Was ist eine Tanzlinde?
Linden waren früher üblicher Ortsmittelpunkt. Dort wurde um die Linde getanzt, gefeiert, Rat gehalten.
Dies war zu „heidnischen“ Zeiten. Also bevor die Christen um 1500 herum, einmarschierten und die heidnischen Kultplätze vernichteten und üblicherweise an deren Stätten, dann ihre Kirche errichteten.
Die heidnische Kultur bezog sich unglaublich stark auf die Zusammenarbeit mit der Natur und das Wissen, dass es Naturwesen gibt und Bäume keine gefühllosen Dinger waren, sondern wirklich weise und starke Wesen.
Auch die Eiche war ein besonderer Baum für die Heiden.
Davon wusste ich nichts, bis ich mich auf die Suche begab, wie ich den Wunsch der Tanzlinde Berlin erfüllen kann, und mich somit an die Recherche begab, um Gründe zu finden, sie zu befreien.
Ich wusste nicht, dass, wenn das Christentum nicht gekommen wäre, ich statt einen gefolterten Menschen, gebunden an ein Kreuz, zu verehren, einen großen alten Baum verehrt hätte.
(Ähnlichkeiten zum Binden wohl vorhanden. Das Heilige wird festgezurrt.)
Nach der Heidnischen Zeit gab es dann Gerichtslinden was meiner Meinung nach die Vorstufe zur geleiteten Tanzlinde ist. In den noch vorhandenen Linden wurden Podeste reingebaut und dort wurden dann Verurteilungen ausgesprochen. Eine direkte Antwort wann und wo die erste geleitete Tanzlinde entstand habe ich bis heute nicht gefunden. Jedoch gab es diese erst nach dem Einmarsch der Christen.
Die geleitete Tanzlinde findet sich im Internet nur mit dem Bezug zur Katholischen Kirche. Und an katholischen Feiertagen oder Geburtstagsfeiern der errichteten Kirche im Ort, wird diese betanzt.
Somit wäre die geleitete Tanzlinde in Berlin, die erste und derzeit einzigste die ohne den Bezug zur Katholischen Kirche aufgebaut und verwendet werden soll.
Das habe ich nicht in der Schule gelernt. Und bin sehr dankbar über diese Erweiterung meines Wissens.
Was ist denn nun passiert vor 3,5 Jahren?
Die Reise

