Thanks to Annie Spratt for the picture / Unsplash

Wütend auf:

Leben aussaugen, damit es billiger ist. Nicht, weil es notwendig ist. Obwohl ich mich da auch frage, ob es notwendig ist Leid zu verursachen bei anderen Lebewesen, damit der Mensch einen Vorteil hat und nicht stirbt? Oder ob es nicht eine Ausrede ist, dies zu rechtfertigen.

Ähnlichkeiten zur Windkraft vorhanden. Es ist notwendig CO2 einzusparen und deswegen brauchen wir diese Räder und deswegen haben wir auch das Recht Tiere und Pflanzen mit Leid zu besetzen.

Das ist ja nicht nur da der Fall. Bei Öl und Gas und Kohle ist es das gleiche. Hat der Mensch das Recht, damit er einen Vorteil hat? Und welchen Vorteil? Und ist es notwendig? Oder greift auch hier die unten genannte „Lösung“ wie aus der Wut Liebe wird?

Eine bevorstehende Zugfahrt. Stress. Warum habe ich Stress? Weil es stressig IST!
Was erwartet mich? Ausfälle? Enge? Verspätungen?
Erfahrungsstatistik greift.

Warum ist es so?

Fernseh geguckt. Wollte fast wegklicken, weil ich es so schwer ertrage gefolterte Tiere zu beobachten.
Thema: Kaninchen werden ausgesaugt um Antikörper für Medikamente zu bekommen.

6 Wochen lang bekommen sie mehrmals täglich etwas gespritzt, was dann Antikörper produziert. Dann werden sie ausgesaugt. In diesen 6 Wochen leben sie jeweils allein in einer Gitterbox und werden für die Spritzung dann in einen extrem engen Kasten gezwängt. Ich fühl immer so mit. Was für ein Leben. Oh nein.

Ihre Augen vergesse ich nicht. Den Grusel des Anblicks wie sie alle auf dem Rücken liegen und das Blut abgezapft wird und dann auf einem Müllhaufen landen ist Horror.

Aussage: Pharmazieunternehmen stehen unter Preisdruck. Es ist billiger, so an Antikörper zu kommen, als ohne Tierquälerei. Plus Tierversuche und co sind ein Milliardengeschäft.

Wird das Patienten gesagt? Beim Einkauf von Lebensmittel kann ich wählen ob ich geqäultes kaufe oder nicht.

Und hat der Mensch ein Recht Tiere zu foltern für seine Gesundheit? Ob Recht hin oder her. Ich gehe stark davon aus, dass 95% der Menschen, wenn sie die Wahl haben, NICHT mit Schuld sein wollen an solchen Bildern.

Es müsste nicht nur denn Button „Cruelty free“ auf Kosmetika, Putzmittel und co geben, sondern auch den Button „Cruelty filled“.
Auch bei Fleischprodukten. So wie beim Tabak. Da sind doch auch die gruseligen Bilder drauf.

Rechtlich kann ich mir vorstellen, dass diese Idee Geschäftsschädigend wäre und somit nicht durchsetzbar. Beim Tabak gings. Mit irgendeiner Begründung oder Handlungen, die ich aktuell nicht weiss.

 

Was in diesem Fall etwas seltsam ist, dass ein Biobauernhof, die Bienen retten oder so und von Liebe sprechen, dies als Nebenerwerb tun. Der interviewte Bauer sah mir auch nicht gruselig aus oder Böse.
Ich fragte mich wie er das „nicht sehen“ kann.

Es wurde sich beschwert wie Mitarbeiter mit den Tieren umgehen. Halt wie Dinger. Säcke. Ich sage: In keiner solcher Anlagen kann jemand arbeiten der mitfühlen kann.

Das war eine Information die mich fragen lässt, wie ein Mensch sich dagegen entscheiden könnte.
Ich glaube nicht, dass wenn jemand Krebs hat und Tiere liebt nachfragt: „Bekomme ich auch nur Medikamente ohne Tierleid bitte?“ Wäre das überhaupt möglich? Hätten Patienten das Recht dazu?

Krankenpflegepersonal ausgesaugt, weils billiger ist? Oder weil es sonst keine Krankenhäuser mehr gibt?

Aussaugen, aussaugen.
Erde aussaugen. Leben aussaugen.

Weils billiger ist?

 

Wie wird nun diese Wut zur Liebe.

Gerne würde ich mit dem Bauer selber in diese Ställe gehen und sehen ob er nichts empfindet. Das kann ich kaum glauben. Vielleicht ist es ähnlich wie beim KZ Fleisch essen, dass es abgespalten wird.

Scheuklappen auf. Kenn ich. Geht.

Es kann zur Liebe werden, weil es gezeigt wird.

Öffentlich  gemacht wird. Aufmerksamkeit schafft und somit Menschen eine Wahl gegeben wird. Vermutlich wird der Hof nach der Ausstrahlung der Sendung nun extrem viele Hassmails bekommen.

Doch, er war das Sprungbrett um das Thema zu beleuchten. Um somit zukünftig die Möglichkeit zu erschaffen, dass keine Tiere mehr leiden müssen, wenn es schon Medikamente gibt ohne.

Und das es ans Licht kam, ist auch jemanden zu verdanken, der seine Passion in die Aufdeckung solcher Dinge hineinlegt, plus der Bereitschaft eines anderen es zu veröffentlichen auf der ARD.

Auch ein Sprungbrett um einzufordern, dass auch auf Medikamentenpackungen ein Symbol sein muss: Mit oder ohne Tierleiden. Damit der Mensch wählen kann.

Hassmails

Nun gibt es einen Sündenbock.
Wie kannst Du nur.
Kurz mal überprüft:

In meinem Artikel „Trigger“ behandel ich dieses Thema ausführlicher.
Der Spruch: Siehst Du den Splitter im Auge des anderen siehst Du Deinen Balken nicht.

Denn eigentlich müsste dieser Hass dann ja an alle gerichtet werden, die…..die Tierleid verursachen und/ oder es einkaufen und benutzen. Würde ich tatsächlich meinen Nachbarn dann auch so ne Mail schreiben, weil er eben dieses Medikament zur Therapie benutzt? Nein, vermutlich nicht. Würde ich dann solch eine Mail schreiben an einen Konzern der diese Stoffe einkauft und somit ein Bedarf daran steht? Und bin ich wirklich so rein, dass ich kein einziges Produkt benutze was Leid verursacht? Heutzutage enorm schwierig. Auch ich kann es nicht, da ich ja gerade an einem PC sitze.

Oder bündel ich die Kraft des Hasses und wandel es um in eine aktive Aktion, dass so etwas nicht mehr stattfindet zukünftig? Für mich die schlüssigste Idee aktuell diesen Button einzuführen auf  Produkten „Cruelty filled“, auf Deutsch „mit Leid von Lebewesen hergestellt“.

Somit geht es in die Eigenverantwortung und dann ist niemand Schuld, ausser derjenige der BEWUSST WEISS und BEWUSST das einkaufen würde.  Und das wären zu wenige um dies aufrechtzuerhalten.

Wie ist das beim Zug?
Ich kann dankbar sein, dass es überhaupt noch den Zug gibt und ich tatsächlich günstig fahren kann.

Übrigens bin ich positiv überrascht, wie geduldig die Menschen Stress bei der Bahn wiedergeben.

Statt Wut oder Verzweiflung ist es eher ein: Ja damit müssen wir halt leben und warten. Oft wird es Humorvoll genommen. Das fasziniert mich jedesmal, auch beim Nahverkehr in Berlin.

Ja da kann man halt nichts machen. Und mich da jetzt drüber aufzuregen nützt ja eh nix. Trotzdem zieht es jedem Kraft ab. Die Unsicherheit des sich nicht auf etwas verlassen können.

Das ist eigentlich untypisch für Deutsch. Deutsch ist für mich:
Pünktlich, verlässlich, akkurat, passioniert in seinem Beruf, ehrenvoll gute Arbeit leisten zu wollen, „es funktioniert wie ein Uhrwerk, qualitätsbewusst und ehrlich. Das ist keine Behauptung oder Feststellung, nur mein Eindruck.

Und ich vermute, dass ohne diese Eigenschaften bei den Zugführern, es womöglich weitaus schlimmer wäre und sie es sind, die es halten.

Oft bedanke ich mich beim fahren beim Fahrer innerlich. Er fährt mich. Das ist eine grosse Verantwortung. Und ich bin dankbar dafür, dass es sie gibt.

Zusatz 18.03.26

Nun bin ich an dem Punkt mich NICHT mehr auf das zu konzentrieren was mich wütend macht, sondern auf das was funktioniert. Denn es muss ja eine Alternative geben zum alleinigen: Der / Die sind Schuld. Das reicht nicht. Wenn die / der Schuld sind, wer dann nicht? Was passiert denn, wenn das worauf ich wütend bin verschwindet? Dann sind da Lücken, die gefüllt werden müssen.

Am Beispiel der Linde kann ich sagen, dass die Anklage:
„Hier steht etwas Unangenehmes,
sich wandelt in:
„Umwandeln in was Angenehmes.

So handel meine älteren Beiträge mehr darum was ich als unangenehm bewerte. Und seid Einladung von Lindy wird es mehr darum gehen wie es denn eine wohlwollende Zukunft geht und Handlungen aufzeigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert