
Essenz des Textes
Die Gleichung:
Kapital aus Umweltzerstoerung (Offshore) + Historische Altlasten (Kriegsmunition) – Zweckgebundene Strategie = Oekologische Instabilitaet
Erläuterung der Gleichung: Die Milliardenbeträge aus Offshore-Windpark-Versteigerungen stellen eine historische Chance für den Meeresschutz dar. Das Problem ist jedoch die Diskrepanz: Während der Mensch durch den Ausbau der Energieinfrastruktur erneut in sensible marine Lebensräume eingreift, lasten 1,6 Millionen Tonnen Kriegsmunition als tickende Zeitbombe am Meeresgrund. Die Gleichung zeigt, dass ohne eine klare, transparente und zweckgebundene Strategie das investierte Kapital verpufft, anstatt die Meere (als unsere „blaue Lunge“) langfristig zu sanieren oder den notwendigen Wandel in der Fischerei zu finanzieren.
Zusammenfassende Kernbotschaft:
Der Text verdeutlicht die dringende Notwendigkeit, ökologische Ausgleichszahlungen (Offshore-Erlöse) nicht nur zu verwalten, sondern proaktiv und kreativ in eine nachhaltige Zukunft der Nord- und Ostsee zu investieren. Es wird ein ganzheitlicher Ansatz gefordert, der von der Bergung toxischer Munitionsaltlasten über die Umgestaltung der Küstenbiotope bis hin zur Förderung einer kleinteiligen, traditionellen Fischerei reicht. Der Bürger wird dazu aufgerufen, nicht nur auf staatliches Handeln zu warten, sondern durch den eigenen Konsum und kritische Anfragen aktiv Druck auf die Politik auszuüben.
Essence of the Text
The Equation:
Capital from environmental destruction (Offshore) + Historic legacy (War munitions) – Earmarked strategy = Ecological instability
Explanation of the equation: The billions in revenue from offshore wind farm auctions represent a historic opportunity for marine conservation. However, the problem lies in the discrepancy: while humans are intervening in sensitive marine habitats through infrastructure expansion, 1.6 million tons of war munitions remain a ticking time bomb on the seafloor. The equation shows that without a clear, transparent, and earmarked strategy, the invested capital will be wasted rather than used to remediate the seas (our „blue lung“) or finance the necessary transition in the fishing industry.
Summary Core Message:
The text highlights the urgent need to not just manage ecological compensation payments (offshore revenues), but to invest them proactively and creatively in a sustainable future for the North and Baltic Seas. It calls for a holistic approach, ranging from recovering toxic legacy munitions and redesigning coastal biotopes to promoting small-scale, traditional fisheries. Citizens are encouraged not only to wait for government action but to exert active pressure on policymakers through their own consumption choices and critical inquiries.
Quelle:
Da es im Ersten und Zweiten Weltkrieg noch keine Ausgleichszahlungen für umweltzerstörerisches Verhalten gab, kann auch keiner der Verantwortlichen zur Kasse gebeten werden. Wie das heutzutage aussieht, habe ich noch nicht recherchiert. Da im aktuellen Beispiel Russland und die Ukraine nicht zur EU gehören, gelten diese Regeln für diese dann auch heute noch nicht? Vermutlich. Wenn ein Nicht-EU-Land die Natur der EU zerstört, muss vermutlich auch kein Ausgleich dafür gezahlt werden, oder? Nur wenn die EU sich als „Land“ selbst zerstört.
Problem: Die Erde hat keine Ländergrenzen, die Natur auch nicht. Wenn also Länder Krieg führen, sind sie für alle Lebewesen dementsprechend schädlich. Theoretisch müssten alle Länder von allen Ländern fordern, fürsorglich mit der Natur umzugehen und diese nicht zu zerstören.
Die ganze Welt könnte fordern, dass Ost- und Nordsee nicht zur Giftbrühe werden durch das Verrotten von altem Kriegsgerät, weil Nord- und Ostsee ja auch woanders hinfließen und keinen Beckenrand haben. Der Regenwald ist auch ein Gebiet, das für ALLE erhalten bleiben muss. Dafür gibt es noch keine Gesetze, jedoch Empfehlungen und Erkenntnisse. Die Erde ist Mutter aller Lebewesen, und nur sie kann den Menschen versorgen. Niemand anderes.
Als Entschädigung für Krieg gibt es aktuell Kriegswitwenrenten, oder kaputte Menschenkörper nach der Rückkehr aus dem Krieg als Soldat werden mit Ausgleichszahlungen bedacht. Doch im Bereich Naturausgleich gibt es, denke ich, noch keine Weltgesetze. Denn das Renaturierungsgesetz ist nur europäisch. Es gibt wohl auch noch Wiederaufbaugesetze, dass es Verpflichtungen gibt, Geld an die kaputt gemachten Länder zu geben, damit sie ihre Wohnhäuser wieder aufbauen können (was in Bezug auf Klimaschutz etc. ja wirklich nicht gerade förderlich ist). Aber für kaputt gemachte Muschelhäuser gibt es keine Wiederaufbauhilfe als Vergleich und vermutlich auch keine Verpflichtung zur Reinigung des Bodens von Kontaminationen durch Waffen.
Anfragen sind raus, wie viel Fläche mit so einer Summe geräumt werden kann und wie viel eine komplette Säuberung der Nord- und Ostsee kosten würde. (Stand 23.02.24: unbeantwortet).
Nun scheint dies aber gar nicht so einfach zu sein, wie ich in einem aktuellen Artikel lesen kann (Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Munition-im-Meer-Wie-gefaehrlich-ist-die-Sprengung-der-Altlasten,sprengung322.html).
Die Forschung steht noch am Anfang, wie das mit der Munitionsentfernung am besten geht. Bedeutet: Erstmal müsste die Forschung bezahlt werden, bevor geräumt werden kann? Sprengungen zerstören Kommunikationsorgane der Schweinswale und setzen giftige Chemikalien frei. Rund 300.000 Tonnen liegen auf dem Boden vor der deutschen Ostseeküste (und wie viele in der Nordsee?).
Laut Umweltbundesamt (https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/meere/nutzung-belastungen/munition-im-meer) lagern in der deutschen Nord- und Ostsee Altlasten von ca. 1,6 Millionen Tonnen konventioneller Munition und 5.000 Tonnen chemischer Kampfstoffe. Gegenwärtig wird bei Gefährdung der Schifffahrt durch Munitionsaltlasten diese durch Kampfmittelräumdienste entschärft, geborgen und der einzigen deutschen Entsorgungsanlage, der Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten in Munster, zur Vernichtung zugeführt. Falls eine Entschärfung durch Taucher nicht möglich ist, wird die Munition gesprengt. Da dabei die Schadstoffe nicht vollständig vernichtet, sondern erst recht in die Umwelt freigesetzt werden, sollten Sprengungen vermieden werden.
Die Umweltministerkonferenz hat 2019 beschlossen, die Daten- und Informationslage zur Gefährdung der Meeresumwelt durch Munitionsaltlasten zu verbessern und auf dieser Grundlage über die Notwendigkeit und Eignung von Maßnahmen, einschließlich Bergung und Entsorgung, zu befinden. Gegenwärtig wird diskutiert, dass eine schwimmende mobile Entsorgungsanlage für die Vernichtung von Munitionsaltlasten gebaut werden sollte. Die Finanzierung all dieser Maßnahmen ist noch zu klären.
Netzfund, ein Song für die Ostsee: https://www.youtube.com/watch?v=foAljxALr9E. Frage: Wie kann ich als Verbraucher vermeiden, dass Düngemittel in die Ostsee gelangen? Hat jemand eine Übersicht über die landwirtschaftlichen Betriebe rund um die Ostsee und was diese produzieren? Und welche Alternativen können den Landwirten angeboten werden? Es ist krass, dass nun nach 70 Jahren genau jetzt das Material anfängt zu rosten, und wenn keiner etwas tut, stirbt die Ostsee daran.
Source
Since there were no compensation payments for environmentally destructive behavior during the First and Second World Wars, none of those responsible can be held accountable. How this looks today, I have not yet researched. Since Russia and Ukraine are not EU members in the current example, do these rules not apply to them even today? Presumably. If a non-EU country destroys nature within the EU, no compensation likely has to be paid, right? Only if the EU destroys itself as a „country.“
Problem: The Earth has no national borders, and neither does nature. If countries go to war, they are therefore harmful to all living beings. Theoretically, all countries should demand that all other countries handle nature with care and not destroy it.
The whole world could demand that the Baltic and North Seas do not turn into a toxic brew due to the rotting of old war equipment, because the North and Baltic Seas flow elsewhere and have no basin edge. The rainforest is also an area that must be preserved for EVERYONE. There are no laws for this yet, only recommendations and findings. The Earth is the mother of all living beings, and only she can provide for humanity. No one else.
As compensation for war, there are currently war widow pensions, or broken human bodies after returning from war as soldiers are provided with compensation payments. But in the area of environmental compensation, I think there are no world laws yet, because the Restoration Law is only European. There are also reconstruction laws that mandate giving money to devastated countries so they can rebuild their homes (which is not exactly beneficial in terms of climate protection, etc.). But for destroyed mussel habitats, there is no reconstruction aid as a comparison and presumably no obligation to clean the soil of contaminations caused by weapons.
Inquiries have been sent asking how much area can be cleared with such a sum and how much a complete cleanup of the North and Baltic Seas would cost. (Status 02/23/24: unanswered).
Now, however, this seems not to be as simple as I read in a current article (Source: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Munition-im-Meer-Wie-gefaehrlich-ist-die-Sprengung-der-Altlasten,sprengung322.html).
Research is still in its infancy regarding the best way to remove munitions. This means research would have to be paid for before clearing can take place. Detonations destroy the communication organs of harbor porpoises and release toxic chemicals. Around 300,000 tons lie on the bottom off the German Baltic coast (and how many in the North Sea?).
According to the German Environment Agency (https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/meere/nutzung-belastungen/munition-im-meer), legacy items of approx. 1.6 million tons of conventional ammunition and 5,000 tons of chemical warfare agents are stored in the German North and Baltic Seas. Currently, when shipping is endangered by legacy munitions, they are defused by explosive ordnance disposal services, recovered, and taken for destruction to the only German disposal facility, the Company for the Disposal of Chemical Warfare Agents and Old Armaments in Munster. If defusing by divers is not possible, the ammunition is detonated. Since the pollutants are not completely destroyed in this process but rather released into the environment, detonations should be avoided.
In 2019, the Environment Ministers Conference decided to improve the data and information situation regarding the threat to the marine environment from legacy munitions and, on this basis, to decide on the necessity and suitability of measures, including recovery and disposal. Currently, discussions are underway to build a floating mobile disposal facility for the destruction of legacy munitions. The prototype of an unmanned, video-controlled collection device for ammunition designed in a project (ROBEMM) would have to be tested in the sea. The financing of all these measures remains to be clarified.
Found online, a song for the Baltic Sea: https://www.youtube.com/watch?v=foAljxALr9E. Question: How can I, as a consumer, avoid fertilizer getting into the Baltic Sea? Does anyone have an overview of the agricultural businesses around the Baltic Sea and what they produce? And what alternatives can be offered to farmers? It is shocking that after 70 years, the material is now beginning to rust, and if no one does anything, the Baltic Sea will die from it.
