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Gedanken zum Geierschutz: VulPro und das Dilemma
Bedrohte Riesen in Afrika
In Afrika kommen 11 Geierarten vor, von denen 6 vom Aussterben bedroht sind. Die Ursachen sind vielfältig: Vergiftungen, Bejagung, Stromleitungen, Windräder, Lebensraumzerstörung und ein schwindendes Nahrungsangebot. Einige Menschen nutzen Körperteile von Geiern für traditionelle medizinische Zwecke. Zudem gibt es laut NABU einen internationalen Handel mit Geiern und deren Teilen – Preise liegen zwischen 15 und 100 US-Dollar für einen Geier und fast 8.000 US-Dollar für vier Eier des Kappengeiers. Alleine in Westafrika geht die Zahl der Opfer in die Tausende.
Gefahren im Alltag: Stromleitungen und Windräder
Geier fliegen Stromleitungen und -masten an – oft, weil sie diese vermutlich als Rastplätze nutzen oder trotz ihrer guten Sicht Hindernisse im Flug falsch einschätzen. Ähnliche Probleme gibt es bei Windrädern, wo Kollisionen und Luftverwirbelungen eine große Bedrohung darstellen.
Schutzinitiativen und das Monitoring-Dilemma
Um das Geiersterben zu stoppen, wurden „Vulture Safe Zones“ eingerichtet. Da Geier jedoch viele Länder bereisen, müssten flächendeckend solche Zonen entstehen. In Südafrika leistet die Organisation „VulPro“ wichtige Arbeit. Ihre Mission: Afrikanische Geier durch Zusammenarbeit und Innovationen schützen.
VulPro begann als Rehabilitationseinrichtung, betreibt heute Zuchtprogramme und setzt stark auf ein engmaschiges Monitoring. Alle freigelassenen Tiere erhalten farbige Beinbänder und/oder GPS-Sender. Während die Organisation damit wertvolle Daten über Bewegunsgmuster, Schlafplätze und Überlebensraten gewinnt (reparierte Geier haben eine ca. 75%ige Überlebenswahrscheinlichkeit, während in Gefangenschaft gezüchtete Tiere oft Rückschläge erleiden), wirft das bei mir Fragen auf: Spüren Geier die Strahlung oder das Gewicht von Sendern? Stören Flügelmarkierungen den Luftstrom? Und wie verhält sich das eigentlich mit der GPS-Technik und Batterien in der Natur?
Verbreitung und Ursprünge
VulPro möchte in andere Länder expandieren, in denen Geier selten geworden sind oder nicht mehr brüten. Natürlich lebten Geier früher in ganz bestimmten, an sie angepassten Regionen und Klima-Zonen – in Finnland beispielsweise waren sie wohl eher nicht heimisch.
English Translation
Thoughts on Vulture Conservation: VulPro and the Dilemma
Threatened Giants in Africa
There are 11 vulture species in Africa, 6 of which are threatened with extinction. The causes are diverse: poisoning, hunting, power lines, wind turbines, habitat destruction, and a shrinking food supply. Some people use vulture body parts for traditional medicinal purposes. Furthermore, according to NABU, there is an international trade in vultures and their body parts – prices range between 15 and 100 US dollars for a vulture and almost 8,000 US dollars for four hooded vulture eggs. In West Africa alone, the number of victims runs into the thousands.
Dangers in Everyday Life: Power Lines and Wind Turbines
Vultures fly towards power lines and pylons – often presumably because they use them as resting places or misjudge obstacles in flight despite their good eyesight. Similar problems exist with wind turbines, where collisions and turbulence pose a major threat.
Conservation Initiatives and the Monitoring Dilemma
To stop the dying of vultures, „Vulture Safe Zones“ have been established. However, since vultures travel through many countries, such zones would need to be created comprehensively. In South Africa, the organization „VulPro“ does important work. Their mission: To protect African vultures through collaboration and innovation.
VulPro started as a rehabilitation facility, now runs breeding programs, and relies heavily on close monitoring. All released animals receive colored leg bands and/or GPS transmitters. While the organization gains valuable data on movement patterns, roosting sites, and survival rates (rehabilitated vultures have about a 75% survival rate, while captive-bred animals often face setbacks), this raises questions for me: Do vultures feel the radiation or weight of transmitters? Do wing markers disrupt airflow? And what is actually the deal with GPS technology and batteries in nature?
Distribution and Origins
VulPro wants to expand into other countries where vultures have become rare or no longer breed. Of course, vultures historically lived in very specific regions and climate zones adapted to them – in Finland, for example, they were probably not native.
