Gegenthese PFAS Windrad

Ein Windrad verstreut keine PFAS während der Nutzung.

Aus: https://www.agrarheute.com/energie/abrieb-windraedern-fuer-hohe-pfas-werte-wildschweinen-verantwortlich-633135

Vom 11.03.25

Hier finden sich auch Ideen wie ein Waldboden oder eine Talsperre auch verschmutzt werden können.

Mit Feuerlöschschaum. Gabe es einen grossen Brand, so könnte dies eine Ursache sein.
Auch einen Traktor auf dem Feld zu löschen verursacht diese Einbringungen.

Laut diesem Artikel, wäre der Abbrieb von PFAS Mikroplastik sehr viel geringer, als dies durch den Abbrieb von Autoreifen stattfindet (die bei E Autos ja die gleichen bleiben)

1400 Tonnen durch alle derzeitigen Anlagen pro Jahr versus 102.000 Tonnen von Autoreifen. Mikroplastik. Jetzt weiss ich nicht ob es einen Unterschied zwischen PFAS und Mikroplastik gibt.

Laut dem Artikel von

https://glacierfreshfilter.com/en-de/blogs/news/microplastics-vs-pfas-distinguishing-between-two-environmental-contaminants?srsltid=AfmBOoquQiXuWpq9NmwurSob4qWgyJiAQYSLwmJMyDlWvFywYjXSaVv7

gibt es einen Unterschied. Also bezieht sich der oben zitierte Vergleich NICHT speziell auf PFAS. Oder wie ich weiter unten notiere ist die Frage noch offen ob PFAS in Mikroplastik Bioverfügbar sind. Puh, aber schon krass wieviel der Abbrieb von Autoreifen dann ist.

Im weiteren Verlauf wird gesagt, dass PFAS nicht durch Windräder verteilt werden, da es wohl in Wasserlöslicher Form (Feuerlöschschaum, Pestizide) wohl gefährlicher ist. Windkraft gelte nicht als Hauptquelle, fraglich ist jedoch:
Sind PFAS (im Lack)  im Mikroplastik dann bioverfügbar.

Was jedoch klar ist. Das Reycling von Windrädern bleibt problematisch, da diese Produkte wohl nicht biologisch abbaubar wären. Hm, aber wie reinigt man dann kontaminiertes Trinkwasser (mit Aktivkohle…und wohin geht die benutze Kohle?) Oder einen kontaminierten Boden?

Ah mit einer Bodenwäsche.
Das geht so.

Aus: https://nachrichten.idw-online.de/2025/02/05/pfas-wie-man-die-ewigkeits-chemikalien-besser-aus-dem-boden-bekommt

„Böden, die mit schädlichen per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) belastet sind, können nur schwer und nicht immer komplett davon gereinigt werden. Damit dies zukünftig besser gelingt, erproben Forschende an der Universität Augsburg verschiedene Reinigungsverfahren.“

„Findet man – z. B. beim Bodenaushub für eine Baumaßnahme – PFAS im Boden, muss dieser entweder gereinigt oder deponiert, also entsorgt, werden. Entfernen lassen sich die PFAS mit einer speziellen Bodenwäsche. Bei dieser wird der kontaminierte Boden ausgehoben und in einer Anlage, einer gigantischen Waschmaschinentrommel ähnlich, durch gezielt geförderte Interaktion mit Wasser gereinigt.

Feinkörnige Böden komplett reinigen

Für grobe Bodenfraktionen (Sand, Kies) funktioniert diese Reinigung bereits. Problematisch sind bislang noch die sogenannten Feinfraktionen – das sind sehr kleine Bodenpartikel, deren Durchmesser weniger als 0,1 mm beträgt. Diese müssen bislang noch auf speziellen Deponien entsorgt werden.“

„..an einer Lösung, die eine Komplettreinigung von PFAS-belastetem Bodenaushub ermöglicht“

Na den Wald kann man wohl kaum einer Bodenwäsche unterziehen.

„Mit Start zum 1. April 2025 wird das Projekt mit rund 430.000 Euro von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert. In seiner dritten Förderrunde 2024 hat der Stiftungsrat für zehn Technologieprojekte aus ganz Bayern insgesamt rund 5,8 Millionen Euro an Zuschüssen bewilligt.“

Und hier was die Geschäftsführung sagt

https://www.bmuv.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Bodenschutz/pfas_leitfaden_bf.pdf

Und da was passiert, wenn die kontaminierte Fläche zu gross ist

Aus: https://www.fr.de/wirtschaft/acker-durch-pfas-kontaminiert-in-100-jahren-noch-nicht-sauber-93858637.html

„Ein Komposthändler hatte über Jahre hinweg mit PFAS belastete Papierschlämme an Landwirte in der Region verteilt, als Dünger.“

„Schon früh gab es Stimmen, die sagten: Sofort alles ausheben und sanieren! Aber als sich die Dimension des Problems immer mehr abzeichnete, wurde klar, dass ein kompletter Austausch des Erdreichs illusorisch ist. Die mit PFAS belastete Fläche ist viel zu groß – so groß, dass die Kartierung erst 2022, sieben Jahre später, abgeschlossen war: insgesamt um die 1100 Hektar.“

„Es gab dramatische Situationen, zum Beispiel frisch angelegte Spargelfelder, die umgepflügt werden mussten. Das sind Verluste, auf denen die Landwirte sitzenbleiben. Ich wurde gefragt: Wann können wir endlich wieder normal auf unseren Feldern anbauen? Dann musste ich sagen: Wir gehen davon aus, dass der Boden auch in 100 Jahren noch nicht sauber ist.“

„Um die Unbedenklichkeit der Lebensmittel sicherzustellen, wurde frühzeitig ein Monitoring eingeführt. Am Anfang wussten wir noch nicht so genau, wie hoch die Konzentration der PFAS in den verschiedenen Pflanzen ist, die auf belasteten Feldern wachsen. Mittlerweile können wir den Landwirten recht genaue Vorgaben machen, was sie wo anbauen dürfen. Spargel oder Soja gehen auf stark PFAS-belasteten Feldern keinesfalls. Saatmais dagegen – der angebaut wird, um Saatgut von Mais zu erzeugen – ist recht unproblematisch. Da finden sich dann zwar PFAS in den Stängeln und Blättern. Aber in den Maiskörnern kommt nichts davon an.“