmt Meldungen von Rissen, Wolfssichtungen und Spuren entgegen: https://www.hlnug.de/wolfszentrum
Wolfshotline Hessen: 0641 20009522
E-Mail: wolf@hlnug.hessen.de
Herausgeber
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
Kölnische Straße 48−50, 34117 Kassel
Telefon: 0561 7299−0
www.llh.hessen.de
Gedruckt auf 100% Recyclingpapier
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen“
Alice: „Weiter heißt es in dem Faltblatt:“
„Ungenutzte mobile Elektro-Zäune sollten daher nach dem Gebrauch nicht noch längere Zeit ohne elektrische Spannung auf der Weidefläche verbleiben. Sie könnten umherstreifenden Beutegreifern die Erfahrung vermitteln, dass der Kontakt mit Weidezäunen nicht immer unangenehm ist. Der Betrieb von elektrischen Zaunanlagen bedarf der Beachtung einschlägiger Normen und Empfehlungen (siehe z. B. in der aid-Broschüre ‚Sichere Weidezäune‘).“
Alice: „Unbedingt. Der Wolf ist schlau und checkt regelmäßig die Zäune. Das bedeutet, man muss sie immer unter Strom setzen. Egal ob mit oder ohne Vieh.“
„Was tun im Schadensfall?
Bitte nehmen Sie beim Auffinden eines toten oder verletzten Nutztieres mit dem Verdacht auf Wolf oder Luchs als Verursacher umgehend Kontakt mit dem Wolfszentrum Hessen auf: 0641 20009522.
Die Wolfshotline ist von Montag bis Sonntag, auch an Feiertagen, von 8 bis 16 Uhr besetzt. Außerhalb der Sprechzeiten wenden Sie sich bitte direkt an die zuständigen Wolfsberaterinnen, s. Homepage: https://www.hlnug.de/wolfszentrum
Verletzte Tiere sollten unverzüglich versorgt werden. Bei Ausbruch der Herde müssen die Tiere wieder eingefangen werden. In akuten Gefahrensituationen für Menschen (zum Beispiel bei einem Ausbruch im Straßenbereich) muss die Polizei verständigt werden.
Halten Sie Dritte und andere Tiere (z. B. Hunde) von toten Nutztieren fern und versuchen Sie, die Auffindesituation nach Möglichkeit nicht zu verändern. Bei schlechten Witterungsbedingungen (z. B. Regen, Schnee) sollten die Kadaver abgedeckt werden, um zu vermeiden, dass genetisches Material verloren geht.
Weidetierschutz in Hessen
Die Ausbreitung der Wolfspopulation stellt die Weidetierhaltung vor besondere Herausforderungen. Inzwischen leben in Hessen wieder territoriale Wölfe und die ersten Wolfswelpen konnten im Jahr 2021 nachgewiesen werden. Aber auch ganz ohne Wölfe ist ein solider Grundschutz von Weidetieren erforderlich, da auch wildernde Hunde, Wildschweine und Füchse immer wieder Schäden verursachen. Dieses Informationsblatt richtet sich an die hessischen Halterinnen und Halter von Weidetieren und alle, die sich über den Schutz von Nutztieren informieren wollen.
Die Verantwortung der Tierhaltenden
Weidetierhaltende sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Tiere nach guter fachlicher Praxis so zu halten, dass unter normalen Umständen und unter Berücksichtigung des jeweils örtlichen Gefährdungspotenzials ein Ausbruch von der Weidefläche ausgeschlossen ist. Gleichzeitig obliegt den Haltenden der Schutz ihrer Tiere vor äußeren Gefahren.
Nach einem Weidetierausbruch müssen Tierhaltende im Schadensfall ggf. die Einhaltung der Sorgfaltspflichten nachweisen. Eine Dokumentation der täglichen Kontrollen ist daher immer sinnvoll.“
Alice: „Da steht also, dass der Weidetierhalter alleine verantwortlich ist für den Schutz vor dem Wolf. Und da er auch verpflichtet ist, die Schafe vor äußeren Gefahren zu schützen, müssten sie auch noch dafür sorgen, dass die Luft weiterhin atembar bleibt, dass es genug regnet und genug Bäume gibt. Sehr viel Verantwortung.“
„Landesweiter Grundschutz
Die Gefährdung kleiner Wiederkäuer, wie Schafe und Ziegen, steht in unmittelbarem Zusammenhang zur Qualität der Einzäunung. Wölfe, die die Annäherung an eine Herde mit der schmerzhaften Erinnerung an den Stromstoß eines Elektrozauns verbinden, unternehmen i. d. R. keine weiteren Versuche mehr, in die Nähe der Tiere zu gelangen.“
Alice: „Es sei denn, diese finden bei der regelmäßigen Zaunkontrolle kaputte Abschnitte. Der Landwirt (ich benutze der Einfachheit halber immer die klassische Berufsbezeichnung und damit sind natürlich auch Landwirtinnen gemeint oder Gemischt-Landwirte) müsste also jeden Tag den Zaun ablaufen, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist.“
„Deswegen ist ein flächendeckender Grundschutz die wichtigste Voraussetzung für das Zusammenleben mit wildlebenden Wölfen. Für Schaf- und Ziegenhaltungen ist der Grundschutz auch Voraussetzung für die Gewährung von Billigkeitsleistungen im Falle eines Wolfsübergriffes.
Folgende Maßnahmen werden für Nutztierherden, v. a. Schaf- und Ziegenherden, empfohlen:
Elektrozäune (Mobil- und Festzäune)
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Netzzäune oder Litzenzäune in Verbindung mit geeignetem Zaungerät und Erdung
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Mindesthöhe 90 cm, maximal 20 cm Bodenabstand der untersten Elektro-Litze
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Bei Litzenzäunen mind. 4 Litzen in Höhen von 20, 40, 60, 90 cm über dem Boden
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Mindestens 2.500 Volt Hütespannung in allen Bereichen der Zaunanlage
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Hütespannung täglich mittels Zaunprüfer kontrollieren (und dokumentieren)
Festzäune, z. B. aus Knotengeflecht
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Durchschlupfsichere Zäune mit einer Mindesthöhe von 120 cm
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Möglichst kein fester oberer Abschluss (Einsprunghilfe)
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Untergrabeschutz: elektrifizierte Litze/Glattdraht in max. 20 cm Höhe (außen) oder eine Horizontalschürze bzw. ein eingelassener Zaun im Boden
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Überkletterschutz: Zaunabwinkelung nach außen oder elektrifizierte Litze/Glattdraht im oberen Bereich des Zaunes an der Außenseite
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Zaunanlage regelmäßig auf Funktionalität prüfen“
Alice: „Kann ich da noch mal bitte das Gesicht vom Artikel einblenden? ;)“
https://thelawofnature.eu/aid-broschuere-sichere-weidezaeune/
Alice: „Also kein Vorwurf an die Empfehlung, jedoch ist es schon kompliziert für den Landwirt. Hier steht auch, dass er jeden Tag den Zaun kontrollieren muss, was zu einer erhöhten Arbeitsbelastung führt. Zeitaufwand pro Tag? 10 Min., 30 Min.? Pro Woche 1 Std. 10 Min., 3 Std. 30 Min. Plus Mähzeit (der Zaun muss immer freigemäht dastehen).“
„Die Einzäunungen müssen allseitig geschlossen sein. Ein Mindestabstand von 4 m zu ‚Einsprungmöglichkeiten‘ wie Silageballen oder Böschungen sollte eingehalten werden. Sofern möglich, bietet ein sicheres Aufstallen bei Nacht den besten Schutz. Eine weitere Maßnahme können Elektrozäune in Kombination mit Herdenschutzhunden sein.“
Alice: „Auch hier noch mal der Hinweis, dass dies nur für Menschen infrage kommt, die Hunde mögen und diese bis an ihr Lebensende in ihre Familie aufnehmen möchten, inkl. Kosten für Futter und Tierarzt. Interessant wäre hier die Information, wie viel zwei Hunde bis zu ihrem Tod kosten, inklusive Anschaffungspreis.“
„Elektrozäune haben sich bewährt“
Alice: „Also, so weit ich das herauslesen konnte, nicht. Jedenfalls gibt es da viele Gegenstimmen. Da bräuchte ich die Erfahrung von Landwirten, die sich exakt an die Regeln halten. Ich gehe davon aus, dass es unerwünscht ist, jetzt nur wegen des Wolfs eine erhöhte Arbeitszeitbelastung zu haben, wo diese doch eh kaum Zeit haben und am Limit sind.“
„Beutegreifer suchen gezielt nach Lücken und Schwachstellen. Die bekannten Schafhürden oder auch Festzäune mit massivem oberem Abschluss, z. B. in Form einer Halblatte, können von Hunden und Wölfen relativ einfach überklettert oder unterwühlt werden.“
Alice: „Japp.“
„Ein Nachrüsten konventioneller Weidezäune mit elektrischen Zaunlitzen und Weidezaungeräten ist unter Beachtung einschlägiger Vorschriften häufig möglich.“
Alice: „Wann nicht?“
„Für die Überprüfung und Anpassung der Weidezäune – auch im Hinblick auf die Wolfssicherheit – hält der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) Beratungsangebote bereit. Es muss im Interesse aller Weidetierhaltenden liegen, dass Beutegreifer den Kontakt mit Weidezäunen als unangenehme Erfahrung kennenlernen, dann werden sie Abstand halten.“
Aus: https://llh.hessen.de/tier/herdenschutz/?fbclid=IwAR00r8tc2-zNqnoxxWoA5zuIsuZSmjsWN78Jj3KghoK835zRDuVK2sgwW7k
„Herdenschutz
Mit der Rückkehr großer Beutegreifer wie Wolf und Luchs rückt das Thema ‚Herdenschutz‘ wieder stärker in das Bewusstsein der Weidebetriebe. Neben der Freude über die Bereicherung unserer Ökosysteme durch die lange abwesenden, historisch aber hier beheimateten Beutegreifer wächst die Sorge um die Sicherheit der Weidetiere.
Der LLH berät Weidetierhalter zum Herdenschutz, hilft die betrieblichen Möglichkeiten zur Prävention von Übergriffen von großen Beutegreifern auszuschöpfen, eröffnet Informationsquellen zum Thema und beleuchtet die wirtschaftlichen Auswirkungen der betrieblichen Maßnahmen. In engen Zusammenarbeit mit den Betrieben werden individuelle Konzepte zur Gefahrenabwehr erstellt.
Dabei arbeitet der LLH eng mit den anderen hessischen Verwaltungseinheiten zusammen, nicht zuletzt um den wichtigen Beitrag der hessischen Weidetierbetriebe zur Erhaltung ökologisch sehr wertvoller Offenlandbiotope auch in Anwesenheit großer Beutegreifer gewährleisten zu können und um ein langfristiges Gedeihen der hessischen Weidetierhaltung im gesamtgesellschaftlichen Interesse zu unterstützen.“
Alice: „Gut, soweit ich nun herauslesen kann, geht es NUR um Zaunschutz. NICHT um Wolfsabschüsse. Von der hessischen Politik so angesagt.“
Aus: https://llh.hessen.de/ueber-uns/presse/bestmoeglicher-schutz-von-weidetieren-vor-wolfsuebergriffen/
„Bestmöglicher Schutz von Weidetieren vor Wolfsübergriffen
11. Oktober 2023
Geschrieben von Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mit Blick auf die zunehmenden Beratungsanfragen von Schaf-, Ziegen-, Rinder- und Pferdehalterinnen und -haltern zum bestmöglichen Schutz von Weidetieren vor Wolfsübergriffen veranstaltete der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) am 10. Oktober einen Herdenschutztag auf dem Eichhof in Bad Hersfeld. Im Rahmen der Veranstaltung zeigten verschiedene Firmen, welche Weidezaun- und Herdenschutztechnik aktuell verfügbar ist. Darüber hinaus klärten Expertinnen und Experten in Fachvorträgen über den bestmöglichen Schutz von Weidetieren vor Wolfsübergriffen auf.
Demnach sollten Hessens Tierhaltende ihre Einzäunungen nicht nur so errichten, dass ihre Herden im Weidebereich verbleiben, sondern auch Wölfe am Eindringen gehindert werden. Eine abschreckende Wirkung gegen den Wolf kann allerdings erst durch den Stromschlag eines elektrifizierten Zauns erreicht werden. Zudem ist auf die Errichtung eines angemessenen Untergrabeschutzes zu achten.
Es ist leider nicht ausgeschlossen, dass Wölfe auch einen elektrifizierten Zaun überwinden. Allerdings lässt sich durch den sogenannten Grundschutz das Risiko eines Übergriffes erheblich reduzieren. Zudem ist der Grundschutz Voraussetzung für einen möglichen Schadensausgleich“, äußert sich ein Sprecher des LLH.
Der Schadensausgleich bei Wolfsübergriffen für Schaf- und Ziegenhaltungen ist daran geknüpft, dass ein elektrifizierter Zaun den geforderten Grundschutz von 90 cm Mindesthöhe aufweist, der Abstand des untersten elektrischen Leiters maximal 20 cm zum Boden beträgt und der Zaun eine Spannung von mindestens 2.500 Volt führt.
Für Viehhaltende bedeutet dies, innerhalb der Vegetation regelmäßig den Aufwuchs zu mähen, damit es nicht zur Abschwächung der Spannung kommt. Auch ist der Zaun regelmäßig auf Schwachstellen zu überprüfen. Den LLH-Beratungskräften, deren Aufgabe es ist, Tierhaltende im bestmöglichen Herdenschutz zu beraten, ist bewusst, dass diese Maßnahmen die Kosten und den Arbeitszeitbedarf der Tierhaltung erhöhen.“
Alice: „Gut, ja, hier wird auch gesagt, es sei bewusst, dass es die Kosten und Arbeitszeit erhöht. Hier könnte wieder ein Mathematiker mal rechnen: Einbußen des Landwirtes (Lohn Arbeitsstunde / Kosten Zaun) und das auf 1 Jahr gerechnet. Und ob dies zu einem Genickbruch des Landwirtes führen könnte.
Die Kosten des gerissenen Viehs werden wohl gedeckt, aber nur bei Einhaltung der Richtlinie. Ist der Landwirt mal krank und kann nicht um den Zaun laufen und genau dann fällt der Strom aus und 5 Tiere werden gerissen, dann hat er Pech gehabt und muss diese selber bezahlen.
Bedeutet, der Mathematiker müsste diese Arbeitszeit auch noch miteinberechnen: Fund der toten Tiere, Meldung und der Papierkram dazu, ach und die Schulungen oder Fortbildungen, Recherchezeit, wie das mit dem Zaun geht, plus die Wahrscheinlichkeitsberechnung einer Erstattung.“
„Herdenschutztag 2023
Weitere Informationen finden Sie in folgenden Beiträgen:
Fachvorträge, Info-Stände und Technik-Ausstellungen beim LLH-Herdenschutztag
2. November 2023
Geschrieben von Cordula Kipp, Beratungsteam Tierzucht
Durch geeignete Präventionsmaßnahmen können Weidetierhalter ihre Tiere besser vor Wolfsübergriffen schützen. Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) berät dazu hessenweit Weidetierhalter in verschiedenen Formaten.“
Aus: https://llh.hessen.de/tier/pferde/fachvortraege-info-staende-und-technik-ausstellungen-beim-llh-herdenschutztag/
„Am 10. Oktober veranstaltete er den LLH-Herdenschutz-Tag für Pferde-, Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter. Das Konzept beinhaltete neben Fachvorträgen Räume für Diskussionen und offene Fragen an den Informationsständen und eine Ausstellung von Herdenschutz-Technik.
Wolfsabweisende Elektrozäune
Die Teilnehmer folgten mit großem Interesse den sieben Fachvorträgen. Andreas Hornemann (LLH-Berater Pferdezucht und Herdenschutz-Pferd) referierte zum Thema Herdenschutz beim Pferd. Er betonte insbesondere die Bedeutung der negativen Konditionierung des Wolfes auf Zäune. Jeder
Kontakt des Wolfes mit einem Elektrozaun müsse ein abschreckendes Ereignis sein. Dies beinhalte flächendeckend konstant funktionierende Elektrozäune, die korrekt gebaut sind und dauerhaft unter passender Spannung stehen. Der Wolf darf nicht beim Nachbarn die Erfahrung machen, dass Elektrozäune problemlos überwunden werden können!“
Alice: „Ach du liebes bisschen, jetzt muss auch noch der Nachbar einen sicheren Zaun haben. Und wenn nicht? Gibt’s Streit.“
„Ein korrekt aufgebauter Elektrozaun schließt das Eindringen eines Wolfes nicht aus, reduziert aber das Risiko eines Übergriffs.“
Alice: „Ist also kein 100-prozentiger Schutz. Wie viel Prozent Schutz bietet er?“
„Ein wolfsabweisender Zaun beinhaltet zusätzlich zu den von der Größe der Pferde abhängigen oberen Litzen stromführende Halbleiter (z. B. Litze oder Kordel) in den Höhen 20 cm, 40 cm, 60 cm und 90 cm über dem Boden. Um vorzubeugen, dass die Pferdebeine sich beim Wälzen in den bodennahen Litzen verfangen, sollte zwischen den Zaunleitern für den Pferdezaun und den Zaunleitern für den Wolfszaun ein horizontaler Mindestabstand (30 cm) vorhanden sein. Dies kann durch Abstandsisolatoren oder durch den Bau von zwei getrennten Zäunen voreinander realisiert werden.
Alternativ können in den unteren Reihen (bis 80 cm) kunststoffummantelte Drähte verwendet werden. Ein wolfsabweisender Zaun muss jederzeit mindestens 2.500 V Hütespannung und eine Schlagenergie von mindestens 1 Joule an jeder Stelle des Zauns aufweisen. Voraussetzung hierfür ist eine einwandfreie Zauntechnik, eine korrekt installierte Erdung und ein Freimähen des Zaunes von stromableitendem Bewuchs. Weitere Informationen und Tipps zum Bau wolfsabweisender Zäune können interessierte Pferdehalter im DLG-Merkblatt 455 nachlesen.
Förderrichtlinie Weidetierschutz
Im weiteren Programm wurde über die Möglichkeiten und die Voraussetzungen der Förderung von investiven und laufenden Kosten für den Weidetierschutz gesprochen. Gemäß der aktuellen Weidetierschutzrichtlinie ist die Förderung der Schaf-, Ziegen- und Damwildhaltung in ganz Hessen möglich. Präventionsmaßnahmen für Rinder, Hauspferde und Hausesel (bis zu einem Lebensalter von einem Jahr oder kleinwüchsige Rassen mit einer Widerristhöhe von bis maximal 112 cm im ausgewachsenen Zustand) sind in Ereignisgebieten förderfähig. Ein Ereignisgebiet liegt vor, wenn ein Wolfsübergriff auf die entsprechende Tierart in diesem Gebiet amtlich bestätigt wurde.
Zum Zeitpunkt der Veranstaltung gab es in Hessen keine Ereignisgebiete für Pferde und Esel. Mögliche Änderungen können auf der Seite www.hlnug.de/wolf unter dem Reiter ‚Herdenschutz und Förderung‘ eingesehen werden. Weitere Vortragsthemen waren unter anderem der Herdenschutz bei Schaf/Ziege und Rind, Herdenschutzhunde und die Beantragung von Billigkeitsleistungen nach bestätigten Nutztierrissen.“
Alice: „Ok, also besorgte Pferdehalter müssen erst warten, bis was passiert ist, um eine Förderung zu bekommen.“
„Ausstellung von Zaun- und Mähtechnik
Auf der Ausstellungsfläche sowie in Kurzpräsentationen zeigten fünf Firmen technische Ausstattungen zum Herdenschutz. Diese reichte beispielsweise vom Solar-Weidezaungerät über Litzen und kunststoffummantelte Drähte bis hin zu Mähtechnik, die ein notwendiges Freimähen der Zäune erleichtert.
Von Interesse war unter anderem auch ein Online-Weidezaunüberwachungssystem, welches den Halter bei Unterschreitung der Mindestzaunspannung automatisch informiert und elektronisch einen schriftlichen Nachweis über die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle der Zaunfunktion erstellt. Außerdem beantwortete der neue LLH-Herdenschutzberater Alexander Henz am LLH-Infostand umfassend Fragen der Besucher. Weitere Informationen zum Thema Herdenschutz finden Sie unter https://llh.hessen.de/tier/herdenschutz/ sowie im direkten Kontakt mit den LLH-Herdenschutz-Beratern.“
Aus: https://llh.hessen.de/tier/rinder/haltung-rinder/fachvortraege-info-staende-und-technik-ausstellungen-beim-llh-herdenschutztag-2/
„Fachvorträge, Info-Stände und Technik-Ausstellungen beim LLH-Herdenschutztag
2. November 2023
Durch geeignete Präventionsmaßnahmen können Weidetierhalter ihre Tiere besser vor Wolfsübergriffen schützen. Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) berät dazu hessenweit Weidetierhalter in verschiedenen Formaten. Weidetore müssen durch zusätzliche Elektrolitzen vor Überklettern und Unterkriechen durch den Wolf geschützt sein.
Am 10. Oktober veranstaltete er den LLH-Herdenschutz-Tag für Rinder-, Schaf-, Ziegen- und Pferdehalter. Das Konzept beinhaltete neben Fachvorträgen Räume für Diskussionen und offene Fragen an den Informationsständen und eine Ausstellung von Herdenschutz-Technik.
Wolfsabweisende Elektrozäune
Die Teilnehmer folgten mit großem Interesse den sieben Fachvorträgen. Arnd Ritter (LLH) betonte die Intelligenz und die Lernfähigkeit des Wolfes. Der Wolf sei Opportunist und ein effizienter Jäger. Er gehe den Weg des geringsten Widerstandes. Diese beiden Sätze unterstreichen die Dringlichkeit eines flächendeckenden Herdenschutzes. Dies beinhalte vor allem Elektrozäune, die korrekt gebaut sind und stets unter passender Spannung stehen. In der Praxis zeige sich dabei immer wieder, dass die Erdung meist die Schwachstelle des Zaunsystems sei.
Im Rinderbereich wird insbesondere der Schutz für Jungtiere unter acht Wochen empfohlen. Ein wolfsabweisender Zaun muss in den Höhen 20 cm, 40 cm, 60 cm und 90 cm über dem Boden stromführende Halbleiter (z. B. Drähte) aufweisen. Ein wolfsabweisender Zaun muss jederzeit mindestens 2.500 V Hütespannung und eine Schlagenergie von mindestens 1 Joule an jeder Stelle des Zauns aufweisen.
Voraussetzung hierfür sind eine einwandfreie Zauntechnik, eine korrekt installierte Erdung und ein Freimähen des Zaunes von stromableitendem Bewuchs. Weitere Informationen und Tipps zum Bau wolfsabweisender Zäune können interessierte Weidetierhalter im DLG-Merkblatt 455 nachlesen.
Richtlinie Weidetierschutz – Förderung von Kosten für den Weidetierschutz
Im weiteren Programm wurde über die Möglichkeiten und die Voraussetzungen der Förderung von investiven und laufenden Kosten für den Weidetierschutz gesprochen. Gemäß der aktuellen Weidetierschutzrichtlinie ist die Förderung der Schaf-, Ziegen- und Damwildhaltung in ganz Hessen möglich. Präventionsmaßnahmen für Rinder, Hauspferde und Hausesel (bis zu einem Lebensalter von einem Jahr oder kleinwüchsige Rassen mit einer Widerristhöhe von bis maximal 112 cm im ausgewachsenen Zustand) sind in Ereignisgebieten förderfähig. Ein Ereignisgebiet liegt vor, wenn ein Wolfsübergriff auf die entsprechende Tierart in diesem Gebiet amtlich bestätigt wurde.
Auf der Seite www.hlnug.de/wolf unter dem Reiter ‚Herdenschutz und Förderung‘ befindet sich eine Liste der antragsberechtigten Gemeinden für Rinder in Hessen.
Herdenschutzhunde können auch in Rinderherden eingesetzt werden
Weitere Vortragsthemen waren der Herdenschutz bei Schaf/Ziege und Pferd, die Beantragung von Billigkeitsleistungen nach bestätigten Nutztierrissen und Herdenschutzhunde. Letztere können laut Herdenschutzhund-Expertin Ortrun Humpert nach entsprechender Anlernphase an Rindern genauso arbeiten wie an kleinen Wiederkäuern.
Ausstellung von Zaun- und Mähtechnik
Auf der Ausstellungsfläche sowie in Kurzpräsentationen zeigten fünf Firmen technische Ausstattungen zum Herdenschutz. Diese reichte beispielsweise vom Solar-Weidezaungerät…“
Alice: „Umweltfreundliche Stromzäune im Betrieb.“
„…über Drähte und Litzen bis hin zu Mähtechnik, die ein notwendiges Freimähen der Zäune ermöglicht.
Von Interesse war unter anderem auch ein Online-Weidezaunüberwachungssystem, welches den Halter bei Unterschreitung der Mindestzaunspannung automatisch informiert und elektronisch einen schriftlichen Nachweis über die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle der Zaunfunktion erstellt. Außerdem beantwortete der neue LLH-Herdenschutzberater Alexander Henz am LLH-Infostand umfassend Fragen der Besucher. Weitere Informationen zum Thema Herdenschutz finden Sie unter https://llh.hessen.de/tier/herdenschutz/ sowie im direkten kontakt mit den LLH-Herdenschutz-Beratern.“
Aus: https://llh.hessen.de/tier/schafe-und-ziegen/haltung-schafe-und-ziegen/fachvortraege-info-staende-und-technik-ausstellungen-beim-llh-herdenschutztag-3/
„Fachvorträge, Info-Stände und Technik-Ausstellungen beim LLH-Herdenschutztag
2. November 2023
Geschrieben von Cordula Kipp, Beratungsteam Tierzucht
Durch geeignete Präventionsmaßnahmen können Weidetierhalter ihre Tiere besser vor Wolfsübergriffen schützen. Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) berät dazu hessenweit Weidetierhalter in verschiedenen Formaten. Am LLH-Infostand beantwortete der neue LLH-Herdenschutzberater Alexander Henz Fragen der Besucher zum Thema Herdenschutz und Zaunbau. Am 10. Oktober veranstaltete er den LLH-Herdenschutz-Tag für Schaf-, Ziegen-, Pferde- und Rinderhalter. Das Konzept beinhaltete neben Fachvorträgen Räume für Diskussionen und offene Fragen an den Informationsständen und eine Ausstellung von Herdenschutz-Technik.
Der Wolf geht den Weg des geringsten Widerstandes
Die Teilnehmer folgten mit großem Interesse den sieben Fachvorträgen. Der erste Referent war Jochen Martens (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Schleswig-Holstein). Er referierte zum Herdenschutz in Schleswig-Holstein. Neben der aktuellen Wolfssituation erläuterte er den Ansatz der pauschalierten Förderung in Abhängigkeit von der Anzahl der Mutterschafe in seinem Bundesland.
Im weiteren Verlauf betonte Arnd Ritter (LLH) die Intelligenz und die Lernfähigkeit des Wolfes. Der Wolf sei Opportunist und ein effizienter Jäger. Er gehe den Weg des geringsten Widerstandes. Diese beiden Sätze unterstreichen die Dringlichkeit eines flächendeckenden Herdenschutzes. Dies beinhalte vor allem Elektrozäune, die korrekt gebaut sind und stets unter passender Spannung stehen. In der Praxis zeige sich dabei immer wieder, dass die Erdung meist die Schwachstelle des Zaunsystems sei.“
Alice: „Was heißt das genau?“
„Mindestens zwei Herdenschutzhunde pro Herde
Die Expertin für Herdenschutzhunde Ortrun Humpert (Schafzüchtervereinigung NRW/Schafzuchtverband NRW/Arbeitsgemeinschaft Herdenschutzhunde e. V.) sprach über die Voraussetzungen, die ein Halter von Herdenschutzhunden mitbringen sollte. Aufgrund des Sozialverhaltens der Hunde und zum effektiven Schutz müssen laut Humpert stets mindestens zwei Hunde pro Herde eingesetzt werden.
Herdenschutzhunde sind ‚selbstständige Arbeiter‘, benötigen aber in jungen Jahren Erziehung und Führung. Für Schafhalter ohne Erfahrung mit Herdenschutzhunden empfiehlt sich der Kauf eines anderthalb bis zwei Jahre alten Hundes. Auch Alexander Schlauch (Schäfermeister, BLE-Modell- und Demonstrationsbetrieb ‚Herdenschutz‘) hat in puncto Herdenschutz positive Erfahrungen gemacht. Er berichtete in seinem Praxisvortrag aber durchaus auch von den Herausforderungen, die das Halten von Herdenschutzhunden mit sich bringt.“
Alice: „Witzig, der Rechtschreibfehler passt 😉 Soll vermutlich ‚berichtete‘ heißen. Meiner Meinung nach tatsächlich nur für Menschen geeignet, die Hunde lieben und für die es einfach dazugehört oder normal ist, damit zu arbeiten.“
„Richtlinie Weidetierschutz – Förderung von Kosten für den Weidetierschutz
Im weiteren Programm wurde über die Möglichkeiten und die Voraussetzungen der Förderung von investiven und laufenden Kosten für den Weidetierschutz gesprochen. Anders als bei den Großtieren seien für Schafe, Ziegen und Damwildhaltungen Präventionsmaßnahmen hessenweit förderfähig.“
Alice: „In Hessen sind nur Schafe, Ziegen und Damwild förderbar bei den Kosten. Warum? Also warum gerade die?“
„Im Anschluss erläuterte Reinhard Rust (Regierungspräsidium Kassel) das Vorgehen nach einem möglichen Wolfsriss und gab Informationen zum Antrag auf Billigkeitsleistungen nach bestätigten Nutztierrissen. Er betonte, dass Billigkeitsleistungen nach Wolfsübergriffen freiwillige Zahlungen aus dem Landeshaushalt seien und kein Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Billigkeitsleistung bestünde. Voraussetzung für eine Zahlung nach Übergriffen sei in Schaf- und Ziegenhaltungen die Einhaltung des sogenannten Grundschutzes.“
Alice: „Also in Hessen gibt es keinen Rechtsanspruch für gerissene Tiere.“
„Ausstellung von Zaun- und Mähtechnik
Auf der Ausstellungsfläche sowie in Kurzpräsentationen zeigten fünf Firmen technische Ausstattungen zum Herdenschutz. Diese reichte beispielsweise von Elekt…“
Source
December 3, 2023
Picked up / Noted
„If we want to preserve livestock farming in Germany, we finally need active population management for wolves. The number of these predators is increasing…“
Alice: „If we want to preserve pasture farming, we need the return of nature. Without it, there are no grazing animals. Then the wolf might be population-managed or eradicated again, but then the whining will start all over again (and quite soon): ‚Help, we can’t feed and water the animals!‘ Who is to blame then? And who should be shot/managed?“
November 27, 2023
Hessian Herd Protection
Alice in dialogue with the Association for Agriculture Hesse (LLH).
I will state the summary right here at the beginning: From the Hessian perspective, there is absolutely no mention of the wolf being shot. On the contrary. It describes very clearly—which will probably apply to the whole of Germany later on—that it is solely about fence protection. (Should I have misunderstood my summary, please provide corrections.)
I ask all wolf fans to take a look at this article to see how the affected farmers are doing and why there is a desire to shoot the wolf. In my opinion, it is completely understandable.
I would like to know the total amount of financial losses for farmers in a year with the wolf (meaning simply the cost of labor time and the purchase of an electric fence, labor time for training, and research) and whether the wolf is actually a threat to their economic existence.
Just saying „then build a fence“ is not enough, because I can read up on how complex that is. At least with an electric fence. How things stand with „Jurassic Park fences“ would have to be calculated. By Jurassic Park fences, I mean my first impression when looking at a wolf fence in a wolf enclosure. It must be quite high.
That would eliminate the daily „walking around the fence,“ mowing around the fence, and also the electricity costs (how high would those be per year?). The dying of other animal species would be eliminated, as well as the „ticking noise“ (I am currently unsure how loud an electric fence actually is).
And if that is the case, I wonder why people on the internet are arguing between wolf fans and opponents? Politics clearly states what the deal is here. Wolf opponents should really be supported by politicians. Livestock owners must not suffer any income losses due to the existence of the wolf.
I would like to supplement this article today, on February 23, 2024, with a theory: If hunters stopped shooting game, would there be enough food for the wolf so that it wouldn’t necessarily have to resort to sheep?
Or will there eventually only be sheep from shepherds with dogs? Since this seems to be even better protection than the shaky electric fences. In terms of the environmental footprint, it is probably much better too: dog keeping costs versus electricity consumption and materials for fence manufacturing. Or there will only be sheep from shepherds who can cope with the wolf.
Sheep owners hardly make any money from the sheep. Most of the money does not come from the production and sale of sheep products, but from Germany for cultural landscape conservation. This is completely irrelevant to nature, as nature wants to do what it wants and does not insist on keeping human-made changes in nature.
Oh, then there will be no more heathlands? Well, what is more important for the grandchildren: a cultural landscape or nature? Personally, I can say that the sight of a heath is beautiful.
In this respect, sheep owners earn money because cultural landscapes are supposed to be preserved and they are paid for it by the government—meaning the taxpayer. And if the idea came up to turn cultural landscapes into renatured nature, then it is NOT the wolf’s fault.
Personally—yes, honestly—I love wool products. Whether sheep suffer when they are kept for this purpose is something the sheep would have to answer. Or rather, in what form it takes place. There are certainly differences.
And in my opinion, the survival of shepherds can only happen through regional marketing and consumers buying products from those who appreciate them. Such shepherds would then either have low losses due to dogs, or if the loss caused by the wolf is greater, the product will simply become more expensive and thus it balances out again.
Wolf shooting is not an issue according to this report. At least according to the Hessian proclamation.
The Flyer for Livestock Owners
From: F_Herdenschutz_230711_web-2.pdf
„Further Information
Take advantage of the wide range of information available on wolves and livestock protection:
Advisory Services (LLH)
For questions regarding potential protective measures, the herd protection advisory service of the Association for Agriculture Hesse provides advice (free telephone consultations and on-site appointments for livestock farms): https://llh.hessen.de/tier/herdenschutz/
Funding (Agricultural Offices/WIBank)
Information on the livestock protection funding guidelines (fact sheets, guidelines, grant applications) can be found on the WIBank homepage: https://www.wibank.de/wibank/weidetierschutz. Further information on applying is provided by the agricultural specialist services of the districts.
Hesse Wolf Center (WZH)
The Hesse Wolf Center provides information about wild wolves in Hesse and accepts reports of kills, wolf sightings, and tracks: https://www.hlnug.de/wolfszentrum
Hesse Wolf Hotline: 0641 20009522
E-mail: wolf@hlnug.hessen.de
Publisher
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
Kölnische Straße 48−50, 34117 Kassel
Phone: 0561 7299−0
www.llh.hessen.de
Printed on 100% recycled paper
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen“
Alice: „The leaflet further states:“
„Unused mobile electric fences should therefore not remain on the pasture area for an extended period without electrical voltage after use. They could give roaming predators the experience that contact with pasture fences is not always unpleasant. The operation of electric fence systems requires compliance with relevant standards and recommendations (see, for example, the aid brochure ‚Secure Pasture Fences‘).“
Alice: „Absolutely. The wolf is smart and regularly checks the fences. This means they must always be electrified. Regardless of whether there is livestock inside or not.“
„What to do in case of damage?
If you find a dead or injured livestock animal and suspect a wolf or lynx as the cause, please contact the Hesse Wolf Center immediately: 0641 20009522.
The wolf hotline is staffed Monday to Sunday, including public holidays, from 8 AM to 4 PM. Outside of these hours, please contact the responsible wolf consultants directly, see homepage: https://www.hlnug.de/wolfszentrum
Injured animals should be treated immediately. If the herd breaks out, the animals must be recaptured. In acute danger situations for humans (for example, a breakout near roads), the police must be notified.
Keep third parties and other animals (e.g., dogs) away from dead livestock and try not to alter the situation at the scene if possible. In poor weather conditions (e.g., rain, snow), the carcasses should be covered to prevent genetic material from being lost.
Livestock Protection in Hesse
The expansion of the wolf population presents livestock farming with special challenges. In the meantime, territorial wolves are living in Hesse again, and the first wolf pups were confirmed in 2021. But even without wolves, solid basic protection for livestock is necessary, as stray dogs, wild boars, and foxes repeatedly cause damage. This information sheet is aimed at Hessian livestock owners and everyone who wants to inform themselves about the protection of farm animals.
The Responsibility of Animal Keepers
Livestock keepers are legally obliged, according to good professional practice, to keep their animals in such a way that, under normal circumstances and taking into account the respective local hazard potential, a breakout from the pasture area is impossible. At the same time, keepers are responsible for protecting their animals from external dangers.
Following a livestock breakout, animal keepers may have to prove compliance with due diligence in the event of damage. Documenting daily checks is therefore always sensible.“
Alice: „So it says there that the livestock owner is solely responsible for protection against the wolf. And since they are also obliged to protect the sheep from external dangers, they would also have to ensure that the air remains breathable, that it rains enough, and that there are enough trees. A lot of responsibility.“
„Statewide Basic Protection
The threat to small ruminants, such as sheep and goats, is directly related to the quality of the fencing. Wolves that associate approaching a herd with the painful memory of an electric shock from an electric fence generally make no further attempts to get close to the animals.“
Alice: „Unless they find broken sections during regular fence checks. The farmer (for the sake of simplicity, I always use the classic professional title, which naturally includes female farmers or mixed farms) would therefore have to walk the fence every single day to check if everything is in order.“
„Therefore, comprehensive basic protection is the most important prerequisite for coexisting with wild wolves. For sheep and goat keeping, basic protection is also a prerequisite for the granting of ex-gratia payments in the event of a wolf attack.
The following measures are recommended for livestock herds, especially sheep and goat herds:
Electric Fences (Mobile and Permanent Fences)
-
Net fences or strand fences in connection with a suitable energizer and grounding
-
Minimum height 90 cm, maximum 20 cm ground clearance of the lowest electric strand
-
For strand fences, at least 4 strands at heights of 20, 40, 60, 90 cm above the ground
-
At least 2,500 volts of fence voltage in all areas of the fence system
-
Check (and document) fence voltage daily using a fence tester
Permanent Fences, e.g., made of woven wire mesh
-
Penetration-proof fences with a minimum height of 120 cm
-
Preferably no solid top rail (jump assistance)
-
Under-digging protection: electrified strand/smooth wire at a max height of 20 cm on the outside, or a horizontal apron or embedded fence in the ground
-
Over-climbing protection: fence angling outwards or electrified strand/smooth wire in the upper area of the fence on the outside
-
Regularly check the fence system for functionality“
Alice: „Can I please show the face of the article again? ;)“
https://thelawofnature.eu/aid-broschuere-sichere-weidezaeune/
Alice: „So no blame on the recommendation, but it is already complicated for the farmer. It also says here that he has to check the fence every day, which leads to an increased workload. Time required per day? 10 mins, 30 mins? Per week 1 hour 10 mins, 3 hours 30 mins. Plus mowing time (the fence must always stand clear of vegetation).“
„The enclosures must be closed on all sides. A minimum distance of 4 m to ‚jump-in opportunities‘ such as silage bales or embankments should be maintained. If possible, secure stalling at night offers the best protection. A further measure can be electric fences in combination with herd protection dogs.“
Alice: „Here again is the hint that this is only an option for people who like dogs and want to take them into their family until the end of their lives, including food and vet costs. It would be interesting to have information here on how much two dogs cost until their death, including the purchase price.“
„Electric fences have proven themselves“
Alice: „Well, as far as I could gather, no. In any case, there are many opposing voices. I would need the experience of farmers who follow the rules exactly. I assume that it is undesirable to have an increased workload now just because of the wolf, when they barely have time anyway and are at their limit.“
„Predators specifically look for gaps and weak points. The well-known sheep hurdles or even permanent fences with a solid top rail, e.g., in the form of a half-slat, can be climbed over or dug under relatively easily by dogs and wolves.“
Alice: „Yep.“
„Retrofitting conventional pasture fences with electric fence strands and energizers is frequently possible while observing relevant regulations.“
Alice: „When is it not?“
„The Association for Agriculture Hesse (LLH) provides advisory services for checking and adapting pasture fences—also with regard to wolf security. It must be in the interest of all livestock owners that predators experience contact with pasture fences as an unpleasant event; then they will keep their distance.“
From: https://llh.hessen.de/tier/herdenschutz/?fbclid=IwAR00r8tc2-zNqnoxxWoA5zuIsuZSmjsWN78Jj3KghoK835zRDuVK2sgwW7k
„Herd Protection
With the return of large predators such as the wolf and lynx, the topic of ‚herd protection‘ is moving back into the consciousness of grazing farms. Alongside the joy over the enrichment of our ecosystems by these long-absent but historically native predators, concern for the safety of livestock is growing.
The LLH advises livestock owners on herd protection, helps to fully exploit operational options for preventing attacks by large predators, opens up sources of information on the topic, and sheds light on the economic impact of operational measures. Individual concepts for hazard prevention are created in close cooperation with the farms.
In doing so, the LLH works closely with other Hessian administrative units, not least to guarantee the important contribution of Hessian grazing farms to preserving ecologically highly valuable open-land biotopes even in the presence of large predators, and to support a long-term thriving of Hessian livestock farming in the interest of society as a whole.“
Alice: „Good, as far as I can gather now, it is ONLY about fence protection. NOT about wolf culls. As announced by Hessian politicians.“
From: https://llh.hessen.de/ueber-uns/presse/bestmoeglicher-schutz-von-weidetieren-vor-wolfsuebergriffen/
„Best Possible Protection of Livestock from Wolf Attacks
October 11, 2023
Written by the Press and Public Relations Unit
In view of the increasing requests for advice from sheep, goat, cattle, and horse keepers on the best possible protection of livestock from wolf attacks, the Association for Agriculture Hesse (LLH) organized a herd protection day on October 10 at the Eichhof in Bad Hersfeld. As part of the event, various companies demonstrated which pasture fence and herd protection technology is currently available. Furthermore, experts explained the best possible protection of livestock from wolf attacks in specialist lectures.
Accordingly, Hesse’s animal keepers should not only build their fences in such a way that their herds remain in the pasture area, but also prevent wolves from entering. However, a deterrent effect against the wolf can only be achieved through the electric shock of an electrified fence. In addition, care must be taken to install adequate under-digging protection.
Unfortunately, it cannot be ruled out that wolves will overcome an electrified fence. However, so-called basic protection can significantly reduce the risk of an attack. Furthermore, basic protection is a prerequisite for possible damage compensation,‘ states a spokesman for the LLH.
Damage compensation for wolf attacks on sheep and goat holdings is tied to the condition that an electrified fence has the required basic protection of a minimum height of 90 cm, the distance of the lowest electrical conductor is a maximum of 20 cm from the ground, and the fence carries a voltage of at least 2,500 volts.
For livestock keepers, within the vegetation period, this means regularly mowing the growth so that the voltage does not weaken. The fence must also be checked regularly for weak points. The LLH advisory staff, whose task it is to advise animal keepers on the best possible herd protection, are aware that these measures increase the costs and labor time requirements of animal keeping.“
Alice: „Good, yes, it is also stated here that they are aware it increases costs and labor time. Here, a mathematician could do the math again: losses for the farmer (hourly wage / fence costs) calculated over one year. And whether this could lead to the financial ruin of the farmer.
The costs of killed livestock are supposedly covered, but only if the guideline is followed. If the farmer happens to be sick and cannot walk around the fence, and exactly then the power fails and 5 animals are killed, then he is out of luck and has to pay for them himself.
This means the mathematician would also have to factor in this labor time: finding the dead animals, reporting them, and the paperwork involved, oh, and the training courses or further education, research time on how to handle the fence, plus the probability calculation of a reimbursement.“
„Herd Protection Day 2023
Further information can be found in the following articles:
Specialist lectures, information stands, and technology exhibitions at the LLH Herd Protection Day
November 2, 2023
Written by Cordula Kipp, Animal Breeding Advisory Team
Through suitable preventive measures, livestock owners can better protect their animals from wolf attacks. The Association for Agriculture Hesse (LLH) advises livestock owners throughout Hesse in various formats.“
From: https://llh.hessen.de/tier/pferde/fachvortraege-info-staende-und-technik-ausstellungen-beim-llh-herdenschutztag/
„On October 10, the LLH organized the Herd Protection Day for horse, cattle, sheep, and goat keepers. In addition to specialist lectures, the concept included spaces for discussions and open questions at the information stands, as well as an exhibition of herd protection technology.
Wolf-Deterrent Electric Fences
The participants followed the seven specialist lectures with great interest. Andreas Hornemann (LLH consultant for horse breeding and herd protection-horse) lectured on the topic of herd protection for horses. He particularly emphasized the importance of negative conditioning of the wolf to fences. Every contact of the wolf with an electric fence must be a deterrent event. This includes comprehensively, constantly functioning electric fences that are correctly built and permanently under appropriate voltage. The wolf must not learn from the neighbor that electric fences can be overcome without any problems!“
Alice: „Oh dear, now the neighbor has to have a secure fence too. And if not? There will be a fight.“
„A correctly constructed electric fence does not rule out the entry of a wolf, but it reduces the risk of an attack.“
Alice: „So it’s not 100 percent protection. What percentage of protection does it provide?“
„A wolf-deterrent fence includes, in addition to the upper strands depending on the size of the horses, live conductors (e.g., strand or cord) at heights of 20 cm, 40 cm, 60 cm, and 90 cm above the ground. To prevent the horses‘ legs from getting caught in the strands close to the ground when rolling, there should be a minimum horizontal distance (30 cm) between the fence conductors for the horse fence and the fence conductors for the wolf fence. This can be achieved by using offset insulators or by building two separate fences in front of each other.
Alternatively, plastic-coated wires can be used in the lower rows (up to 80 cm). A wolf-deterrent fence must have a minimum voltage of 2,500 V and a shock energy of at least 1 Joule at any point of the fence at all times. A prerequisite for this is flawless fence technology, correctly installed grounding, and clearing the fence of voltage-draining vegetation. Interested horse owners can read more tips on building wolf-deterrent fences in the DLG fact sheet 455.
Funding Guideline for Livestock Protection
Further along in the program, the possibilities and prerequisites for funding investment and running costs for livestock protection were discussed. According to the current livestock protection directive, funding for sheep, goat, and fallow deer keeping is possible throughout Hesse. Preventive measures for cattle, domestic horses, and domestic donkeys (up to one year of age or small breeds with a withers height of up to a maximum of 112 cm when fully grown) are eligible for funding in event areas. An event area exists if a wolf attack on the corresponding animal species has been officially confirmed in that area.
At the time of the event, there were no event areas for horses and donkeys in Hesse. Possible changes can be viewed on the website www.hlnug.de/wolf under the tab ‚Herd Protection and Funding‘. Other lecture topics included herd protection for sheep/goats and cattle, herd protection dogs, and applying for ex-gratia payments after confirmed livestock kills.“
Alice: „Ok, so worried horse owners have to wait until something happens to get funding.“
„Exhibition of Fencing and Mowing Technology
In the exhibition area as well as in short presentations, five companies demonstrated technical equipment for herd protection. This ranged, for example, from solar electric fence energizers via strands and plastic-coated wires to mowing technology that facilitates the necessary clearing of fences.
Of interest, among other things, was an online fence monitoring system that automatically informs the keeper if the minimum fence voltage is undercut and electronically generates written proof of the legally prescribed check of the fence function. In addition, the new LLH herd protection consultant Alexander Henz comprehensively answered visitors‘ questions at the LLH information stand. Further information on the topic of herd protection can be found at https://llh.hessen.de/tier/herdenschutz/ as well as in direct contact with the LLH herd protection consultants.“
From: https://llh.hessen.de/tier/rinder/haltung-rinder/fachvortraege-info-staende-und-technik-ausstellungen-beim-llh-herdenschutztag-2/
„Specialist lectures, information stands, and technology exhibitions at the LLH Herd Protection Day
November 2, 2023
Through suitable preventive measures, livestock owners can better protect their animals from wolf attacks. The Association for Agriculture Hesse (LLH) advises livestock owners throughout Hesse in various formats. Pasture gates must be protected by additional electric strands to prevent the wolf from climbing over or crawling under.
On October 10, the LLH organized the Herd Protection Day for cattle, sheep, goat, and horse keepers. The concept included, alongside specialist lectures, spaces for discussions and open questions at the information stands, as well as an exhibition of herd protection technology.
Wolf-Deterrent Electric Fences
The participants followed the seven specialist lectures with great interest. Arnd Ritter (LLH) emphasized the intelligence and learning capacity of the wolf. The wolf is an opportunist and an efficient hunter. He takes the path of least resistance. These two sentences underline the urgency of comprehensive herd protection. This primarily includes electric fences that are correctly built and always under appropriate voltage. In practice, it is repeatedly shown that grounding is usually the weak point of the fence system.
In the cattle sector, protection for young animals under eight weeks is particularly recommended. A wolf-deterrent fence must have live conductors (e.g., wires) at heights of 20 cm, 40 cm, 60 cm, and 90 cm above the ground. A wolf-deterrent fence must feature at least 2,500 V voltage and a shock energy of at least 1 Joule at any point of the fence at all times.
Prerequisites for this are flawless fence technology, correctly installed grounding, and clearing the fence of voltage-draining vegetation. Further information and tips on building wolf-deterrent fences can be read by interested livestock keepers in the DLG fact sheet 455.
Livestock Protection Directive – Funding of Costs for Livestock Protection
Further along in the program, the possibilities and prerequisites for funding investment and running costs for livestock protection were discussed. According to the current livestock protection directive, funding for sheep, goat, and fallow deer keeping is possible throughout Hesse. Preventive measures for cattle, domestic horses, and domestic donkeys (up to one year of age or small breeds with a withers height of up to a maximum of 112 cm when fully grown) are eligible for funding in event areas. An event area exists if a wolf attack on the corresponding animal species has been officially confirmed in that area.
On the website www.hlnug.de/wolf under the tab ‚Herd Protection and Funding‘, there is a list of eligible municipalities for cattle in Hesse.
Herd Protection Dogs Can Also Be Used in Cattle Herds
Other lecture topics were herd protection for sheep/goats and horses, applying for ex-gratia payments after confirmed livestock kills, and herd protection dogs. According to herd protection dog expert Ortrun Humpert, after an appropriate training phase, the latter can work just as well with cattle as with small ruminants.
Exhibition of Fencing and Mowing Technology
In the exhibition area as well as in short presentations, five companies demonstrated technical equipment for herd protection. This ranged, for example, from solar electric fence energizers…“
Alice: „Eco-friendly electric fences in operation.“
„…via wires and strands to mowing technology that enables the necessary clearing of fences.
Of interest, among other things, was an online fence monitoring system that automatically informs the keeper if the minimum fence voltage is undercut and electronically generates written proof of the legally prescribed check of the fence function. In addition, the new LLH herd protection consultant Alexander Henz comprehensively answered visitors‘ questions at the LLH information stand. Further information on the topic of herd protection can be found at https://llh.hessen.de/tier/herdenschutz/ as well as in direct contact with the LLH herd protection consultants.“
From: https://llh.hessen.de/tier/schafe-und-ziegen/haltung-schafe-und-ziegen/fachvortraege-info-staende-und-technik-ausstellungen-beim-llh-herdenschutztag-3/
„Specialist lectures, information stands, and technology exhibitions at the LLH Herd Protection Day
November 2, 2023
Written by Cordula Kipp, Animal Breeding Advisory Team
Through suitable preventive measures, livestock owners can better protect their animals from wolf attacks. The Association for Agriculture Hesse (LLH) advises livestock owners throughout Hesse in various formats. At the LLH information stand, the new LLH herd protection consultant Alexander Henz answered visitors‘ questions on the topic of herd protection and fence construction. On October 10, the LLH organized the Herd Protection Day for sheep, goat, horse, and cattle keepers. The concept included, alongside specialist lectures, spaces for discussions and open questions at the information stands, as well as an exhibition of herd protection technology.
The Wolf Takes the Path of Least Resistance
The participants followed the seven specialist lectures with great interest. The first speaker was Jochen Martens (State Office for Agriculture, Environment and Rural Areas, Schleswig-Holstein). He lectured on herd protection in Schleswig-Holstein. Alongside the current wolf situation, he explained the approach of flat-rate funding depending on the number of ewes in his federal state.
In the further course, Arnd Ritter (LLH) emphasized the intelligence and learning capacity of the wolf. The wolf is an opportunist and an efficient hunter. He takes the path of least resistance. These two sentences underline the urgency of comprehensive herd protection. This primarily includes electric fences that are correctly built and always under appropriate voltage. In practice, it is repeatedly shown that grounding is usually the weak point of the fence system.“
Alice: „What does that mean exactly?“
„At Least Two Herd Protection Dogs per Herd
The expert on herd protection dogs, Ortrun Humpert (Sheep Breeders Association NRW/Sheep Breeding Association NRW/Working Group Herd Protection Dogs e.V.), spoke about the prerequisites that a keeper of herd protection dogs should bring along. Due to the social behavior of the dogs and for effective protection, at least two dogs must always be used per herd, according to Humpert.
Herd protection dogs are ‚independent workers‘ but require education and guidance in their youth. For sheep owners without experience with herd protection dogs, buying a dog that is one and a half to two years old is recommended. Alexander Schlauch (Master Shepherd, BLE Model and Demonstration Farm ‚Herd Protection‘) has also had positive experiences regarding herd protection. However, in his practical lecture, he certainly also spoke about the challenges that keeping herd protection dogs brings with it.“
Alice: „Funny, the typo fits 😉 It is probably supposed to mean ‚reported‘ (berichtete). In my opinion, it is actually only suitable for people who love dogs and for whom it is simply part of life or normal to work with them.“
„Livestock Protection Directive – Funding of Costs for Livestock Protection
Further along in the program, the possibilities and prerequisites for funding investment and running costs for livestock protection were discussed. Unlike with large animals, preventive measures for sheep, goats, and fallow deer holdings are eligible for funding throughout Hesse.“
Alice: „In Hesse, only sheep, goats, and fallow deer are eligible for cost funding. Why? I mean, why specifically those?“
„Following this, Reinhard Rust (Kassel Regional Council) explained the procedure after a possible wolf kill and gave information on applying for ex-gratia payments after confirmed livestock kills. He emphasized that ex-gratia payments after wolf attacks were voluntary payments from the state budget and that there was no legal entitlement to the granting of an ex-gratia payment. A prerequisite for payment after attacks in sheep and goat holdings was compliance with the so-called basic protection.“
Alice: „So in Hesse, there is no legal entitlement for killed animals.“
„Exhibition of Fencing and Mowing Technology
In the exhibition area as well as in short presentations, five companies demonstrated technical equipment for herd protection. This ranged, for example, from elect…“
